Bayern deklassiert Frankfurt im Stile eines Champions

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Miroslav Klose (Mitte) im Kreise der Gratulanten

Frankfurt/Main - Im Stile eines Champions hat der FC Bayern die Pokal-Hürde Eintracht Frankfurt gemeistert und sich mit einem 4:0 (3:0)-Schützenfest die Chance auf das Titel-Triple erhalten.

Der Rekordmeister stürmte am Mittwochabend mühelos ins DFB-Pokal-Viertelfinale und unterstrich mit dem bärenstarken Auftritt seine Ambitionen auf den 15. Cup-Gewinn. Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena schossen Miroslav Klose (14./19. Minute), Thomas Müller (29.) und Luca Toni (52.) den auch in der Höhe verdienten Bayern-Sieg heraus.

 Vier Tage nach dem glücklichen 2:1-Erfolg in der Bundesliga agierten die Bayern von Beginn an mit breiter Brust und führten die Hausherren phasenweise vor. Aggressiv in den Zweikämpfen und kombinationssicher im Passspiel präsentierte sich der Rekord- Pokalsieger, bei dem Nationalstürmer Mario Gomez nur zu einem 20- minütigen Kurz-Einsatz kam und Arjen Robben ganz auf der Bank blieb.

Die Frankfurter, die gedanklich überhaupt nicht auf der Höhe waren und gegen die munter drauflos stürmenden Gäste immer einen Schritt zu spät kamen, wurden schon zur Pause mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet. Die Abwehr wirkte bei den schnellen Bayern-Vorstößen überfordert, das Mittelfeld lief der Musik nur hinterher und der Sturm war nicht existent.

Schon nach neun Minuten verpasste Daniel van Buyten, der am Samstag mit seinem Treffer kurz vor Schluss zum Matchwinner avanciert war, per Kopf nur knapp das Tor. Müller zielte wenig später aus 18 Metern ebenfalls vorbei, ehe Klose per Doppelschlag frühzeitig die Weichen auf Sieg stellte. Zunächst traf der Nationalstürmer nach tollem Zuspiel von Mark van Bommel mit einem feinen Heber über Eintracht-Torwart Oka Nikolov hinweg zum 1:0, dann war der 31-Jährige mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze erfolgreich.

Zum desaströsen Auftritt der Hessen im ersten Abschnitt passte die Entstehung des dritten Tores. Ein Rückpass von Manndecker Maik Franz landete vor den Füßen von Klose, dessen Querpass der mitgelaufene Müller nur noch ins leere Tor schieben musste. Danach ließen es die Gäste gegen hilflose Frankfurter ruhiger angehen, behielten aber stets die Kontrolle.

Nach der Pause brachte van Gaal für van Buyten den Argentinier Martin Demichelis, der am Samstag nach knapp dreimonatiger Verletzungspause sein Kurz-Comeback gefeiert hatte. Eintracht-Coach brachte in Selim Teber und Nikos Liberopoulos gleich zwei frische Kräfte und stellte zudem personell auf einigen Positionen um. Nachhaltige Wirkung erzielte er damit allerdings nicht, denn nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Toni mit seinem ersten Pflichtspiel-Treffer in dieser Saison auf 4:0.

Erst im Gefühl des sicheren Erfolgs gestatteten die Bayern der Eintracht erste Chancen, die Alexander Meier (58.) und Liberopoulos (72.) jedoch vergaben. Auf der Gegenseite bewahrte Nikolov die Gastgeber bei Müllers Schuss (70.) vor einer noch höheren Schlappe.

dpa 

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