Trotz Platz siebzehn meint Elton da Costa: „Es bringt nichts, nur noch eine Fresse zu ziehen…“

Augsburgs Krisenrezept: Kämpfen & Lachen

Will gegen Haching im Testspiel glänzen: Augsburgs Elton da Costa spielte früher bei den Vorstädtern
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Will gegen Haching im Testspiel glänzen: Augsburgs Elton da Costa spielte früher bei den Vorstädtern

Was zwei Tage trainingsfrei alles bewirken können… Bei den ersten Übungseinheiten nach dem ernüchternden 1:2 beim zuvor Tabellenletzten Rot-Weiß Oberhausen tragen die Spieler des FC Augsburg wieder ein Lachen im Gesicht.

„Das war gut zum Abschalten, um nicht pausenlos an dieses Negativerlebnis erinnert zu werden“, sagt Andreas Rettig. Der Manager hat sich bei strahlendem Sonnenschein zu den Kiebitzen auf die begrünten Ränge der Paul-Renz-Sportanlage gesellt. Was er auf dem Rasen sieht, gefällt ihm: „Sie sind mit Feuer und Eifer dabei.“ Gute Laune ist ihm trotz Platz 17 alle mal lieber als „Beerdigungsstimmung“. Rettig sagt: „Wir müssen mit Optimismus an die Sache herangehen. Trotz aller Schwierigkeiten brauchen wir nicht Trauer tragen.“

Die Spieler stimmen ihm zu: „Unsere momentane Situation ist nicht schön“, stellt Elton da Costa klar: „Aber ganz ehrlich: Es gibt viel schlimmere Dinge auf der Welt und viel wichtigere Dinge als Fußball. Nur weil wir verlieren, ist nicht alles scheiße. Uns geht es gesundheitlich gut. Nur von den Punkten her nicht. Wenn wir die ganze Zeit eine Fresse ziehen, bringt uns das nicht weiter. Miese Stimmung zieht nur die Anderen mit herunter.“

Imre Szabics ist ebenfalls guter Dinge. Den erfolglosen Sturmlauf in der zweiten Halbzeit gegen Oberhausen hat der Angreifer verdaut. Auch die Szene, in der er scheinbar stümperhaft direkt vor dem Tor vergibt, hat er sich noch einmal angeschaut. Erleichtert stellte er fest: Der RWO-Keeper hatte noch seine Finger entscheidend im Spiel: „Ich war beruhigt, dass ich nicht so doof bin und einfach daneben haue“, sagt Szabics mit vermitztem Grinsen: „Aber trotzdem muss ich früher zum Ball gehen und das Tor machen.“

Jetzt hat die Mannschaft nur ein Problem – die lange Wartezeit bis zum nächsten Spieltag. „Die meisten würden am liebsten schon wieder am Wochenende spielen“, sagt Rettig. Szabics spricht sogar von „Vorfreude“ auf das Alles-oder-Nichts-Spiel gegen den FC St. Pauli am Sonntag, 19. Oktober. „Am liebsten würden wir das schon an diesem Wochenende regeln, so dass die Diskussionen um den Verein und die Mannschaft aufhören“, sagt der Ungar.

Um die ungeliebte Länderspielpause zu überbrücken, bestreitet der FCA am Freitag ein Testspiel bei der SpVgg Unterhaching (15 Uhr, altes Stadion an der Grünauer Allee 6, Eintritt frei). Noch vor Jahren galt Augsburg als Hachinger Filiale. Binnen drei Saisons wechselten fünf Spieler vom damaligen Zweitligisten eine Spielklasse tiefer: Angelo Vaccaro, Christian Okpala, Mark Römer, Sasa Janic – und da Costa. Heute ist davon nur noch er beim FCA. Und der will zeigen, warum Augsburg die bessere Wahl war.

tk

Quelle: tz

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