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Aue gelingt Befreiungsschlag gegen Kiel - Dresden verspielt 2:0

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Erzgebirge Aue - Holstein Kiel
Aues Emmanuel Iyoha (2.v.l.) jubelt nach seinem Tor zum 1:1 mit seinen Mannschaftskollegen. © dpa / Sebastian Kahnert

Freude bei Erzgebirge Aue, Ärger bei Dynamo Dresden: die Samstagsspiele der 2. Bundesliga im Überblick.

Aue gelingt Befreiungsschlag gegen Kiel

Erzgebirge Aue ist in der 2. Fußball-Bundesliga nach zuletzt zwei Niederlagen der Befreiungsschlag gelungen. Die Gastgeber gewannen ihr Heimspiel gegen Holstein Kiel durch ein spätes Tor von Dimitri Nazarov (90.+1) mit 2:1 (0:1). Alexander Mühling (41.) hatte die Kieler in Führung gebracht, Emmanuel Iyoha (72.) belohnte in der zweiten Hälfte die Angriffsbemühungen der Gastgeber mit dem Ausgleich. In der 84. Minute flog Kiels Kingsley Schindler wegen absichtlichen Handspiels per Gelb-Roter Karte vom Platz.

Die Norddeutschen, in der vergangenen Saison Dritter und Relegationsteilnehmer, verbleiben nach dem Auswärtsdreier mit 13 Zählern im Tabellenmittelfeld. Zuletzt hatten die Kieler 4:2 gegen Darmstadt 98 gewonnen. Die Hausherren sind dagegen mit acht Punkten nur knapp vor der Abstiegszone platziert.

Aue startete vor 7500 Zuschauern sehr engagiert und versuchte, die Gäste einzuschnüren. Die erste Großchance hatte Sörgen Bertram (4.), doch sein fulminanter Fernschuss wurde von Kiels Torwart Kenneth Kronholm noch über die Latte gelenkt.

Holstein hielt allerdings dagegen und setzte den einen oder anderen Konter. Allerdings stand die Abwehr der Hausherren sicher. Immer wieder versuchten die Auer, mit Diagonalpässen auf die Außenpositionen für Überraschungsmomente zu sorgen. Allerdings stellten sich die Kieler im weiteren Verlauf immer besser darauf ein. In der zweiten Hälfte schaffte Aue zunächst den verdienten Ausgleich und wurde am Ende noch mit dem Sieg belohnt.

Dresden verspielt 2:0 im Ostduell in Magdeburg

Dynamo Dresden hat einen 2:0-Vorsprung in der 2. Fußball-Bundesliga verspielt. Im Ostduell beim Aufsteiger 1. FC Magdeburg kamen die Gäste am Ende über ein 2:2 (2:0) nicht hinaus und verpassten den dritten Auswärtssieg in Folge.

Moussa Kone (7.) erzielte vor 23.024 Zuschauern das 1:0 für Dynamo mit einer feinen Einzelleistung. Aias Aosman (23.) erhöhte für die Dresdner, die die klarere Spielanlage und das bessere Zweikampfverhalten aufwiesen. Niklas Kreuzer (60., Eigentor) sorgte für das Anschlusstor der Gastgeber. Kone vergab in der Nachspielzeit noch einen Foulelfmeter für Dynamo. Marius Bülter (90.+1) gelang das umjubelte 2:2 quasi im Gegenzug. Die Magdeburger, die zuletzt durch das 1:0 in Sandhausen den ersten Zweitligasieg ihrer Vereinshistorie feierten konnten, sind jetzt fünf Partien ohne Niederlage.

Am Freitag hatte Dresden nach den Querelen in der Führung ein Übergangs-Präsidium bestimmt. Zuvor waren das komplette Präsidium und drei weitere Gremiumsmitglieder zurückgetreten. Das Übergangspräsidium soll aus den beiden Vereinsmitgliedern Michael Bürger und Holger Scholze bestehen, die zeitnah offiziell vom Aufsichtsrat ernannt werden sollen.

Sie sollen unter anderem die für den 17. November geplante ordentliche Mitgliederversammlung weiter vorbereiten. Die Wahl des neuen Präsidiums soll am 19. Dezember auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen.

Fürth verpasst Sprung auf Platz zwei

Die SpVgg Greuther Fürth hat im bayerischen Verfolgerduell gegen Jahn Regensburg den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Franken kamen über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus. David Atanga (49.) sorgte für das 1:0 der Gastgeber, Marco Grüttner (75.) glich aus.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge kam die Torfabrik des SSV Jahn (zehn Tore in den letzten drei Spielen) ins Stocken. Dafür hielt die Serie der Oberpfälzer gegen Fürth auch im sechsten Vergleich. Es stehen zwei Siege und vier Unentschieden gegen das Kleeblatt zu Buche.

Die beste Gelegenheit für Fürth besaß vor 10.845 Zuschauern Julian Green. Mit einem 18-m-Schuss zwang er Regensburgs Torwart Philipp Pentke zu einer Glanzparade (35.). Die Regensburger wirkten allerdings über weite Strecken zielstrebiger, wenngleich die glasklaren Chancen nicht herausgespielt werden konnten.

sid

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