Großer Preis von Monaco

Frust-Vettel Dritter - Schumi von Rosberg blockiert

+
Mark Webber hat mit seinem Red Bull die wichtige Pole Position beim Großen Preis von Monaco erkämpft.

Monte Carlo - Sebastian Vettel musste sich schon wieder dem eigenen Teamkollegen geschlagen geben, Michael Schumacher stand der Stallrivale im Weg.

Im Kampf um die wichtige Pole Position beim prestigeträchtigen Formel-1-Klassiker in Monaco verpasste der frustrierte Red-Bull-Pilot Vettel die Bestmarke von Spanien-Sieger Mark Webber deutlich - und kam letztlich auf Rang drei noch hinter Renault-Fahrer Robert Kubica. Landsmann Schumacher landete am Samstag in der Qualifikation auf Position sieben, einen Rang hinter seinem Mercedes-Mitstreiter Nico Rosberg.

Und der Wiesbadener hielt den Rekordweltmeister auf dem unüberschaubaren Kurs sogar unbeabsichtigt auf. Er sei blockiert worden, meinte Schumacher, “leider von meinem eigenen Kollegen, das war jetzt nicht sehr passend“, befand der 41-Jährige. “Ob es wirklich zu einer Verbesserung gereicht hätte, das weiß ich nicht“, meinte Schumacher weiter.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Gehofft hatte er, möglicherweise sogar unter die ersten Drei zu fahren, “wenn alles passt“. Die Abstände seien zwar enger geworden, aber nicht eng genug. Den Spaß an der Raserei durch die engen Straßen konnte das aber beim 41 Jahre alten und fünfmaligen Monaco-Champion nicht trüben: “Das ist Freude pur - einfach geil, so ein Auto so schnell durch ein Leitplankengewirr zu wirbeln.“

Rosberg kennt jede Gasse. Doch Teil 1 beim Großen Preis von Monaco endete mit einer Enttäuschung. “Einfach ein Desaster“, sagte Rosberg, der sich eigentlich sogar die Pole ausgerechnet hatte. “Mir tut es für das ganze Team leid, dass ich so schlecht war“, sagte der 24- Jährige, der vor den Augen seiner Familie den 13. Platz vor einer Woche in Spanien vergessen machen will.

Pole-Mann Webber, der zum vierten Mal in seiner Karriere vom begehrtesten Platz startet, bestach mit seiner Bestzeit in 1:13,826 Minuten bei der “K.o“-Ausscheidung erneut. Erst zuletzt war er auf dem Circuit de Catalunya via Pole auch noch als Erster durchs Ziel gerast. “Es ist fantastisch auf der Pole zu stehen“, sagte Webber und strahlte - wie vor einer Woche.

“Wo er soviel Zeit rausgeholt hat, weiß ich nicht genau“, konstatierte Kollege Vettel: “Es ist mit Sicherheit sehr wichtig, ganz vorne zu stehen.“ Aber: Die Kür komme erst am Sonntag (Start 14.00 Uhr/RTL und Sky). Sich selbst wähnt der Heppenheimer in einer “guten Ausgangsposition“ für das Rennen über 78 Runden. “Ich stehe auf der sauberen Seite, vielleicht komme ich an Robert vorbei“, meinte der sichtlich frustrierte Vettel mit Blick auf den Start.

In Fernando Alonso wird es einer der Hauptrivalen um den Sieg beim Kultrennen an der Côte d'Azur viel schwerer haben. Nach einem Trainingsunfall musste sein demolierter Ferrari repariert werden, die Zeit reichte nicht aus bis zur Qualifikation. Die Folge: Der zweimaligen Weltmeister und WM-Zweite startet aus der Boxengasse. Außerdem kam Spitzenreiter und Titelverteidiger Jenson Button im McLaren-Mercedes nicht über den achten Platz im Qualifying hinaus. “Das ist sicherlich gut für uns“, meinte Vettel zu den teilweise erst einmal abgeschlagenen Konkurrenten um die Krone.

Die restlichen drei der insgesamt sechs deutschen Piloten schafften es nicht unter die schnellsten Zehn. Neuling Nico Hülkenberg aus Emmerich belegte im Williams den elften Platz vor Force-India-Pilot Adrian Sutil aus Gräfelfing. Der Gräfelfinger Timo Glock musste sich im neuen Virgin mit dem 20. Rang zufrieden geben.

Vor dem Großen Preis von Monaco führt Titelverteidiger Jenson Button die WM-Wertung mit 70 Punkten an. Der Brite fuhr im McLaren in der Qualifikation auf Platz acht. Alonso (67) ist Gesamtzweiter vor Vettel (60). Rosberg (50) ist Fünfter, Schumacher (22) Neunter.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

F1-Champion Hamilton: Wandel "manchmal eine gute Sache"
F1-Champion Hamilton: Wandel "manchmal eine gute Sache"
Lauda von FIA zur Persönlichkeit des Jahres ernannt
Lauda von FIA zur Persönlichkeit des Jahres ernannt

Kommentare