Kreisliga-Coach sorgt für Aufregung

Nazi-Skandal: Wulferdingsen-Coach auf rechten Demos mitmarschiert?

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Nazi-Skandal beim SuS Wulferdingsen aus Bad Oeynhausen: Nach dem Auftritt eines Trainers sieht sich der Verein Vorwürfen ausgesetzt. (Symbolbild)

SuS Wolferdingsen-Trainer Marcel D. sorgte durch rechte Symbole für einen Skandal in Bad Oeynhausen. Marschierte er auch auf rechten Demos mit?

  • Der Trainer des SuS Wulferdingsen aus Bad Oeynhausen sorgte bei einem Fußballspiel für einen Skandal.
  • Auf seiner Mütze befanden sich Symbole, die der rechten Szene zuzuordnen sind.
  • Offenbar ist seine Verbindung zur rechten Szene enger als gedacht.

Update, 3. Dezember 2019: Die Verbindungen, die Marcel D., Trainer des SuS Wulferdingsen aus Bad Oeynhausen, zur rechten Szene pflegt, sind vermutlich noch enger, als bislang angenommen. Wie der WDR berichtet, sei D. in den Jahren 2012 und 2013 bei mehreren Neonazi-Demos mitmarschiert. Dabei beruft sich der WDR auf Aussagen des Netzwerks "Recherche Nord". Marcel D. wurde vom SuS Wulferdingsen mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Nazi-Skandal: Wulferdingsen-Coach sorgt für Wirbel auf dem Platz

Meldung vom 23. November 2019: Wulferdingsen / Bad Oeynhausen / Kreis Minden-Lübbecke – Der nächste Nazi-Skandal erschüttert den Kreis Minden-Lübbecke. Nachdem vor Kurzem ein Fußballverein aus Porta Westfalica wegen Nazi Parolen bei einer Aufstiegsfeier in die Kritik der Öffentlichkeit geraten war, sorgte nun ein Trainer des SuS Wulferdingsen aus Bad Oeynhausen für Aufregung. Wie owl24.de* berichtet, tauchte Trainer Marcel D. bei einem Kreisligaspiel am Wochenende mit einer Mütze auf, die zweifelhafte Symbole zeigte.

Bad Oeynhausen: Symbole der rechten Szene bei Kreisligaspiel des SuS Wulferdingsen

Auf der Mütze des Wulferdingsen-Trainers waren sowohl ein Totenkopf mit Stahlhelm, als auch ein eisernes Kreuz abgebildet. Diese Symbole sind zwar nicht offiziell verboten, werden allerdings bevorzugt von Mitgliedern der rechten Szene zur Schau gestellt. Hinzu kommt, dass D. als Träger der Mütze in den sozialen Netzwerken mit Mitgliedern der NPD* und bekannten Neo-Nazis sympathisierte, wie der WDR berichtet. Mittlerweile wurde sein Profil jedoch gelöscht.

SuS Wulferdingsen aus Bad Oeynhausen trennt sich von Trainer

In einer Stellungnahme des Vereins betont der Vorstand des SuS Wulferdingsen, dass man sich "ausdrücklich von jeglichem, wie auch immer geartetem Extremismus" distanziere. Man beteuert, dass man über den Umstand, dass ein Mitglied im Verdacht steht, mit rechtsradikalem Gedankengut in Verbindung zu stehen, tief betroffen sei. 

Der Verein aus Bad Oeynhausen beraumte umgehend eine Sitzung an, in der beschlossen wurde, Marcel D. umgehend von allen Aufgaben als Trainer und als Spieler freizustellen. In Zusammenarbeit mit dem Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen werden nun die nächsten Schritte besprochen. Zu weiteren Auskünften sei der SuS Wulferdingsen nicht bereit, bis die Angelegenheiten abschließend geklärt seien. 

Wie owl24.de* berichtet, hat sich auch der TuS Holhausen aus Porta Westfalica nach dem Skandal um die Nazi-Parolen von den Spielern und dem Trainer der 1. Mannschaft getrennt. Auch bei einem Länderspiel zwischen Deutschland und Nordirland sorgten Fanartikel für Wirbel: Wie fr.de* berichtet, verkaufte ein fliegender Händler die Artikel mit rechter Symbolik vor dem Frankfurter Waldstadion.

*Owl24.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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