Baum fürchtet keine Schmach

Augsburg setzt in München auf „Kernmentalität“

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Manuel Baum will die großen Bayern ärgern.

An das letzte Duell mit dem FC Bayern können sich die Augsburger noch gut erinnern.

Augsburg - Am 1. April ging der FCA mit 0:6 in München unter. Das soll sich nicht wiederholen. Die Vorzeichen sind nun anders.

War da was? Der FC Augsburg will unbelastet von dem Debakel aus dem Frühjahr in die Bundesliga-Herkulesaufgabe am Samstag (15.30 Uhr) beim Spitzenreiter FC Bayern München gehen. Auf die Frage, ob das 0:6 vom 1. April noch eine Rolle spiele, antwortete Trainer Manuel Baum am Donnerstag: „Eigentlich gar nicht. Bayern hat einen anderen Trainer, wir haben ein anderes Personal. In der Phase hatten wir sehr viele angeschlagene Spieler, die auch auf dem Platz waren, daran kann ich mich noch gut erinnern.“

Baum sieht andere Vorzeichen

Mit einer Notelf aufgrund vieler Ausfälle wurden die damals abstiegsbedrohten Augsburger vom deutschen Fußball-Rekordmeister deklassiert. Alleine der Münchner Topstürmer Robert Lewandowski traf dreimal. Egal. „Ich finde, wir haben mit der Vorbereitung und den elf Spielen, die wir jetzt abgeliefert haben, eine ordentliche Arbeit geleistet. Und mit diesem Bewusstsein fahren wir dahin und wollen ein gutes Spiel abliefern“, erläuterte Baum vor dem zwölften Spieltag. „Dieses Jahr gibt's ganz andere Vorzeichen, wir haben weniger verletzte Spieler und versuchen, das Optimale herauszuholen.“

Die Demontage ist verdaut. „Das ist ein komplett anderes Spiel, wir haben einen guten Lauf und sind besser in Form“, versicherte auch Torwart Marwin Hitz. Der von Baum in dieser Trainingswoche ausgegebene Plan sei „richtig gut“ gewesen. „Wenn wir das am Samstag umsetzen, sieht es sicher besser aus als beim letzten Mal.“

„Brauchen eine gesunde Aggressivität“

Die Fuggerstädter starten nach einem starken ersten Saisondrittel mit Zuversicht ins Nachbarschaftsduell. „Wir brauchen eine gesunde Aggressivität, das mag keine spielstarke Mannschaft“, sagte Baum, der den Münchnern eine „außergewöhnliche Qualität“ bescheinigt. „Bayern darf nicht unbedingt seinen besten Tag erwischen, und was wir auf den Platz bringen, muss auch zu 100 Prozent passen.“

Defensiver als gewohnt wollen die Augsburger nicht auftreten. „Das A und O wird unsere Kernmentalität sein, die wir auf den Platz bringen wollen, Leidenschaft und Aggressivität im Zweikampf“, betonte Baum. Dass der FCA den deutschen Rekordmeister schlagen kann, hat der Verein längst bewiesen. Zuletzt bezwangen die Augsburger in der Saison 2014/15 am 32. Spieltag den FC Bayern mit 1:0.

Keine Personalsorgen

Effektivität im Abschluss wird für Baums Team wichtig sein, um eine Überraschung zu schaffen. „Das Thema Chancenverwertung haben wir noch als Entwicklungsfeld. Wir haben relativ viele Großchancen, verwerten aber prozentual zu wenig davon“, bemängelte Baum.

Personalsorgen hat der Coach des Tabellenzehnten nicht. Stürmer Alfred Finnbogason (Adduktoren) soll nach der Länderspielpause dabei sein. Nur Martin Hinteregger und Sergio Cordova (beide Sprunggelenk) werden fehlen. Der Verteidiger und der Angreifer sollen aber kommende Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

dpa

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