Fußball-Experte Alfred Draxler

Alfred Draxler: Alle Infos zum TV-Experten und Journalisten – seine Karriere und Stationen

Alfred Draxler, Chefredakteur der Sport Bild, kommt am 17.08.2015 in Hamburg zur Verleihung des "Sport Bild"-Awards
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Alfred Draxler bei der Verleihung des „Sport Bild“-Awards in Hamburg, 2015

Alfred Draxler ist ein bekannter Sport-Journalist.

Alfred Draxler (*25.01.1953) ist ein deutscher Journalist und TV-Experte. Er war von 1978 bis 2017 Redakteur und späterer Chefredakteur der Bild-Zeitung und hat dort noch immer eine eigene Kolumne. 2020 wechselte er zum Fernsehen und ist dort als Fußballexperte für Sport1 tätig. Er ist bekannt für seine polarisierende Art der Berichterstattung.

Alfred Draxler: Leben und Karriere

Alfred Draxler begeisterte sich bereits als Jugendlicher für den Journalismus und sammelte bei der Buerschen Zeitung in Gelsenkirchen erste Erfahrungen. 1978 begann seine professionelle Karriere als Redakteur bei der Bild-Zeitung. 1992 wurde er stellvertretender Chefredakteur und übernahm ab dem 01.01.2001 zusätzlich die Leitung der Sportredaktion der Bild am Sonntag. Von November 2004 bis Januar 2014 war Draxler Stellvertreter des Chefredakteurs Kai Diekmann (*27.06.1964). Im Anschluss daran bekam er den Posten als Chefredakteur der Sport Bild, den er bis 2017 behielt. Seit Oktober 2020 ist er als Experte in der Fußball-Talkrunde Check24 Doppelpass auf dem Privatsender Sport1 tätig.

Alfred Draxler ist mit der CDU-Politikerin Martina Krogmann (*10.07.1964) verheiratet. Gemeinsam mit seiner Frau nimmt er regelmäßig an Medienevents teil. Draxler ist Mitglied im EAGLES Charity Golf Club e.V. und spielt dort regelmäßig für einen guten Zweck. Der Fußballspieler Julian Draxler (*20.09.1993) wird oft für Draxlers Sohn gehalten, allerdings sind die beiden nicht miteinander verwandt.

Alfred Draxler: Wissenswertes über seine Laufbahn bei Bild

Zu Beginn seiner Laufbahn als Redakteur bei der Bild-Zeitung schrieb Alfred Draxler in der Bundesausgabe über den FC Bayern München, wann immer dieser in Gelsenkirchen spielte. In dieser Zeit knüpfte er erste Kontakte mit Spielern und Funktionären. Vom Redakteur stieg Draxler schnell in leitende Positionen auf. Als er 2014 Chefredakteur der Sport Bild wurde, trug er gleichzeitig auch die Verantwortung als Sportkoordinator der gesamten Bild-Gruppe. Draxler gab seinen Posten als Chefredakteur im Alter von 64 Jahren ab und hielt beim Sport Bild Award 2017 seine Abschiedsrede. Seine Bild-Kolumne „Nachgehakt“ schreibt er noch immer regelmäßig.

Draxler hat über die Sport Bild mehrere Bücher veröffentlicht:

  • Franz. Bilder eines bewegten Lebens (2005)
  • Fußball-WM 2014 (2014)
  • Die vier Sterne (2014)
  • Die 50 besten Fußballer 2015 (2015)
  • Die Rekord-Bayern (2017)

Alfred Draxler: Kritik an seiner Berichterstattung

Alfred Drexler sorgte mit seiner Art der Berichterstattung bereits öfter für Aufsehen. Er steht in der Kritik, durch langjährige Freundschaften und Geschäftsbeziehungen zu Fußballfunktionären und anderen Prominenten keine journalistische Distanz zu wahren. So nahm er beispielsweise mehrfach Fleischproduzent und ehemaliges FC Schalke 04 Aufsichtsratsmitglied Clemens Tönnies (*27.05.1956) öffentlich in Schutz. Während des Skandals zum Thema Sommermärchen 2006 dementierte Draxler die Vorwürfe des Magazins Spiegel und berief sich dabei auf persönliche Gespräche mit Franz Beckenbauer (*11.09.1945), Wolfgang Niersbach (*30.11.1950) und anderen. Handfeste Beweise lieferte er jedoch nicht.

Alfred Draxler ist für journalistische Entgleisungen bekannt, für die er sich bereits einige Male entschuldigen musste. Er ist zudem regelmäßig in den sozialen Medien aktiv. Bei Facebook und auch auf Twitter führen seine Beiträge oft zu Diskussionen. Während er nach außen hin gerne polarisiert, gilt er in der Bild-Redaktion als integrer Kollege, auf den jederzeit Verlass ist.

Alfred Draxler als TV-Experte

Auch im deutschen Fernsehen fällt Alfred Draxler mit seinen Kommentaren auf. Im November 2020 diskutierte er beim Doppelpass auf Sport1 die Vertragsverhandlungen zwischen Fußballspieler David Alaba (*24.06.1992) und dem FC Bayern München. Alabas Berater, Pini Zahavi (*1955), hatte sich mit dem Angebot des Vereins über 19 Millionen Euro nicht einverstanden erklärt und mehr Geld gefordert. Dies lehnte der FC Bayern ab. Draxler argumentierte, dass solch eine Verhandlung von Alabas Seite in Corona-Zeiten nicht angemessen sei. Er sprach in diesem Zusammenhang konkret die aktuelle finanzielle Situation der Bundesliga und Vereine an. Von den Zuschauern erhielt er überraschend viel Zustimmung.

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