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1860 München ringt Schalke in Überzahl nieder

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TSV 1860 München - FC Schalke 04
Die 1860-Spieler feiern den überraschenden Sieg gegen den FC Schalke 04. © Angelika Warmuth/dpa

Im Duell der Traditionsclubs scheidet Schalke 04 bei 1860 München aus dem DFB-Pokal aus. Das frühe Gegentor und eine Rote Karte ärgern Coach Grammozis. Torjäger Terodde sticht nicht als Joker.

München - Der TSV 1860 München hat an einem großen Pokalabend dem gerade wieder aufstrebenden Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 einen bitteren K.o. verpasst.

Im Duell der Fußball-Traditionsclubs rang der leidenschaftlich kämpfende Drittligist den Favoriten vor 15.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit 1:0 (1:0) nieder. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, sangen die euphorisierten 1860-Anhänger. Trainer Michael Köllner schwärmte von „einer magischen Nacht“ für seine Spieler und die „Löwen“-Fans.

Stefan Lex schoss die aggressiven Sechziger mit seinem Tor in der 5. Minute ins Achtelfinale. Nach der Roten Karte für Schalke-Verteidiger Malick Thiaw wegen einer Notbremse gegen Lex behauptete 1860 die Führung. Schalke-Coach Dimitrios Grammozis war bedient: „Wir haben den Anfang verpennt. Mit zehn Mann hatten wir gute Möglichkeiten, aber der Ball wollte nicht rein. Wir sind enttäuscht.“

Grammozis verzichtete zunächst auf einen Einsatz seines Torjägers Simon Terodde. „Wenn man verliert, wird alles in Frage gestellt“, grummelte der Schalker Coach nach dem Pokal-Aus bei der Frage nach der Startelf ohne drei formstarke Stammkräfte.

Den ersten großen Akzent des Spiels setzte „Löwen“-Kultstürmer Sascha Mölders. Der Kapitän eroberte mit robustem Einsatz den Ball von Darko Churlinov, passte auf Lex, der Schalke-Schlussmann Ralf Fährmann überwand. Die aggressiven Sechziger blieben dran, ein Lex-Schuss krachte an die Latte (22.).

Schalke benötigte einige Zeit, um sich im Spiel anzumelden. Grammozis ersetzte den indisponierten Churlinov früh durch Thomas Ouwejan. Der Stammspieler schoss sofort gefährlich aus der Distanz (29.). Und einen Freistoß verlängerte Marius Bülter mit dem Kopf, aber 1860-Torwart Marco Hiller lenkte den Ball noch an die Latte (31.).

Aus der Kabine kamen die Gäste erneut schläfrig. Thiaw brachte den zum Schalker Tor stürmenden Lex zu Fall und sah Rot. In Unterzahl bäumten sich die Schalker auf. Terodde kam, stach aber nicht. Lex hatte das 2:0 auf dem Fuß, vergab aber (69.). Der starke Hiller parierte einen Schuss von Bülter klasse (79.). Auf der Gegenseite verhinderte Fährmann bei einem Versuch von Mölders die Entscheidung (84.). Nach dem Abpfiff feierten die 1860-Profis mit ihren Fans. dpa

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