Premier League

Arsenal siegt spektakulär - Frust bei Klopp und Guardiola

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Jürgen Klopp war nach der Niederlage gegen Swansea merklich angefressen. 

London - Nach einer turbulenten Schlussphase schlägt der dezimierte FC Arsenal den FC Burnley mit 2:1 und klettert in der Tabelle. Liverpool erlebt gegen Swansea einen Blackout.

Der FC Arsenal hat im Rennen um die englische Fußball-Meisterschaft mit einem spektakulären Sieg in der Nachspielzeit die Rückschläge für Jürgen Klopps FC Liverpool und Pep Guardiolas Manchester City genutzt. Nach dem 2:1 (0:0) in Unterzahl gegen den FC Burnley am Sonntag ist das Arsenal-Team um die Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi neuer Tabellenzweiter hinter dem FC Chelsea.

Alexis Sanchez (90.+8) erzielte per Strafstoß das Siegtor - nur wenige Minuten nach dem Ausgleich durch Andre Gray (93.). Mustafi (59.) hatte die Gunners zuvor nach einer Özil-Vorlage mit seinem ersten Arsenal-Tor in Führung geschossen. Kurz darauf sah der Ex-Gladbacher Granit Xhaka für ein Foul die zweite Rote Karte in dieser Saison. In der hektischen Schlussphase schickte der Schiedsrichter auch Trainer Arsène Wenger für seinen Protest auf die Tribüne.

Medien: "Schändliche und peinliche Niederlage"

Liverpool-Coach Klopp rang nach der 2:3-Heimpleite gegen Abstiegskandidat Swansea City um Worte. „Hart“, lamentierte er vor dem BBC-Mikrofon, „wirklich hart zu akzeptieren.“ Seine Reds waren nach einem 0:2-Rückstand durch zwei Traumtore von Roberto Firmino zurückgekommen, kassierten dann aber ein drittes Gegentor. Ob der Rückschlag die Titelhoffnungen beschädige? „Das ist jetzt überhaupt nicht erlaubt.“

Britische Medien waren skeptisch. „Es gibt nichts zu beschönigen“, schrieb die Tageszeitung „Liverpool Echo“. „Das war eine äußerst schädliche und peinliche Niederlage - ein heftiger Schlag für jede ernsthafte Hoffnung auf Premier-League-Ruhm.“ „The Telegraph“ stellte fest: „Es war Liverpools erst Heimniederlage in dieser Saison, aber für die Meisterschaft war es womöglich lähmend.“

Guardiola ärgert sich über Unentschieden

Deutlich besser als Liverpool präsentierte sich Manchester City beim 2:2 gegen Tottenham Hotspur. Doch nach der vergebenen Zwei-Tore-Führung fühlten sich die Citizens als Verlierer. „Glücklich über mein Tor, aber am Ende enttäuscht über das Ergebnis“, twitterte der Ex-Schalker Leroy Sané, der das 1:0 erzielt hatte.

Sein Trainer Pep Guardiola war genervt. Angesprochen auf einen möglichen Strafstoß, der City verweigert wurde, reagierte er dünnhäutig: „Die erste Frage ist über den Schiedsrichter? Ich dachte, wir sprechen über Fußball.“ Seine Spieler hätten schließlich „eine herausragende Leistung“ gezeigt. Die Zeitung „Guardian“ nannte es dennoch „alarmierend“, wie leicht es sei, gegen Guardiolas Mannschaft ein Tor zu erzielen.

Für Manchester United geriet das Ergebnis bei Stoke City fast zur Nebensache, ebenso die Meisterschaft, die nach dem 1:1 wohl außer Reichweite ist. Stattdessen wurde der eingewechselte Wayne Rooney für den Ausgleichstreffer gefeiert. Mit seinem 250. Tor für Man United überholte Rooney die Club-Legende Sir Bobby Charlton.

Leicester City steckt nach einem 0:3 beim FC Southampton weiter im Abstiegskampf. Es war die elfte Saisonniederlage für den Meister, der nun die Hälfte seiner bisherigen Liga-Spiele verloren hat.

sid

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