Augsburg verliert Spiel um Europa in Mainz

Der FC Augsburg verliert die Partie in Mainz mit 0:3.
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Der FC Augsburg verliert die Partie in Mainz mit 0:3.

FC Augsburg - Der FCA hat einen Big Point im Kampf um die Europapokal-Plätze verpasst. Beim FSV Mainz unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl mit 0:3.

Nach dem höchsten Saisonsieg ballte Thomas Tuchel  erst die Faust in Richtung der Fans, dann herzte er jeden einzelnen  seiner Profis. „Das war schon ein kleiner Meilenstein“, sagte der  Trainer des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 im Anschluss an das  3:0 (2:0) gegen den FC Augsburg. Durch den Sieg am 28. Spieltag  sind die Rheinhessen der Europa League einen großen Schritt näher  gekommen.

„Es ist offensichtlich, dass wir auf die Zielgerade einbiegen  und eine gute Ausgangsposition haben. Das können wir jetzt  genießen, und das ist ein enormer Ansporn für uns“, sagte Tuchel,  der nach dem Spiel mit mehreren kuriosen und ungewöhnlichen  Aspekten „wahnsinnig glücklich“ war.

Das Glück war vor 30.014 Zuschauern in der Tat auf der Seite der  Gastgeber, die zuletzt zwei Niederlagen kassiert hatten. Das erste  Tor in der 23. Minute erzielte ein Profi, der eigentlich gar nicht  spielen sollte. Torschütze Niko Bungert kam nur zum Einsatz, weil  sich Kapitän Nikolce Noveski zehn Minuten vor Anpfiff wegen einer  Schulterblockade abgemeldet hatte. Es war das erste Tor des  Innenverteidigers seit zweieinhalb Jahren.

Den zweiten Mainzer Treffer (38.) steuerte Augsburgs Torwart  Marwin Hitz mit einem Eigentor bei - daran war der Keeper  allerdings vollkommen schuldlos. Schließlich traf Mitspieler  Matthias Ostrzolek bei seinem versuchten Befreiungsschlag den  Torhüter mit voller Wucht im Gesicht, von dort ging der Ball ins  Tor. Dass der überragende Johannes Geis in der Schlussphase mit  einem „Sonntagsschuss“ zum ersten Mal im Mainzer Trikot traf (83.),  passte ins Bild.

„Der Treffer war das i-Tüpfelchen auf der Leistung von “Geisi'.  Er spielt konstant auf hohem Niveau und ist ein extrem wichtiger  Spieler für uns geworden„, sagte Tuchel über U21-Nationalspieler  Geis, der vor Saisonbeginn von der SpVgg Greuther Fürth nach Mainz  gekommen war.

Auch für Bungert hatte der Coach, dessen Team nun 44 Punkte auf  dem Konto hat, ein Sonderlob parat. `Seine Leistung ist nicht hoch  genug zu bewerten. Seit Wochen hat er sehr enge Entscheidungen  gegen sich und sitzt auf der Bank. Dennoch bleibt er positiv“,  sagte Tuchel: „Niko kann man auch nachts wecken. Dann kommt er auch  und fängt an zu verteidigen.“

Verteidigen will Ersatzkapitän Bungert („Bei der Seitenwahl  musste ich kurz überlegen, was man macht“) nun seinen Platz in der  Startelf. „Klaglos gehe ich nicht zurück auf die Bank“, sagte der  Abwehrspieler: „Es macht deutlich mehr Spaß auf dem Platz.“ Spaß  hat Geis vor allem Spaß beim Blick auf die Tabelle. „Wenn man da  oben steht, will man da natürlich nicht weg“, sagte der defensive  Mittelfeldspieler.

Manager Christian Heidel hört solche Aussagen vor dem  Rhein-Main-Derby am Samstag bei Eintracht Frankfurt allerdings  nicht allzu gerne. „Wir setzen uns kein Tabellenplatz-Ziel“, sagte  Heidel: „Wir wollen nicht die Überschriften produzieren, dass Mainz  im Europapokal spielen will. So gewinnt man kein Spiel.“

Während die Mainzer von Luxusproblemen geplagt werden, haben die  Augsburger - die nach acht Auswärtspartien ohne Niederlage wieder  eine Pleite in der Fremde kassierten - vor dem Spiel am Samstag  gegen Meister Bayern München echte Schwierigkeiten. Der zuletzt  überragende Tobias Werner musste aufgrund einer Kopfverletzung ins  Krankenhaus. Nachdem der Mittelfeldspieler mit dem Mainzer Stefan  Bell zusammengeprallt war, war er laut seiner Mitspieler „nicht  voll da“.

Nicht mehr lange da ist Andre Hahn. Der Wechsel des  Senkrechtstarters zu Borussia Mönchengladbach ist so gut wie  perfekt. Davon gehen Manager Stefan Reuter („Ich war schon mal  optimistischer“) und Trainer Markus Weinzierl („Mein Bauchgefühl  sagt mir, dass er nicht bleibt“) aus.

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Quelle: fussball-vorort.de

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