Nach 0:3 gegen Hoffenheim

Köln: Stöger bleibt Trainer - und feiert Samstag Karneval

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Der 1. FC Köln setzt in der Krise weiter auf Trainer Peter Stöger. Foto: Marius Becker

Das 0:3 gegen 1899 Hoffenheim war für den 1. FC Köln ein richtiger Nackenschlag. Am Trainer wird aber weiterhin nicht gezweifelt. Und das Feiern lassen sich die Kölner auch nicht verbieten.

Köln (dpa) - Zwei Dinge sind beim 1. FC Köln auch in der größten Krise sicher: Peter Stöger bleibt Trainer. Und der Karnevals-Auftakt wird trotz der historischen sportlichen Krise gefeiert.

"Es gibt Dinge, die kann man nicht verschieben. Weihnachten zum Beispiel, Geburtstage - oder den 11.11.", sagte Stöger nach dem bitteren 0:3 (0:1) des Fußball-Bundesligisten gegen 1899 Hoffenheim: "Da ist es dann auch egal, ob man zwei oder vierunddreißig Punkte hat. Deshalb werde ich am Samstag unterwegs sein. Und ich bin sicher, dass man das in dieser Stadt versteht."

Dass der in Köln nach viereinhalb Jahren längst heimisch gewordene Österreicher den im Rheinland ausgiebig gefeierten Start in die fünfte Jahreszeit als FC-Trainer erleben wird, gilt als sicher. Und das, obwohl die Bilanz der Kölner nach elf Spieltagen beispiellos schlecht ist: Sowohl zwei Punkte als auch vier Tore wurden in der Liga-Geschichte noch nie unterboten.

Doch sowohl die Vereinsführung, als auch die Spieler und die Fans des Tabellenletzten stehen hinter Stöger. "Die Frage ist überflüssig, sie stellt sich nicht", sagte Präsident Werner Spinner. Und auch Geschäftsführer Alexander Wehrle stellte unmissverständlich klar: "Es gibt keine Diskussion um Peter Stöger."

Bemerkenswert ist: Trotz der beispiellosen Talfahrt nach Rang fünf im Vorjahr waren in der gesamten Saison noch keine "Stöger raus"-Rufe zu von den Rängen vernehmen. Und auch die Mannschaft steht hinter ihrem Coach. "Er hat uns vier Jahre lang aufgebaut und bis nach Europa gebracht", sagte Torhüter Timo Horn: "Und dass die Situation so ist, wie sie jetzt ist, liegt als allerletztes am Trainer. Peter Stöger war, ist und bleibt der richtige Trainer für uns."

Und der 51-Jährige ist sich seines Jobs auch sicher. "Ich weiß, dass man von außen sagen könnte: Zwei Punkte mit dieser Mannschaft, das hätte jeder andere Trainer auch geschafft", meinte er ironisch: "Aber ich fühle keine Stimmung gegen mich. Und es wird auch nichts kommen, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Dafür sind wir zu eng im Austausch."

Bedenklich allerdings: Horn hatte gegen Hoffenheim "zum ersten Mal das Gefühl, dass wir uns nach dem 0:2 aufgegeben haben". Kapitän Matthias Lehmann sah "unsere mit Abstand schlechteste Heimleistung seit langem." Und das drei Tage nach dem umjubelten 5:2 gegen BATE Borissow, dem ersten Sieg im Europacup seit 25 Jahren.

Horns Eindruck des Aufgebens teilte Stöger aber nicht. "Ich habe draußen gestanden, Timo war näher dran. Aber ich hatte eher das Gefühl, dass der ein oder andere ein bisschen platt war", sagte er: "Deshalb freuen wir uns jetzt über die Länderspiel-Pause. Und dass dann Claudio Pizarro, Jhon Cordoba und Marcel Risse zurückkommen, könnte uns guttun."

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