„Muss mich in Gefahr bringen“

Demenz durch Kopfbälle: Shearer hat Angst

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Alan Shearer war zur seiner aktiven Zeit als Kopfball-Ungeheuer bekannt.

Englands Fußball-Ikone Alan Shearer (47) befürchtet, dass er aufgrund der vielen Kopfbälle während seiner aktiven Karriere an Demenz erkranken könnte.

"Für jedes Tor, das ich mit dem Kopf erzielt habe, musste ich es 1000-mal im Training geübt haben", sagte der erfolgreichste Torschütze der englischen Premier League der britischen Tageszeitung Daily Mirror: "Das muss mich in Gefahr bringen, wenn es eine Verbindung gibt". 

Der frühere Kapitän der englischen Nationalmannschaft hat sich bereits testen lassen, inwieweit die vielen Kopfbälle sein Gehirn geschädigt haben. "Die Tests waren ziemlich nervenaufreibend. Ich habe eine schreckliche Erinnerung. Ich weiß nicht, ob das so ist, weil ich nicht zuhöre, aber ich habe ein schlechtes Gedächtnis", sagte ein besorgter Shearer. 

Ex-Profi setzt sich für mehr Forschung ein

"Wenn du Fußballprofi warst, erwartest du im späteren Leben Probleme mit den Knien, dem Sprunggelenk oder dem Rücken, so wie ich", sagte der ehemalige Spieler der Blackburn Rovers und von Newcastle United: "Aber ich hätte nie gedacht, dass Fußballspielen mit einer Gehirnerkrankung in Verbindung gebracht werden könnte." 

Der heutige TV-Experte glaubt, dass in diesem Bereich mehr geforscht werden muss und eine stärkere Unterstützung für ehemalige Spieler angeboten werden sollte. Noch gibt es keine endgültige Gewissheit darüber, ob wiederholtes Kopfballspiel eine Demenz auslösen kann. 

„Es ist ein hartes Spiel“

Die chronisch traumatische Enzephalopathie (CTE), eine durch wiederholte Erschütterungen des Gehirns verursachte Demenzform, war bei Boxern oder American-Football-Spielern festgestellt worden. In den USA sollen Kinder bereits keine Kopfbälle mehr trainieren und spielen mit leichteren Bällen. 

Beim 2002 verstorbenen ehemaligen englischen Fußballprofi Jeff Astle war später Demenz festgestellt worden. Deutschlands Torjäger-Legende Gerd Müller erkrankte 2015 an Alzheimer. "Es ist ein hartes Spiel, es ist ein brillantes Spiel, aber wir müssen sicherstellen, dass es kein Killerspiel ist", sagte Shearer.

SID

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