2:2 auf Schalke

14. Spiel des 1. FC Köln ohne Sieg - Was wird aus Stöger?

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Bleibt Peter Stöger Trainer vom 1. FC Köln? Foto: Ina Fassbender

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gelingt dem 1. FC Köln zumindest ein Remis auf Schalke. Doch über die Zukunft von Trainer Peter Stöger wird schon vor dem Anpfiff spekuliert.

Gelsenkirchen (dpa) - Trainer Peter Stöger hat mit dem 1. FC Köln in allerhöchster Not immerhin einen Teilerfolg geschafft.

Mit dem 2:2 (0:1) beim Tabellendritten Schalke 04 beendete der Österreicher im 150. Punktspiel mit dem FC zwar die Serie der Kölner von vier Bundesliga-Niederlagen nacheinander. Doch bei lediglich drei Punkten aus 14 Spielen und einer Tordifferenz von minus 21 ist die Lage des Tabellenletzten weiter extrem angespannt.

Ob die Kölner Treffer durch Sehrou Guirassy in der 50. und in der 77. Minute per Handelfmeter die Diskussionen um eine mögliche Beurlaubung des 51-Jährigen vorerst verstummen lassen, blieb zunächst offen. Für Schalke trafen Guido Burgstaller (36.) und Amine Harit (72.). In der Nachspielzeit sah Kölns Yuya Osako die Gelb-Rote Karte.

"Das 2:2 ist ein gutes Ergebnis für uns. Wir sind heute sehr zufrieden und haben viele Dinge besser gemacht als in den letzten Wochen", sagte Stöger im TV-Sender Sky. Auf seine Zukunft angesprochen, sagte er: "Mal sehen, was jetzt passiert." Er gehe davon aus, dass zeitnah "eine Entscheidung getroffen wird". Schon vor der Partie hatte Stöger vom Verein eine Entscheidung gefordert. "Eine klare Lösung muss her", erneuerte er.

Die Schalker verpassten durch das Remis den möglichen Sprung auf Platz zwei hinter dem FC Bayern München. "Wir wussten, dass es schwierig wird. Wir haben uns sicherlich mehr vorgenommen heute, aber nicht nur vom Ergebnis her, sondern auch spielerisch", sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco im TV-Sender Sky. "Wir sind natürlich unzufrieden mit dem Punkt heute", sagte Leon Goretzka.

Um Stöger und einen neuen Manager in der Nachfolge von Jörg Schmadtke hatte es schon vor dem Anpfiff Spekulationen gegeben. Kölner Medien berichteten am Samstag von FC-Kontakten mit dem gebürtigen Kölner Markus Anfang, Coach von Zweitliga-Tabellenführer Holstein Kiel. Der wich im TV-Sender Sky allen Fragen aus. In Sachen Geschäftsführer Sport soll der ehemalige HSV-Vorstandschef und frühere FC-Profi Dietmar Beiersdorfer einer der Kandidaten sein, nachdem die Unterredungen mit Hannovers Horst Heldt abgebrochen wurden.

Stögers Anspannung war groß, auch wegen der enormen Personalnot: Zehn Spieler standen ihm vor 61 761 Zuschauern in der ausverkauften Arena nicht zur Verfügung. Die Königsblauen, die die zurückliegenden drei Erstliga-Heimpartien gegen Köln verloren hatten, agierten eine Woche nach dem gefühlten Sieg beim 4:4 nach 0:4-Rückstand in Dortmund fast nur nach vorn. Burgstallers Lupfer über Timo Horn hinweg landete an der Querlatte (7.).

Etwas Außergewöhnliches müsse her, hatte Stöger im Vorfeld des Spiels geäußert. Yuya Osako deutete bei einem guten Angriff an, dass die kämpferischen Rheinländer nichts preisgeben wollten. Doch der Japaner wurde in aussichtsreicher Position von Schalke-Schlussmann Ralf Fährmann gestoppt (11.). Bis zu Burgstallers 1:0 nach Vorarbeit von Daniel Caligiuri konnte Köln die Begegnung ausgeglichen gestalten. Doch nach der Führung hatten Bastian Oczipka, Naldo und Jewgeni Konopljanka binnen Minuten drei weitere Top-Möglichkeiten für S04.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten musste Stöger wechseln. Für den angeschlagenen Defensivmann Jorge Meré kam Yann Aurel Bisseck drei Tage nach seinem 17. Geburtstag zum zweiten Erstligaeinsatz. Fünf Minuten später fiel durch den Franzosen Guirassy das überraschende 1:1 - der FC schöpfte gegen nicht mehr so druckvolle Schalker Mut. In der turbulenten Schlussphase erzielte Harit das 2:1, ehe Guirassy nach Videobeweis einen Handelfmeter zum 2:2 verwandelte.

Kader FC Schalke 04

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