4:3 gegen Hannover: Hoffenheim kämpft sich aus der Krise

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Kevin Volland (r) mit dem 2:0 für Hoffenheim. Foto: Uwe Anspach

Sinsheim (dpa) - 1899 Hoffenheim hat sich nach zuletzt drei Niederlagen in der Fußball-Bundesliga wieder aufgerappelt. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol besiegte Hannover 96 mit 4:3 (2:1) und zog in der Tabelle an den Niedersachsen vorbei.

Pirmin Schwegler (19. Minute), Kevin Volland (37.), Eugen Polanski (58.) und Niklas Süle (62.) trafen vor 22 716 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena für die TSG, Lars Stindl (43./86.) und der Ex-Hoffenheimer Joselu (52.) für die Gäste.

So konnte Hannover auch im siebten Anlauf nicht bei den Kraichgauern gewinnen - da nutzte es auch nichts, dass Chefcoach Tayfun Korkut einst Jugendtrainer in Hoffenheim war. Sein Kollege Markus Gisdol hatte seine Aufstellung mächtig durcheinandergewirbelt: Nationalspieler Sebastian Rudy, Tarik Elyounoussi und Tobias Strobl mussten zunächst auf die Bank. Im Angriff spielte Sven Schipplock für den gesperrten Adam Szalai und bot eine überzeugende Leistung. Eine neue Chance erhielten auch Steven Zuber und Jin-Su Kim.

Bei Hannover bestritt Nationalkeeper Ron-Robert Zieler seine 121. Partie in Serie - Vereinsrekord! - und geriet gleich unter Druck: Schipplock schoss in der 6. Minute nach einem Chaos im 96er Strafraum den Ball an die Latte. Hiroki Sakai legte dann den zielstrebigen Kevin Volland genau auf der Strafraumlinie - dennoch pfiff WM-Schiedsrichter Felix Brych keinen Elfmeter. Ausgleichende Gerechtigkeit: Schwegler traf beim Freistoß zum 1:0 ins rechte Toreck. Es war das erste Bundesliga-Tor des Ex-Frankfurters für die TSG; Zieler sah dabei nicht gut aus.

Die Gäste mit dem zweitschwächsten Angriff der Liga wirkten im ersten Durchgang nicht besonders selbstbewusst und hatten zunächst auch nur eine Chance: Nach einem Patzer von Zuber hatte Joselu eigentlich freie Bahn, schoss aber am Tor von Oliver Baumann vorbei (16.). Als kurz vor der Halbzeit alles schon auf die Uhr schaute, nahm sich die TSG bei einem umstrittenen Einwurf eine Auszeit: Stindl gewann das Kopfballduell der Kapitäne gegen Andreas Beck und durfte sich über den Anschlusstreffer freuen.

Auch nach der Pause dominierte Hoffenheim, wurde erst einmal aber kalt erwischt: Joselu war nach einem tollen Spielzug über Jimmy Briand zur Stelle, Beck kam wieder zu spät - 2:2. Bezeichnend für das öfter stockende Angriffsspiel der Hausherren war der Auftritt von Roberto Firmino: Der neue brasilianische Nationalspieler blieb immer wieder hängen und fand auch selten seinen Mitstürmer Volland.

Doch dann nahm sich Polanski ein Herz: Der polnische Mittelfeldspieler zog entschlossen von der Strafraumgrenze ab und der Ball senkte sich hinter Zieler ins Netz. Youngster und Innenverteidiger Süle erzielte per Kopf das 4:2 - doch von Sicherheit in den Schlussminuten war nichts zu spüren bei den Hoffenheimern. Nach dem Anschlusstreffer durch Stindl mussten die Gastgeber nochmals zittern - retteten den Sieg aber schließlich über die Zeit.

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