Augsburg reist mit nur einem Punkt an

Reuter vor Bayern-Spiel: "Wir werden nicht unruhig"

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Der FCB und FCA, trafen sich zuletzt beim Telekom Cup. Zur Freude von Stefan Reuter (l.) und Trainer Markus Weinzierl gewann der FCA.

München - Der FC Augsburg reist mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen zum Rekordmeister nach München. Manager Stefan Reuter verfällt vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern aber trotzdem nicht in Panik.

Die meisten Trainer und Manager antworten auf die Frage, ob es einen günstigen Zeitpunkt für ein Duell mit dem FC Bayern gibt, gern klar heraus mit eindeutigen Nein. Gegen den Rekordmeister ist es immer schwer. Man ist immer Außenseiter. Bayern ist immer eine Klasse für sich. Sowas hört man sehr oft im Laufe einer Saison.

Wirbel um Nichtnominierung von Mölders

Beim FC Augsburg ist die Lage ein wenig anders. Die Schwaben dürften sehr genau wissen, dass es gute und schlechte Zeitpunkte gibt – und dass es definitiv schon mindestens einen besseren gab als den jetzigen. In der letzten und vorletzten Saison spielte der FCA zweimal zum Ende hin gegen den FCB, zweimal gewannen die Augsburger. Beide Male standen die Roten schon als Meister fest. Das war, spätestens im Nachhinein betrachtet, günstig. Und genauso, im Vorhinein betrachtet, ist es nun ein ungünstiger Zeitpunkt. Der FCA steht mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen auf Rang 15, der FC Bayern ist mit optimaler Ausbeute Zweiter. Und außerdem rumort es gerade so richtig beim kleinen Nachbarn.

„Wir werden nicht unruhig“, sagt Manager Stefan Reuter der tz. Es geht dabei speziell um Sascha Mölders, die Nichtberücksichtigung des Stürmers für die Europa League und den Ärger, dem seiner Frau und vielen Fans darüber hochgekommen ist. Wirklich keine Unruhe? Reuter sagt: „Der Eindruck täuscht, aber man kann schon feststellen, dass das Interesse am FC Augsburg in den letzten Jahren gestiegen ist. Das ist die Anerkennung der starken Leistungen des Teams.“ Die Unruhe entsteht demnach also eher von außen. Der FCA-Manager sagt sogar: „Wir verstehen die Enttäuschung von Sascha Mölders.“

Eine Garantie, ihn ab der K.o.-Phase in jedem Fall nachzunominieren, gibt es nicht. Reuter: „Darüber können wir uns jetzt noch keine Gedanken machen, weil wir zunächst die Gruppenphase erfolgreich absolvieren müssen.“

Reuter: "Man darf jetzt nicht alles schlecht machen"

Gedanken macht sich der Schwabenklub derzeit ohnehin vor allem um FC Bayern und das Spiel am Samstag. Nach dem schwachen Start sollten eigentlich so schnell wie möglich drei Punkte her – aber in der Allianz Arena? Reuter bleibt zunächst mal gelassen. „Wir haben keinen optimalen Start in den ersten drei Spielen erwischt, aber man darf jetzt auch nicht alles schlecht machen. Wir haben sicher schon schwierigere Phasen durchgemacht und sind gestärkt daraus hervorgegangen.“ Gegen den FCB gibt es demnach nur eine Formel für den Erfolg: „Wir wollen wieder als Mannschaft mit Kompaktheit gegen die individuelle Klasse der Bayern bestehen. Klar ist, dass bei uns alles passen muss, wenn wir dort punkten wollen.“

Helfen soll dabei vor allem Ja-Cheol Koo. Kurz vor Transferende war er für fünf Millionen Euro aus Mainz gekommen. Die Verpflichtung war allerdings keine Reaktion auf den Saisonstart, wie Reuter betont. „Die Aktivitäten zum Ende der Transferperiode haben nichts mit den ersten Spielen zu tun. Wir haben immer gesagt, dass unser Kern aus den Spielern der letzten Saison besteht und wir uns gezielt verstärken wollen.“ Der Zeitpunkt dazu war vielleicht ganz günstig.

mic

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