tz-Expertenkolumne zum Großen Preis von China

Vettel: Das macht den Shanghai-Kurs so einzigartig

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Sebastian Vettel stand bereits viermal in Shanghai auf dem Podest.

München - In seiner tz-Expertenkolumne verrät Sebastian Vettel, was den Kurs beim Grand Prix der Formel-1 in China so besonders macht.

Der Kurs in China ist durch seine Größe einzigartig. Die breite Strecke lässt an jeder Stelle Platz für Überholmanöver, zudem sorgen große Auslaufzonen für höchste Sicherheitsstandards. Sogar in den sonst üblichen engen Boxenanlagen ist in Shanghai für ausreichend Platz gesorgt. Obwohl die es natürlich in sich hat. Normalerweise gehört eine Boxeneinfahrt nicht zu den Kurven einer Strecke, aber in China sehe ich das anders. Grund: Sie ist wirklich extrem eng und man darf auf keinen Fall den Bremspunkt zur eigentlichen Boxengeraden verpassen. Sonst steckt man im Kiesbett fest und alles ist vorbei. Genau das ist 2007 Lewis Hamilton passiert. Einer der Besonderheiten ist natürlich auch die erste Kurve, Schneckenkurve genannt. Es ist alles andere als einfach, sie wirklich zu hundert Prozent zu erwischen, weil sie zum Ausgang hin immer enger wird. Es gibt verschiedene Linien, sie zu fahren, und das ist das Problem. Man kann hier viel Zeit gewinnen, aber bei einem Fehler auch schon entscheidende Zeit verlieren.

Vettel: Darum ist Kurve 7 so eine Herausforderung

Eine Herausforderung beim Grand Prix der Formel-1 in China ist Kurve 7: Sie macht Spaß, weil man mit einem gut abgestimmten Auto „durchfliegen“ kann. Wir fahren sie im sechsten Gang fast voll, die Geschwindigkeit beträgt um die 250 km/h. Das heißt, die seitlichen Fliehkräfte sind extrem hoch, ich schätze sie mit den neuen Autos auf um die 4,5 g. Die beste Möglichkeit zum Überholen bietet sich vor Kurve 14: Wir bremsen vor der Haarnadel von 320 auf 65 km/h herunter, fahren sie im ersten Gang. Doch Vorsicht: Wer in der engen Rechts-Kehre auf der Außenbahn ist, hat in der folgenden Linkskurve auf Start-Ziel die bessere Linie, um vorne zu bleiben. Der Kurs ist ein interessanter Mix aus langsamen, mittelschnellen und Hochgeschwindigkeits-Kurven. Das erfordert ein gut ausbalanciertes Auto und einen präzisen Fahrstil. Gute Traktion ist ebenfalls ein Muss.

Formel 1: Die 20 Rennstrecken der Saison 2017 im Überblick 

 © dpa Infografik
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