212,25 Millionen Euro für 166 Spieler

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Mario Gomez war mit über 30 Millionen Euro der teuerste Neuzugang dieses Sommers.

München - Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise ist die Fußball-Bundesliga, angeführt vom FC Bayern München, einem ungekannten Kaufrausch verfallen.

Kurz vor Ende der Wechselfrist an diesem Montag (24.00 Uhr) gaben die 18 Clubs insgesamt 212,25 Millionen Euro für 166 neue Spieler aus. Damit schraubte die Eliteliga ihre Investitionen nach dem Höchstwert von 2007 (194,38) erstmals über die Schallmauer von 200 Millionen Euro. Das ergab eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur dpa. An Einnahmen verbuchten die Vereine für 138 Spieler 111,66 Millionen Euro.

Nach einem selbstverordneten Sparprogramm nutzte Hertha BSC wie in der vergangenen Saison die letzten Stunden für eine dringend benötigte Einkaufstour. Nach drei Liganiederlagen hintereinander sind bei den Berlinern noch Florian Kringe von Borussia Dortmund, der Brasilianer Cesar und Adrian Ramos aus Kolumbien im Gespräch. Vor einem Jahr hatte der Hauptstadtclub in der “Nachspielzeit“ Andrej Woronin an die Spree gelockt. Wegen des Ausfalls von Martin Lanig (Kreuzbandriss) deutet sich auch beim VfB Stuttgart noch ein prominenter Wechsel an: Laut “Gazzetta dello Sport“ soll der AC Florenz ein Angebot der Schwaben für Zdravko Kuzmanovic akzeptiert haben.

Kurz vor Transferschluss stellten die Bayern mit dem 24 Millionen teuren Überraschungscoup um Arjen Robben bereits einen Vereinsrekord auf. Zwei Jahre nach den Verpflichtungen von Luca Toni und Franck Ribéry gab der Branchenkrösus mit 74,7 Millionen Euro noch mehr Geld aus als vor der Saison 2007/08 (72,2). “Geld schießt doch Tore, vor allem, wenn das Geld vom Festgeldkonto kommt, nicht, wie irrtümlich behauptet, von der Kreditabteilung“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach der ersten Gala des Duos “Robbéry“ beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Für Mario Gomez zahlten die Bayern mit etwa 30 Millionen Euro die bundesligainterne Rekord-Ablöse.

Auch andere Vereine greifen entweder zum Luxusmodell oder suchen in der Schnäppchen-Abteilung: Während 21 Profis mehr als vier Millionen Euro kosteten, wechselten 70 Prozent ohne Ablöse. “Ich beobachte den Trend, dass die Vereine verstärkt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben achten. Wenn ein Spieler zum Beispiel nur noch ein Jahr Vertrag hat, wartet man zunehmend noch das eine Jahr ab, um ihn ablösefrei zu holen“, sagte Rauball.

Nicht nur auf dem Spielermarkt, auch unter den Vereinen gibt es eine Mehr-Klassen-Gesellschaft. Neben Bayern investierten auch der Hamburger SV (28,4), VfL Wolfsburg (20,6), 1899 Hoffenheim (16,1), Werder Bremen (15) und der 1. FC Köln (11) mehr als zehn Millionen Euro. Doch gleich sieben Clubs fuhren einen strikten Sparkurs und gaben weniger als zwei Millionen Euro aus.

dpa

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