Vettel im Interview: Was ich gesungen habe

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Sebastian Vettel vor der Party

Yokohama - Nach seinem Formel-1-Titelgewinn spricht Sebastian Vettel über die Weltmeister-Party in einem Irish Pub und verrät, welche Songs er auf der Karaoke-Bühne gesungen hat.

Wie war die letzte Nacht?

Vettel: Was den Schlaf angeht, recht kurz. Es war schön. Wir waren noch sehr lange an der Strecke, haben über das Rennen gesprochen. Es war alles im normalen Rahmen. Wir waren in einem Irish Pub, hatten alle einen Riesenspaß. Die Karaoke-Maschine wurde auch angeschmissen, so dass die Stimmen etwas ruiniert sind.

Sie haben angeblich auch gesungen?

Vettel: Ich glaube, 'My Way' von Frank Sinatra und 'Yellow Submarine' von den Beatles.

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa
Wie geht es jetzt in den kommenden Tagen weiter?

Vettel: Nach der langen Nacht gestern ist es einfach wichtig, das Ganze ein bisschen einsinken zu lassen, es zu genießen, viel zu schlafen, um dann wieder bereit für Korea zu sein.

Wieviele Glückwunsch-Nachrichten hatten Sie denn bereits?

Vettel: Ich habe vorhin alle SMS beantwortet. Insgesamt hatte ich ungefähr 80 oder knapp 100. Für Anrufe war bisher noch nicht die Zeit. Worüber ich mich sehr gefreut habe, war eine Nachricht von Michael (Schumacher). Wir haben uns dann auch gestern Abend noch mal gesehen. Als kleiner Junge auf der Kartbahn war er mein Held. Mit ihm abends anzustoßen, war etwas Besonderes.

Wie ist der zweite Titel im Vergleich zum ersten?

Vettel: Der erste Titel ist immer etwas ganz Besonderes, bleibt ganz tief in der Erinnerung. Dieses Jahr lief ganz anders. Wir hatten eine fantastische Saison. Wir sind jetzt in einer ganz besonderen Situation, das vorzeitig schon erreicht zu haben. Das erlaubt uns aber nicht, in Urlaub zu gehen. Wir wollen die vier Rennen fahren und gewinnen. Es ermöglicht uns vielleicht, noch einige Dinge ein bisschen zu erforschen. Das werden wir nutzen. Wir dürfen nichts als selbstverständlich hinnehmen. Es könnte morgen vorbei sein. Wir müssen den Hunger bewahren.

Sie haben gesagt, Ihr größtes Ziel sei der WM-Titel gewesen. Welche Ziele bleiben denn da noch?

Vettel: Eine WM zu gewinnen, davon habe ich als kleiner Junge geträumt. Es ist schwer zu glauben, dass wir das geschafft haben - jetzt sogar schon zweimal. Aber wir sind hungrig. Wir wollen uns messen. Das macht süchtig. Es gibt nichts anderes in meinem Leben, dass mir so eine Genugtuung gibt. Man will nicht, dass es aufhört.

Sieben Titel für deutsche Piloten in den vergangenen elf Jahren: Sind die Deutschen die besten Autofahrer der Welt?

Vettel: Interessante Statistik. Es gibt ja nur zwei Weltmeister aus Deutschland. Neben dem Michael als Formel-1-Fahrer stehen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Wir hoffen, da spreche ich sicher auch für den Michael, da noch einen drauflegen zu können und die deutschen Farben hochhalten zu können.

Champagner-Dusche und Jubel: Vettel feiert zweiten WM-Titel

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So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
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So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © dpa
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © AP
So feiert Sebastian Vettel seinen zweiten Weltmeistertitel © AP
Greifen Sie denn jetzt die Rekorde von Michael Schumacher an?

Vettel: Wenn man über Michael spricht, muss man Respekt zeigen. Was er erreicht hat, ist unglaublich. Wir müssen Schritt für Schritt denken. Erstmal wollen wir die Saison beenden, und dann nächstes Jahr noch stärker zurückkommen. Wir müssen weiter sehr hart arbeiten und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.

dpa

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