Die Vorgänger von Lucien Favre

Borussia Dortmund: Die Trainer-Historie des Vereins

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (M) bedankt sich nach dem Spiel mit Ciro Immobile (l) und Pierre-Emerick Aubameyang bei den Fans
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Jürgen Klopp war 2008 bis 2015 Trainer bei Borussia Dortmund.

Unter den Trainern von Borussia Dortmund sind einige bekannte Namen zu finden. Aber nur wenige von ihnen führten den Club zu Titeln.

  • Jürgen Klopp ist der prominenteste Trainer, den Borussia Dortmund in der jüngsten Vergangenheit hatte.
  • Der erfolgreichste Coach des Clubs war aber Ottmar Hitzfeld.
  • Auch Helmut Schneider gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften.

Borussia Dortmund blickt auf eine mehr als 100-jährige Vereinshistorie zurück. Dementsprechend waren im Laufe der Zeit zahlreiche Trainer für die Geschicke der Mannschaft verantwortlich. Die prägendste Person der jüngeren Vergangenheit war ohne Zweifel Jürgen Klopp, der den BVB zwischen 2008 und 2015 trainierte. In seiner Amtszeit gewann Klopp zwei Mal die Meisterschaft (2011 und 2012) und holte zudem 2012 einen Pokalsieg. Im Sommer 2013 stand er darüber hinaus mit den Dortmundern im Finale der Champions League, verlor dieses jedoch im Londoner Wembley Stadion gegen den FC Bayern München. Bei Borussia Dortmund folgten auf den Meistertrainer mehrere Coaches, nämlich:

  • Thomas Tuchel (2015 bis 2017)
  • Peter Bosz (2017)
  • Peter Stöger (2017/2018)
  • Lucien Favre (seit 2018)

Borussia Dortmund: Die ersten Trainer der Clubgeschichte

Im Juli 1935 verpflichtete Borussia Dortmund mit Fritz Thelen (62, † 1965) den ersten Trainer in der Historie des Vereins. Weil dieser aber erst ab September 1935 verfügbar war, musste Ernst Kuzorra (84, † 1990) bis dahin die Rolle als Spielertrainer übernehmen. Der erste Meistertrainer des BVB und damit ein bedeutender Vorgänger von Jürgen Klopp war Helmut Schneider (70, † 1984) . Er übernahm das Amt während der Saison 1954/1955 und sorgte im Sommer 1956 dafür, dass die Dortmunder die erste Deutsche Meisterschaft ihrer Geschichte gewannen.

Einer seiner prominenten Nachfolger war Max Merkel (87, † 2006), der den BVB von Juli 1957 bis Juli 1961 trainierte. Als im Sommer 1963 die Bundesliga in ihre erste Saison ging, stand bei den Borussen aber Hermann Eppenhoff (72, † 1992) an der Seitenlinie. Kurz zuvor hatte er mit der Mannschaft die Meisterschaft geholt. Auch der Pokalsieg von 1965 – der erste der Vereinsgeschichte – ging auf das Konto von Eppenhoff. Sein direkter Nachfolger Willi Multhaup (79, † 1982) gewann 1966 mit Dortmund den Europapokal der Pokalsieger und machte den BVB damit zum ersten deutschen Europacup-Sieger überhaupt.

Borussia Dortmund: Verschwunden in der Mittelmäßigkeit

Lange blieb der Europapokal-Sieg von 1966 der letzte Titel von Borussia Dortmund. Denn obwohl der Verein einige namhafte Trainer verpflichtete, blieb er in der Folgezeit relativ erfolglos. Mehr noch: Der BVB stieg am Ende der Saison 1971/1972 aus der Bundesliga ab. Der verantwortliche Trainer in dieser Zeit war Herbert Burdenski (79, † 2001). In der zweiten Liga verpflichtete der Verein insgesamt sieben Coaches, letztlich gelang es Horst Buhtz (91, † 2015) im Sommer 1976, den Verein wieder in die Bundesliga zu führen. Anschließend waren unter anderem die folgenden Trainer beim BVB beschäftigt:

  • Otto Rehhagel (1976 bis 1978)
  • Udo Lattek (80, † 2015; 1979 bis 1981)
  • Branko Zebec (59, † 1988; 1981/1982)
  • Karl-Heinz Feldkamp (1982/1983)
  • Erich Ribbeck (1984/1985)
  • Pál Csernai (80, † 2013; 1985/1986)

Keinem von ihnen gelang jedoch ein nennenswerter Erfolg. Erst Horst Köppel, der von Sommer 1988 bis Sommer 1991 BVB-Trainer war, holte nach Jahren des Wartens wieder einen Titel nach Dortmund, und zwar den DFP-Pokal 1989. Köppels Nachfolger Ottmar Hitzfeld sollte endgültig den Erfolg nach Dortmund zurückbringen und zum titelreichsten Coach der Vereinsgeschichte werden – noch vor Jürgen Klopp.

Borussia Dortmund: Die Erfolgstrainer ab 1995

Zwischen 1995 und 2002 gewann Borussia Dortmund drei Mal die Deutsche Meisterschaft. Zwei Titel, nämlich die aus den Jahren 1995 und 1996, verantwortete Ottmar Hitzfeld. Außerdem gewann der Trainer im Sommer 1997 die Champions League mit dem BVB. Es dauerte bis 2002, bis die Borussia erneut die Meisterschaft gewann, ihr Coach war damals Matthias Sammer. Auf den Ex-Spieler folgten:

  • Bert van Marwijk (2004 bis 2006)
  • Jürgen Röber (2006/2007)
  • Thomas Doll (2007/2008)

Es gelang jedoch keinem von ihnen, an die Erfolge der vorangegangenen zehn Jahre anzuknüpfen. Allerdings befand sich der BVB auch in einer finanziellen Schieflage und verfügte daher über einen verhältnismäßig schwachen Kader. Im Sommer 2008 wurde schließlich Jürgen Klopp Trainer, dessen Wechsel nach Liverpool den Verein 2015 schwer traf. Klopp verjüngte das Team und setzte auf talentierte Spieler wie Mats Hummels, Mario Götze und Robert Lewandowski. Der Lohn waren zwei Meisterschaften und ein Pokalsieg.

Von Alexander Kords

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