Vettel hat ein Luxusproblem

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Sebastian Vettel

Jerez de la Frontera - Wohin die Reise genau geht, wusste Ferrari nicht. Die Ungewissheit bezog sich zwar auf den Flug in die verschneite Heimat nach dem Testende. Indes hat Sebastian Vettel ein Luxusproblem.

Ferraris Twitter-Botschaft nach dem Ende der ersten Testfahrten brachte das Dilemma auf den Punkt. “Wir wissen bis jetzt noch nicht, wo wir landen werden“, hieß es da. Gemeint war zwar der ungewisse Ankunfts-Airport in Italien mit Blick auf das winterliche Wetter. Die Nachricht könnte aber auch zur kommenden Formel-1-Saison passen. “Im Moment müssen wir das Auto viel besser verstehen, vielleicht sind es gerade mal 20 Prozent von dem, was wir verstehen müssten“, hatte Pilot Fernando Alonso vorher gesagt: “In den kommenden Tagen müssen wir den Rest begreifen.“

Nur wenige Stunden nachdem die Mannschaft aus Jerez letztlich wie geplant via Bologna in Maranello angekommen war, setzte sich Teamchef Stefano Domenicali um 09.00 Uhr morgens mit den Ingenieuren zusammen. Viel Zeit für die Nachschulung hat die Scuderia nicht. Am 21. Februar geht auf dem Circuit de Catalunya die zweite Testphase los. “Wir werden in Barcelona viel besser vorbereitet sein, als wir es in Jerez waren“, prophezeite Alonso.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Zum letzten Mal dürfen die Piloten vom 1. März an für vier Tage ebenfalls in Barcelona sich und ihre Autos auf den Saisonstart am 18. März in Melbourne einstimmen. Dort will Ferrari direkt vorn mitmischen. Der Druck ist groß. Der letzte Titel liegt fünf Jahre zurück. Daher sei nun Ruhe und Konzentration gefragt, mahnte Ferrari in einem Beitrag auf der eigenen Homepage.

Es habe weder einen Grund für Katastrophen-Vorhersagen nach den ersten drei Testtagen gegeben, noch einen Grund dafür, nach der Bestzeit von Alonso am letzten Tag in Jubel auszubrechen, schrieb die Scuderia. Was den neuen Wagen betrifft, räumte man ein: “In einigen Bereichen gibt es sicherlich Raum für Verbesserungen.“

All zu viel hat der neue Ferrari äußerlich mit den Vorgängermodellen nicht mehr gemein. Höchstens die Farbe. Die neue “Rote Göttin“ wurde mit einem Höcker ausgestattet, der bei keinem anderen Auto bislang so extrem ausfällt. Und was steckt unter der Haube? Man müsse man nun sehr viel analysieren und die Teile des Puzzles zusammensetzen, sagte Technikdirektor Pat Fry.

Ebenso wie der neue Ferrari zeigte aber auch der neue Red Bull in Sachen Zuverlässigkeit in Jerez noch Schwächen. Titelverteidiger Sebastian Vettel nahm es gelassen. “Man sollte auch nicht gleich beunruhigt sein, wenn man kleine Probleme während der Fahrt hat, denn dafür sind die Testtage ja da“, erklärte er auf seiner Homepage. Ihm sei “es lieber, die Dinge passieren jetzt, als dann später im Rennen“, betonte Vettel. Probleme mit der Elektronik und dem Motor hatten ihn stundenlang zum Zuschauen verurteilt.

Vettels erste Test-Runden im neuen Renner

Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa
Fährt er mit diesem Auto zum dritten Weltmeistertitel? Sebastian Vettel ist am Donnerstag, 9. Februar die ersten Test-Runden in seinem neuen Renner gefahren © dpa

Zu keinem Ergebnis ist der 24 Jahre alte Heppenheimer in dieser Zeit offensichtlich bezüglich des neuen Kosenamens für sein Auto gekommen. “Eine Sache an der ich und die Jungens noch arbeiten, ist der Name des RB8“, schrieb Vettel. “Wir haben schon jede Menge Ideen und auch Vorschläge gesammelt, aber ich habe bis zum Start der neuen Saison ja noch ein wenig Zeit.“ Das zumindest gilt auch für Ferrari.

dpa

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