Wird Schumi der 8. Sieger?

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Michael Schumacher

Valencia - Für die Fortsetzung der unglaublichen Siegerserie in der Formel kann allen voran Rekordchampion Schumacher sorgen. In den vergangenen beiden Jahren war Valencia allerdings Vettel-Territorium.

Zwei der sportlich drängendsten Fragen der Formel 1 beim Großen Preis von Europa kann Michael Schumacher mit einem Schlag beantworten. Schafft es der Rekordweltmeister endlich wieder bis ins Ziel? Und wem gelingt der achte Sieg in der laufenden Saison? Schumacher ist einer der Kandidaten, das Aus in Kanada hat den Kerpener nur noch mehr motiviert. „Die Attacke ist nun auf Valencia verschoben“, verkündete Schumacher.

Allerdings hat Landsmann Sebastian Vettel etwas gegen Schumachers Ambitionen. Nach seinen Siegen 2010 und 2011 jeweils von der Pole Position aus kann der Heppenheimer am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) den Hattrick im Hafen von Valencia schaffen. Und der zweimalige Pole-Mann bei dem noch jungen Rennen (seit 2008) weiß, dass auch diesmal ein Topstartplatz vonnöten für einen erfolgreichen Abschluss sein wird. „Überholen ist möglich, aber nur mit einigem Risiko“, betonte Red-Bull-Star Vettel. „Entscheidend wird sein, im Qualifying ganz vorne zu sein und dann im Rennen die richtige Entscheidung zu treffen“, sagte der Champion der vergangenen beiden Jahre.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Nach seinem vierten Rang in Kanada hatte Vettel einen Abstecher in die amerikanische Metropole New York gemacht. Dabei mausert sich die Formel 1 in diesem Jahr selbst zum Motorsport-Land der unbegrenzten Möglichkeiten. „Wir haben sieben Rennen hinter uns, aber noch immer keinen klaren WM-Führenden“, sagte McLaren-Pilot Jenson Button, derzeit schwächelnder Auftaktsieger von Australien.

Sein Teamkollege Lewis Hamilton ist der aktuelle WM-Spitzenreiter (88 Punkte). Sein Vorsprung beträgt nach dem Erfolg in Kanada auf Ferrari-Star Fernando Alonso jedoch nur zwei Zähler. Vettel lauert dahinter mit drei Punkten weniger. „Die Intensität der WM in diesem Jahr gibt dir so gut wie keine Luft zum Verschnaufen“, meinte Hamilton.

Denn nicht nur Titelverteidiger Red Bull, Ferrari, McLaren oder Mercedes sind auf Siege getrimmt. Auch Williams trug sich bereits durch Pastor Maldonado in die Liste mit bislang sieben verschiedenen Gewinnern ein. Und Sauber, zuletzt durch den drittplatzierten Mexikaner Sergio Perez in Montréal erneut auf dem Podest, sowie erst recht Lotus mit Ex-Champion Kimi Räikkönen und dessen französischem Stallkollegen Romain Grosjean könnten die „Formel unberechenbar“ vorerst weiter in Schwung halten.

„Ich habe noch nie in Valencia gewonnen, es ist also ein gutes Ziel“, meinte Räikkönen, Weltmeister von 2007. Grosjean, der zuletzt in Kanada dank cleverer Reifenstrategie wie Perez mit einem Einstopp bis auf den zweiten Platz vorgefahren war, ist ebenfalls optimistisch: „Wenn wir einen guten Start ins Wochenende haben, denke ich, dass wir ums Podium oder gar den Sieg kämpfen können.“

Die Hitze in Valencia mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius wird das Haushalten mit den Reifen nicht einfacher machen. Hitze hin, Reifen her - der Motorsportchef des Pneu-Lieferanten Pirelli hat sich bereits festgelegt. Er riet, das Geld auf einen Schumacher-Sieg zu setzen, nachdem der Mercedes-Pilot in Monte Carlo schon die Pole-Zeit erzielt hatte, wegen einer Strafe aber nur von Platz sechs starten durfte. Ins Ziel kam der 43-Jährige beim ersten von drei Stadtkurs-Rennen nacheinander aber nicht. So wie auch vor zwei Wochen auf der City-Strecke von Montréal. Beide Male hatte Schumacher eine Panne an seinem miserenhaften Mercedes.

Die in Kanada klemmende Klappe am Heckflügel wurde in der Werkstatt überarbeitet. „Wir wollen bei Michaels Auto die gleiche Zuverlässigkeit sicherstellen, die wir in diesem Jahr an Nicos Auto erlebt haben, der bislang alle Rennrunden der Saison absolviert hat“, betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Schumacher fiel in vier Saisonläufen wegen eines Defekts aus, einmal war nach einem Auffahrunfall Schluss.

dpa

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