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Vettel droht wieder Reifenproblem

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Sebastian Vettel
Sebastian Vettel © dpa

Sepang - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sucht noch immer nach der Patentlösung für die Reifenprobleme seines Autos.

Sebastian Vettel erwartet keine Wunder, Nico Rosberg spürt den heißen Asphalt an seinem Allerwertesten, und Fernando Alonso verspricht einen heißen Kampf: Der Große Preis von Malaysia am Sonntag (9.00 MEZ/RTL und Sky) wird die erwartete Hitzeschlacht, die Mensch und Maschine ans Limit bringt. Als Krönung verspricht der Wetterbericht zum zweiten Saisonrennen der Formel 1 auch noch den üblichen Regenschauer.

Wie schon beim Auftaktrennen in Melbourne werden die Reifen auch auf dem Kurs in Sepang eine entscheidende Rolle spielen. „Ich erwarte in Bezug auf die Reifen hier kein Wunder“, sagte Vettel und musste zugeben: „Wir müssen noch viel lernen, es gibt Sachen, die wir noch nicht verstanden haben. Aber das ist kein Drama.“

Nach der Pole Position „Down Under“ hatte sich der Heppenheimer beim Sieg von Lotus-Pilot Kimi Räikkönen mit Platz drei zufrieden geben müssen. Doch das Rennen auf dem Stadtkurs im Albert Park lässt wenig Rückschlüsse auf die Leistungen in Malaysia zu. „Mit der großen Hitze und den schnellen Kurven ist der Kurs eine große Herausforderung“, sagt Vettel. Eine, die dem zweimaligen Sepang-Sieger (2010, 2011) und seinem Red Bull eigentlich liegen sollte.

Wie extrem die Bedingungen sind, verdeutlicht Mercedes-Pilot Rosberg: „Ich spüre an meinem Hintern bei 300 Stundenkilometern den Boden, und der Asphalt ist 50 Grad heiß“, sagt Rosberg, der wie alle anderen Fahrer mehrere Liter Flüssigkeit im Rennen verliert: „Hier heißt es einfach: fit sein. Dafür trainiere ich im Winter.“

Sein Teamkollege Lewis Hamilton geht nach Platz fünf zum Auftakt „sehr optimistisch“ ins Wochenende: „Ich glaube nicht, dass wir schon alles aus dem Auto herausgeholt haben. Der fünfte Platz war kein Glücksschuss, sondern eine gute Basis, auf der wir aufbauen können.“

Nach dem für Ferrari-Verhältnisse sehr guten Start in Melbourne mit Platz zwei von Alonso und Rang vier von Felipe Massa sieht der spanische Ex-Weltmeister die Scuderia auf einem guten Weg. „Wir haben ein mehr oder weniger wettbewerbsfähiges Auto. Hier in Sepang muss es sich beweisen. Das ist der wirkliche Test für uns, der Sprung aufs Podium wäre wieder ein gutes Ergebnis“, sagte Alonso: „Wir können das Tempo von Lotus gehen und werden näher dran sein.“

Melbourne-Sieger Räikkönen, der vor zehn Jahren seinen ersten von insgesamt 20 Grand-Prix-Siegen in Malaysia gefeiert hatte, mag „weder die Hitze noch die Luftfeuchtigkeit“. Immerhin: „Die Strecke gefällt mir.“ Lotus werde „nichts anders machen in dieser Woche“, nur weil das Team jetzt an der Spitze stehe: „Wir geben unser Bestes und werden hoffentlich ein paar Punkte einfahren.“

Während Force-India-Pilot Adrian Sutil nach der starken Vorstellung in Melbourne mit Platz sieben Blut geleckt hat und sich nicht nur weitere Führungskilometer, sondern auch „den Sprung unter die besten Sechs“ wünscht, fiebert Sauber-Pilot Nico Hülkenberg seinem ersten Einsatz bei seinem neuen Team entgegen.

Das Aus vor dem Start in Australien wegen eines Tanklecks war für den Emmericher „extrem frustrierend“, aber „die Ingenieure haben das Problem erkannt. Wichtig ist, dass wir sicherstellen, dass so etwas nie mehr passiert“, so Hülkenberg.

Seine Bilanz auf dem Kurs in Sepang ist durchaus positiv: „Zweimal gefahren, zweimal gepunktet. Das Ziel ist es, das an diesem Wochenende so fortzusetzen“, sagte Hülkenberg, der ein neues Chassis bekommt.

Sein Rezept gegen die große Hitze: „Tennis spielen in der prallen Mittagssonne“ und Renn-Unterwäsche aus der Gefriertruhe. Vor dem heißen Asphalt unter der dünnen Carbonschicht des Autos gibt es keinen Schutz.

sid

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