Augsburg: Wann ist Handspiel Handspiel?

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Matchwinner Szabolcs Huszti tanzte draußen in der Arena mit den Fans noch immer ausgelassen den 96-Walzer, da knöpfte sich Trainer Mirko Slomka drinnen in den Katakomben bereits das Regelwerk der Bundesliga vor.

Angesichts der drei umstrittenen Handspiel- Entscheidungen geriet der 2:1-Erfolg von Hannover 96 gegen den FC Augsburg fast zur Nebensache. „Es ist grundsätzlich schlecht, dass wir schon so früh in der Saison so häufig darüber diskutieren. Das bedeutet, dass irgendetwas in der Regelauslegung nicht so richtig funktioniert“, sagte Slomka nach dem vierten Heimsieg der Niedersachsen, den Huszti mit einem verwandelten Handelfmeter erst kurz vor dem Ende sichergestellt hatte.

Slomkas Schiedsrichter- Schelte waren gleich drei fragwürdige Entscheidungen von Referee Christian Dingert vorausgegangen. Der Unparteiische hatte in den ansonsten ereignisarmen 90 Minuten zwei Handelfmeter - einen gegen Hannover und einen gegen Augsburg – gepfiffen. Zunächst sprang 96-Verteidiger Salif Sane der Ball an den Arm (Verhaegh verwandelt für den FCA/51.), dann berührte Augsburgs Matthias Ostrzolek das Leder mit der Hand (Huszti/89.). Bei einer weiteren Aktion, als FCA-Verteidiger Ragnar Klavan der Ball im Sechzehner weitaus offensichtlicher an die Hand gesprungen war (53.), ließ Dingert dagegen weiterspielen und sorgte damit für heftige Proteste.

Entscheidende Frage in allen drei Fällen: War die Körperhaltung des abwehrenden Spielers natürlich oder wurde die Körperfläche absichtlich vergrößert? Selbst bei den vermeintlich bevorteilten Augsburgern herrschte nach der Partie Klärungsbedarf. „Über diese Regel kann man praktisch jeden Spieltag diskutieren“, sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter. Und Verteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker befand: „Wir wünschen uns, dass da eine klarere Linie reinkommt.“ Die 96-Spieler ließen sich ihre gute Laune von der hitzigen Debatte nicht verderben.

„Das ist nicht unsere Aufgabe, darüber zu diskutieren. Wir sind froh über die drei Punkte“, sagte Kapitän Lars Stindl. Seit Mai 2011 haben die Roten lediglich 3 von 39 Heimspielen verloren – einzig der FC Bayern kann in dieser Statistik mithalten.

Quelle: fussball-vorort.de

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