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Bayern gegen Heynckes - "Kellerduell" in Wolfsburg

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Jupp Heynckes muss bei seinem künftigen Arbeitgeber gewinne, um mit seinem jetztigen noch eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. © getty

Düsseldorf - Die Saison geht auf die Zielgerade zu: Entscheidungen um den Abstieg, Europacup und Meisterschaft gehen in die letzte Phase. Die Bayern treffen dabei auf ihren künftigen Trainer.

Der Showdown steht bevor: Die Bundesliga ist in aller Munde - und vor den letzten fünf Durchgängen der 48. Saison herrscht Hochspannung. Der einstige Meistermacher Felix Magath und sein VfL Wolfsburg stehen im “Kellerduell“ gegen den FC St. Pauli unter hohem Druck. Bei Jupp Heynckes schlagen gleich zwei Herzen in der Brust: Gewinnt er mit der Werkself bei Bayern München, wahrt der Bayer-Coach mit Leverkusen die Titelchance, mindert in diesem Fall aber die Aussichten seines künftigen Arbeitgebers auf die Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison.

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge wandte sich mit einem geradezu flehenden Brief an die eigenen Fans: Alle müssten zusammenstehen, alle müssten sich als Einheit zeigen. “Mia san mia. Und mia san ein FC Bayern“, ließ er wissen.

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Im Wechsel von Louis van Gaal zu Bayern-Interimslösung Andries Jonker, der gegen Bayer auf die gesperrten Profis Arjen Robben und Holger Badstuber verzichten muss und Jörg Butt wieder zur Nummer 1 befördern dürfte, sieht der ehemalige Münchner Hummels einen psychologischen Vorteil für den entzauberten Rekord-Titelträger: “Ich rechne damit, dass die Bayern das Spiel für sich entscheiden. So etwas löst innerhalb einer Mannschaft immer etwas aus.“

“Auf Schalke“ hat es mit dem neuen Trainer Ralf Rangnick sofort funktioniert, die Qualifikation für das Halbfinale in der Königsklasse und vier Siege nacheinander sprechen Bände. In Wolfsburg und Frankfurt ist jeglicher Effekt bislang hingegen verpufft: Magath ist mit dem VfL ebenso sieglos wie Christoph Daum vor dem Gang mit der Eintracht zu 1899 Hoffenheim.

Auch beim VfB Stuttgart, der beim heimstarken 1. FC Köln antreten muss, hat Bruno Labbadias Wirken tabellarisch noch keine nachhaltige Wirkung gezeigt. Die Schwaben stehen nach dem 2:4 gegen Kaiserslautern mit dem Rücken zur Wand. Die Pleite sei “aufgearbeitet“, das Team habe im Training “eine gute Reaktion“ gezeigt. Labbadias Vorhaben: Sieg in Müngersdorf und damit Gastgeber FC “wieder mitten reinziehen in den Abstiegskampf“.

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Neu-“Wolf“ Magath reagierte auf den drohenden Absturz mit einer Sondermaßnahme: Er verordnete seinen Profis “innere Einkehr“ in einem Kloster. “Ich möchte, dass wir uns alle hundert Prozent auf die Partie konzentrieren“, sagte er angesichts der schwierigen Lage, die bei St. Pauli noch dramatischer ist: Die Mannschaft des amtsmüden Holger Stanislawski hat siebenmal nacheinander verloren.

St. Pauli-Lokalrivale Hamburger SV muss das Nord-Derby gegen den Überraschungsdritten Hannover 96 unbedingt gewinnen, um im Rennen um einen internationalen Startplatz zu bleiben. Widersacher 1. FC Nürnberg hat einen Punkt Vorsprung, holte aber vor dem Auftritt in Kaiserslautern aus drei Begegnungen lediglich einen Zähler. “Club“-Coach Dieter Hecking sagt: “Wir wollen maximalen Erfolg und das i-Tüpfelchen auf eine gute Saison setzen.“ Nach zweieinhalb Monaten Verletzungspause gibt der schwedische Innenverteidiger Per Nilsson sein Comeback in der fränkischen Startelf.

dpa

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