DWD geht auf Alarmstufe Rot: Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter in Bayern

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„Idiotisch und gefährlich …“

Aufstand gegen Mega-WM mit 48 Teams - so soll sie ablaufen

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Um das Objekt der Begierde kämpfen 2026 48 Teams bei der Endrunde. Wo die stattfindet, wird im Mai entschieden.

München - Die „XXL-WM“ sorgt für Riesenärger im Land des Weltmeisters. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zur WM 2026 und zeigt die Reaktionen.

„Idiotisch“, „erschreckend“ und „gefährlich“ waren die Schlagworte der deutschen Reaktionen auf die Aufstockung der WM-Endrunde von 32 auf 48 Mannschaften. „Ich bin nicht glücklich mit dieser Entscheidung“, sagte Reinhard Grindel über den Council-Beschluss des Weltverbandes FIFA, der ab der Endrunde 2026 greift. Der Boss des Deutschen Fußball-Bundes sprach von seiner „großen Sorge, dass sich der Fußball an sich verändert, dass die Attraktivität des Spiels“ leidet: „Wenn die Fußball-WM insgesamt an Attraktivität verliert, leidet die Akzeptanz bei Fans und Sponsoren, und dann leidet zwangsläufig auch die Vermarktung.“

Bundestrainer Joachim Löw machte keinen Hehl daraus, dass er „das bisherige WM-Format mit 32 Mannschaften immer noch gut“ findet und deshalb „aus rein sportlicher Sicht einer Aufstockung gar nichts abgewinnen“ kann: „Man sollte das Rad nicht überdrehen.“ Für Manager Oliver Bierhoff „fühlen sich 48 Teams beim größten und wichtigsten Turnier der Welt zu viel an.“

Die Spieler- und Trainer-Ikonen Uwe Seeler, Berti Vogts und Horst Hrubesch stehen der Entscheidung ebenfalls skeptisch gegenüber. „Da habe ich überhaupt kein Verständnis für. Das finde ich ganz schlecht“, sagte Seeler: „Das wird für den Fußball nicht gut sein.“

Vogts zeigte sich „sehr, sehr erschrocken“: „Das ist furchtbar. Wenn man die WM zugrunde richten will, muss man diesen Weg weitergehen. Das ist nicht mehr meine WM. Was soll das bloß? Es ist ganz schlimm.“ Hrubesch monierte, dass „die Überlastung der Spieler“ im „alten Modus schon sehr hoch“ war. So sieht es auch die von Karl-Heinz Rummenigge angeführte europäische Klub-Vereinigung ECA. „Wir sehen keinen Nutzen darin, das bestehende System mit 32 Teams zu verändern, das sich für alle Seiten als perfekt erwiesen hat“, teilte die ECA mit. Sie hält die Entscheidung für übereilt und beklagt, „dass aus politischen, nicht aus sportlichen Gründen sowie unter erheblichem politischem Druck entschieden wurde“. Ebenso kritisch reagierte Carlo Ancelotti: „Ich bin generell gegen mehr Spiele. Der Terminkalender ist jetzt schon voll.“

Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zur WM 2026

Wann wird die WM 2026 vergeben? Im Mai in Kuala Lumpur.

In welchem Modus wird gespielt? Der neue Modus sieht eine zusätzliche K.o.-Runde der letzten 32 Mannschaften vor. Nur die jeweiligen Dritten der 16 Vorrunden-Dreiergruppen scheiden somit aus, nach der Zwischenrunde der 32 übrigen Teams geht es wie gehabt mit dem Achtelfinale weiter. Die nun 80 Spiele statt 64 Spiele werden in – wie bisher – 32 Tagen gespielt. Laut FIFA-Mitteilung bleibt zudem die Zahl der Ruhetage identisch. Weiterhin wird der Weltmeister am Turnierende sieben Spiele absolviert haben.

Warum war der Widerstand nichts wert? In der FIFA haben Europas Topklubs und die UEFA nicht den Einfluss, den sie gerne hätten. In Europa wollte auch niemand die Winter-WM in Katar, dem FIFA-Exko war das egal. Am Ende wurde die Endrunde verschoben, und den Klubs ein paar Millionen mehr Abstellungsgebühren bezahlt.

Was muss noch diskutiert werden? Das Geschacher um die Startplätze begann schon am Dienstag. Jede der sechs Konföderationen will ein größeres Stück vom Kuchen. Für die UEFA-Vertreter im Council dürften mindestens zwei bis drei „Slots“ mehr Bedingung für ihre Stimme gewesen soll. Derzeit schicken die Europäer zwölf Teams zur Endrunde (2018 plus Gastgeber Russland). Der DFB war immer dabei.

tz

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