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Abgestürzte Mainzer: Jetzt kommt Bayern

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Radoslav Zabavnik kniet auf dem Rasen
Radoslav Zabavnik kniet auf dem Rasen © getty

Mainz - Mit sieben Siegen hatten die Mainzer in dieser Saison den Bundesliga-Startrekord eingestellt. Jetzt erreichen sie ausgerechnet vor dem Duell gegen den FC Bayern ihren Tiefpunkt.

Die Euphorie beim FSV Mainz 05 ist verflogen, nun kämpfen die Himmelsstürmer der Hinrunde gegen die Depression. Ausgerechnet vor dem Duell am Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total! ) gegen Rekordmeister Bayern München könnte aus der Ergebniskrise des Überraschungsteam eine handfeste Krise werden. Denn so schlecht und vogelwild wie in der zweiten Halbzeit beim 2:4 beim 1. FC Köln hatte man den Bundesligisten seit Jahren nicht gesehen.

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„Dass es am Ende auch 6:1 oder 7:1 hätte ausgehen können, interessiert mich nicht“, sagte Trainer Thomas Tuchel: „Es interessiert ja auch keinen, dass es zur Pause 3:1 für uns hätte stehen müssen.“ Doch erstens ist dies eine Fehleinschätzung. Und zweitens brachen die sonst so kompakten Mainzer nach der Pause derart auseinander, dass es einem Sorgen machen musste.

„In der zweiten Halbzeit waren wir richtig schlecht. Nach dem 4: 1 hätten wir noch zwei oder drei Tore mehr fangen können“, meinte Manager Christian Heidel. Präsident Harald Strutz fehlten angesichts dessen fast die Worte. „Es gibt Tage der Sprachlosigkeit, und heute habe ich so einen“, erklärte er und ergänzte: „Die Ursachenforschung muss der Trainer vornehmen.“

Die spielerische Überlegenheit in vielen Partien können nicht verhehlen, dass die Mainzer ihre Leichtigkeit aus der Hinrunde verloren haben. Nach dem Rekordstart mit sieben Siegen gingen neun der folgenden 15 Partien verloren, die Rückrundentabelle führt die Rheinhessen als 15., das Gesamttableau nur noch als Fünfter. Die plötzliche Chance auf eine Europa-League-Teilnahme in der im Sommer neuen Arena scheint gefährdet. 

„Du hast es in den Köpfen drin, dass du immer wieder einen Dämpfer kriegst“, erklärte Torwart Heinz Müller: „Das ist frustrierend und hart zu schlucken, aber auch menschlich.“ Er mache sich aber keine Sorgen, ergänzte der Schlussmann eilig, so wie Strutz versicherte, man verfalle „nicht in Depression“ und Tuchel ergänzte, es gebe „keinen Grund zur Panik“.  

Das Duell mit den Münchnern am Samstag ist somit Chance und Risiko zugleich für den FSV. Und ein wichtiger Hinweis, wohin die bisher so abenteuerliche Reise dieser Saison noch führen kann.

sid

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