Ballack: "Mir ging es um die Mannschaft"

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Michael Ballack hat sich nun doch beim Bundestrainer entschuldigt.

Der Zoff zwischen Michael Ballack und Bundestrainer Jogi Löw – nimmt der Streit denn gar kein Ende? Zwar kündigte Ballack nun an, sich doch bei Löw entschuldigen zu wollen, der Bundestrainer reagierte aber auffallend kühl und zurückhaltend auf diese Nachricht.

Ballack reicht Löw die Hand – einschlagen will der aber nicht so einfach!

Ballacks plötzliche Einsicht – sie resultiert wohl aus der harschen Kritik, die Ballack für seine Äußerungen erntete. Nur wenige Nationalspieler sprangen ihrem Kapitän zur Seite, die Forderung nach einer Entschuldigung wurde in der Öffentlichkeit immer lauter. Jetzt gab Ballack nach. „Ich werde mich in kürzester Zeit mit Jogi Löw zusammensetzen, sobald es mein Gesundheitszustand zulässt, und werde mich für mein Verhalten bei ihm entschuldigen“, kündigte der 89-malige Nationalspieler in einer Erklärung an (kompletter Wortlaut siehe unten). Löws kühle Reaktion: „Ich habe das registriert.“

Mögliche Konsequenzen für Ballack macht Löw auch weiterhin vom Verlauf und Ausgang des Vier-Augen-Gesprächs abhängig. „Danach wird es von mir eine abschließende Stellungnahme geben“, sagte Löw. Doch klar ist: Ballack ist seine Nationalmannschaftskarriere zu wichtig, als dass er sie einfach so wegwerfen würde. Es wird also erwartet, dass sich Ballack nicht nur dafür entschuldigt, dass er den Weg über die Medien gewählt hat, sondern auch für seine Aussagen an sich. Auch wenn ihm Bayern-Manager Uli Hoeneß nun zur Seite sprang: „Ich weiß nicht, was die Leute wollen, der Michael Ballack ist für die Nationalmannschaft unabdingbar. Ohne den kann man nicht zur WM fahren und deswegen sollten sich die Parteien endlich mal zusammensetzen, man hätte das längst schon aus der Welt schaffen sollen, denn das so lange am Köcheln zu halten, ist ein Problem.“ Ottmar Hitzfeld kritisierte Löw: „Ich hätte mich gleich ins Flugzeug gesetzt und wäre zum Spieler geflogen, um das unter vier Augen zu besprechen und aus der Welt zu räumen.“ Das hätte Löw aber als Schwäche empfunden.

Doch was wollte Ballack mit seinem Interview in der FAZ vom 21. Oktober erreichen? Als Motive für sein Vorgehen nennt der Chelsea-Star, dass er Mitspieler wie seinen langjährigen Weggefährten Torsten Frings „schützen und unterstützen“ wolle. Ballack: „Mir geht es nur um den Erfolg der Mannschaft!“ Jetzt wird Ballack extra aus London zu Löw nach Freiburg fliegen. „Der Bundestrainer wird Ballack nicht hinterherreisen“, sagte DFB-Sprecher Harald Stenger. Das Treffen wird also in Deutschland stattfinden, sobald Ballack, der gerade an beiden Füßen operiert wurde, reisefähig ist. In jedem Fall noch vor dem Länderspiel am 19. November.

Ein Rauswurf Ballacks ist nun aber längst noch nicht vom Tisch. „Wenn Löw aus dem Gespräch heraus das Gefühl gewinnt, das Vertrauensverhältnis ist doch stark gestört, dann muss er die Entscheidung treffen, die er für richtig hält“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Torsten Frings hat sich unterdessen gegen einen Rücktritt entschieden. „Ich werde weiterhin kämpfen und meine Chance suchen. Eine Stammplatzgarantie habe ich nie gefordert und werde ich auch nie fordern. Ich möchte Jogi Löw und sein Team auch zukünftig immer mit Leistung überzeugen“, sagte der Bremer. Doch ob Jogi darauf zurückkommen wird?

Deutschlands erotischste Nationalspieler

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Nackte Bauchblicke: Gut, dass viele Fußballer wie Kevin Kuranyi (Platz 5) nach schweißtreibenden Spielen ihr Trikot als Handtuch verwenden. © dpa
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Der Schalker Kevin Kuranyi freut sich über seinen zweiten Treffer zum 3:0 gegen Hannover 96. © dpa
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Der Kevin lässig und etwas overdressed am Pool. © dpa
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Gut gebaut und gut gelaunt und auf Platz 6: Der Stuttgarter Spieler Mario Gomez freut sich nach dem Spiel über den 2:0 Erfolg gegen Hannover 96 am dritten Bundesligaspieltag. © dpa
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Mario Gomez freut sich über einen Treffer für seinen Verein VfB Stuttgart in der Bundesliga. © dpa
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Sein Gesicht, seine Ausstrahlung gefallen: Vor allem jüngere Frauen finden Mario Gomez gut. © dpa

Die Erklärung im Wortlaut:

„Ich habe heute noch einmal mit Jogi Löw telefoniert und ihm gesagt, dass es nicht meine Absicht war, seine Arbeit als Bundestrainer zu kritisieren, sondern in erster Linie, Mitspieler zu schützen und zu unterstützen in der jetzigen schwierigen Situation, in der sie steckten. Ich schätze Jogi Löw persönlich als Mensch und Trainer sehr.

Mein Interview war situationsbezogen und nicht personenbezogen. Ich wollte niemanden persönlich angreifen, aber offen und kritisch Dinge ansprechen, die mir als Kapitän am Herzen lagen. Ich möchte mich zum Inhalt des Interviews nicht mehr äußern…

Ich habe bewusst den jetzigen Zeitpunkt gewählt, weil die Mannschaft gut spielt und gewinnt und der Trainer eine starke und meiner Meinung nach unantastbare Position hat. Es wäre schwach von mir gewesen, dieses Interview zu geben, wenn wir zwei Spiele hintereinander verloren hätten.

Ich habe zwar vorher geahnt, dass ich für meinen Gang an die Öffentlichkeit Kritik bekommen werde, dass es allerdings dieses Ausmaß annehmen würde, hätte ich nicht erwartet. Und somit muss ich leider feststellen, dass es ein Fehler war, diesen Weg zu wählen.

Ich werde mich in kürzester Zeit mit Joachim Löw zusammensetzen, sobald es mein Gesundheitszustand zulässt, und werde mich für mein Verhalten bei ihm entschuldigen. Denn eins ist klar, mir geht es nur und ausschließlich um den Erfolg der Mannschaft.“

Quelle: tz

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