"Bis 2020 in der 3. Liga"

Basler: In Leipzig ist's wie mit Bayern und 1860

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Mario Basler.

Leipzig - Mario Basler mischt wieder mit. Bei Lok Leipzig will der schillernde Ex-Profi Teammanager werden und den Traditionsklub im Schatten des aufstrebenden RB Leipzig im Gespräch halten.

Super-Mario greift wieder an: Nach gut zwei Jahren Abstinenz von der Fußball-Bühne steht der frühere Bayern-Profi Mario Basler vor dem Einstieg beim Fünftligisten Lok Leipzig. Der 46-Jährige will beim Traditionsklub Aufbauhilfe Ost leisten und dazu beitragen, dass der Europapokal-Finalist von 1987 nicht im Schatten von RB Leipzig aus dem Blickfeld verschwindet.

„Das Ziel lautet, bis 2020 in der 3. Liga zu spielen“, sagte Basler dem SID auf dem Weg nach Leipzig. Am Wochenende inspizierte der 30-malige Nationalspieler an der Seite von Lok-Präsident Heiko Spauke das alt-ehrwürdige Bruno-Plache-Stadion. Ab Montag will der langjährige Bundesliga-Profi (Werder Bremen, Bayern München, 1. FC Kaiserslautern) die Gespräche forcieren und sich auch mit Trainer Heiko Scholz zusammensetzen. „Ich will hören, was der Trainer braucht. Dann wird auch bald der ein oder andere Spieler im Probetraining auftauchen“, sagte der Ex-Nationalspieler.

Bei Lok, zu DDR-Zeiten immerhin viermalige Pokalsieger und mit 77 Europapokalspielen einer der erfolgreichsten Klubs, soll Basler als Teammanager fungieren, den Klub aber nichts kosten. „Ich werde fremdfinanziert“, betonte der WM-Teilnehmer von 1994. Er will für den aktuellen Regionalliga-Absteiger und Tabellen-Sechsten der Oberliga neue Sponsoren und Spieler finden. Zustande kam der Kontakt zu Spauke über einen gemeinsamen Geschäftsfreund.

„Die Vertragsverhandlungen mit Mario Basler sind im vollen Gange“, bestätigte der Klub am Wochenende die Gespräche. Basler brennt wieder und freut sich auch auf die Konkurrenz-Situation in der Stadt. „Die Konstellation in Leipzig mit Lok und RB ist doch ähnlich wie in München mit den Bayern und 1860. Das kenne ich gut“, sagte der frühere Mittelfeldspieler, der von 1996 bis 1999 das Trikot der Bayern trug und 1999 beim legendären 1:2 im Finale der Champions League gegen Manchester United die 1:0-Führung erzielt hatte.

Dem Leipziger RB-Projekt kann Basler - anders als viele Lok-Fans - auch Positives abgewinnen. „Ich hasse RB nicht. Wenn heute ein Dietrich Mateschitz käme und mir 100 Millionen Euro geben würde, um den Klub in die 3. Liga zu führen, würde ich das Geld nehmen - wie 90 Prozent aller Menschen auch. Ich habe da keine Berührungsängste“, sagte der Ex-Profi. „Ich wünsche mir, dass RB aufsteigt. Davon profitiert die Stadt und davon kann auch Lok profitieren, wenn RB Spieler abgibt, die für Lok spielen können.“

Noch wohnt Basler in Osnabrück, doch das soll sich ändern. „Ich werde meinen Lebensmittelpunkt nach Leipzig verlegen. Und ich hoffe, dass mich meine Freundin, die in Osnabrück wohnt, oft besuchen wird“, sagte Basler.

Sein letztes Engagement als Trainer hatte Basler 2011 beim damaligen Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen angetreten. Nach dem Abstieg und wenigen Spielen in Liga vier zog Basler von sich aus die Reißleine und verschwand von der Fußball-Bühne. Das kann sich bald wieder ändern.

sid

Wer und was ist Red Bull? Und ist wirklich Stierhoden-Extrakt drin?

Red Bull ist in vieler Munde, nicht nur wegen Sebastian Vettel. Wir beantworten die 13 wichtigsten Fragen. © Getty
Wer ist Red Bull? Ein Unternehmen mit 6900 Mitarbeitern weltweit. Die Red-Bull-Zentrale liegt in Fuschl am See bei Salzburg.  © dpa
Wem gehört Red Bull? Zu 49 Prozent dem Österreicher Dietrich Mateschitz (66). Er steht laut Forbes-Magazin auf Platz 260 der Liste der der reichsten Männer der Welt. Die anderen Anteile gehören thailändischen Partnern. © dpa
Wer ist Dietrich Mateschitz? Ein Unternehmer, der in schwierigen Verhältnissen ohne Vater in der Steiermark auf wuchs. Er absolvierte in Wien die Hochschule für Welthandel. Danach arbeitete er für Jacobs Kaffee und den Zahnpastahersteller Blendax. © dpa
Womit wurde er reich? Mit dem Drink Red Bull. © dpa
Wie erfand Dietrich Mateschitz den Energiedrink? 1982 lernte Dietrich Mateschitz auf einer Dienstreise die in Asien populären „Tonic Drinks“ kennen. In der Bar des Mandarin Hotels von Hongkong hatte er die Idee, Energy Drinks auch in Europa auf den Markt zu bringen, was er zusammen mit thailändischen Partnern auch tat. © dpa
Was ist Red Bull? Ein Energie-Drink. Er enthält das Kohlenhydrat Glucuronolacton. Dieser Stoff unterstützt den Körper beim Abbau von Abfallstoffen. Weiterer Bestandteil ist Taurin, eine Aminosäure. Weiters enthält Red Bull unter anderem Koffein sowie B-Komplex-Vitamine und Sucralose. © dpa
Es gibt Gerüchte, dass Taurin aus Stierhoden gewonnen wird? Nein. Das Taurin in Red Bull wird rein synthetisch hergestellt. © dpa
Wie wirkt Red Bull Energy Drink? Red Bull gilt als Muntermacher, soll unter anderem die Leistungsfähigkeit, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erhöhen. © dpa
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Wie werden die Zutaten für Red Bull Energy Drink hergestellt? Woher kommen sie? Sämtliche für Red Bull Energy Drink verwendeten Zutaten werden synthetisch hergestellt, die meisten von Pharmaunternehmen. © dpa
Seit wann gibt es Red Bull? 1984 gründete Mateschitz die Firma Red Bull. Nach der Verfeinerung der Rezeptur und der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde es 1987 im österreichischen Markt eingeführt. Während sich der Absatz in Österreich von Jahr zu Jahr verdoppelte, landete Red Bull in den ersten Auslandsmärkten: 1989 in Singapur und 1992 in Ungarn. 1994 kam die Zulassung für Deutschland, 1995 folgte die Einführung in Großbritannien und 1997 startete das USA-Geschäft in Kalifornien. © dpa
Was ist das Erfolgsgeheimnis? Mit einem konsequenten Dosendesign, ausgefallenen Werbestrategien und der Kampagne „Red Bull verleiht Flügel“ erreichte der Drink vor allem bei jungen Menschen rasch Kultstatus. © dpa
Wie viele Dosen Red Bull werden jedes Jahr verkauft? Heute werden in 160 Ländern pro Jahr ca. 4 Milliarden Dosen Red Bull verkauft. © dpa
Was gehört zum Imperium von Dietrich Mateschitz? Er besitzt rund zwei Dutztend Unternehmen: Restaurants, Baufirmen, eine Formel-1-Rennstrecke, einen Flugplatz sowie Hotels. Privat gehört ihm auch ein Militärjet sowie die ehemalige DC 6 von Marschall Tito. Ein Teil der Markenstrategie des Österreichers ist außerdem das Sponsoring von Trend-, Event-, aber auch Rennsportarten. Mateschitz besitzt zwei Auto-Rennställe, darunter das Formel-1-Team mit Sebastian Vettel. © dpa

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