"Kaiser" widerspricht FIFA-Boss

Beckenbauer contra Blatter: Kein Druck auf Katar

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Franz Beckenbauer widerspricht Joseph Blatter.

Berlin - Nach des Vorwurfes von Joseph Blatter, dass die Deutschen auf Katar Druck ausgeübt hätten, kontert Franz Beckenbauer. Es soll keinen politischen Druck gegeben haben.

Franz Beckenbauer hat nach eigenen Worten keinen politischen Druck aus Deutschland bei der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar gespürt. Das ehemalige Exekutivmitglied des Weltverbandes FIFA widersprach am Sonntag in der TV-Sendung „Sky90“ damit Verbandschef Joseph Blatter. Der Schweizer hatte am Freitag erklärt, Deutschland und Frankreich hätten aus wirtschaftlichen Interessen Druck auf FIFA-Entscheidungsträger ausgeübt.

„Ich weiß, nicht wie er darauf kommt“, erklärte Beckenbauer. „Ich habe weder Druck gespürt noch Druck auf meine Kollegen gespürt“, betonte der Ehrenpräsident von Bayern München. Er war als damaliges Exekutivmitglied an der Abstimmung über die WM-Gastgeber 2018 und 2022 beteiligt.

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge erklärte in der selben Sendung, es sei bekannt, dass Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Nicolas Sarkozy ein großer Freund von Katar sei. „Aus Deutschland ist mir dergleichen nichts bekannt“, betonte Rummenigge.

Blatter hatte nach dem Bekanntwerden von Missständen auf den WM-Baustellen im Golf-Emirat Äußerungen von höchster politischer Stelle aus Deutschland und Frankreich verlangt. Er verwies darauf, dass große Baufirmen aus Europa an den Stadienbauten beteiligt sind.

"Der größte Fußballwitz aller Zeiten": Das schreibt die Presse zur WM-Vergabe

RUSSLAND: “Wremja Nowostej“: “In Guatemala holte Putin damals die Olympischen Spiele nach Russland, jetzt wählte er eine andere Strategie: Er fuhr vor der Abstimmung nicht nach Zürich - und schlug trotzdem wieder einmal alle.“ © Getty
“Kommersant“: “Für Russland kann die Fußball-WM eins der teuersten und schwierigsten Projekte seiner Geschichte werden. Das bisherige Budget ist nur ein Tropfen im Meer der Kosten, die dem Land bevorstehen. Denn eine WM ist - anders als zum Beispiel die Olympischen Spiele in Sotschi - nicht auf nur eine Stadt beschränkt.“ © Getty
“Iswestija“: “Ohne Übertreibung wird die WM in Russland ein historisches Ereignis. Wir haben erneut bewiesen, dass das Unmögliche möglich ist. Ein Märchen wurde wahr - aber es ist erst der Anfang.“ © Getty
“Sport Express“: “Eine Fußball-Weltmeisterschaft in Russland? Hören Sie auf, das kann nicht sein, mag man sagen. Und doch stimmt es! Das ist ein Sieg für das ganze Land.“ © Getty
BELGIEN: “De Staandaard“: “Weder Belgien noch die Niederlande, sondern Russland (2018) und Katar (2022). Die Fifa legt Gewicht auf das Geld. Großer Verlierer ist England.“ © Getty
“La Dernière Heure-Les Sports“: “Russland bekam den Zuschlag für die Weltmeisterschaft 2018 trotz veralteter Infrastruktur und der Größe des Landes, die zu Transportproblemen führen könnte. Entscheidend war die Unterstützung der politischen Amtsträger, vor allem Wladimir Putins.“ © Getty
ITALIEN: La Gazzetta dello Sport: “Hoch lebe Blatter. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass nur die Politik zählt, da ist er. Es geht ums Geschäft - mehr oder weniger schmutzig. Es geht um Blatter, der immer gewinnt, während der jüngste von vielen Skandalen einfach an ihm abperlt. England vernichtet, die USA geohrfeigt, Spanien und Portugal enttäuscht - addio alte Fußball-Geografie.“ © Getty
Tuttosport: “Die Weltmeisterschaften nach Russland und Katar - was für ein Ärger.“ © Getty
Corriere della Sera: “Die WM der Reichen.“ © Getty
La Repubblica: “WM 2022 in Doha. Fußball in einer Seifenblase. Addio Fan-Freude.“ © Getty
SCHWEDEN: “Expressen“: “Eine trostlose Entscheidung. Was haben Russland und Katar gemeinsam? Öleinnahmen und Korruption. Das scheint der Fifa zu gefallen.“ © Getty
NORWEGEN: “Dagbladet“: “Gegen Russland kann keiner was haben. Aber Katar ist der größte Fußballwitz aller Zeiten.“ © Getty
SCHWEIZ: “Blick“: “Katar? Das ist ein Kulturschock sondergleichen! Die Fifa hat gespürt, dass es Zeit ist, den Nahen Osten auf die Fußball- Landkarte zu nehmen. Hat sie das? Oder waren andere Argumente überzeugender? Dass die Fifa sich einen Dreck um die Fans schert, braucht sie uns nicht mehr zu beweisen. Was zählte, war die Steuerfreiheit. Das Geld im Überfluss. Und Blatters Eitelkeit, auch den Ostblock und den Nahen Osten mit einer WM zu beglücken.“ © Getty
“Neue Zürcher Zeitung“: “Die Fifa verfolgt damit in erster Linie die Politik, neue Fußballmärkte zu erschließen. Die Wahl Katars ist überraschend, ihr haftet etwas Irrationales an. Offensichtlich wurden K atars Willen und Einfluss unterschätzt. Denn der Golfstaat ist zwar kein Fußballland, verfolgt aber schon seit Jahren das Projekt, eine WM auszutragen. Das Bewerbungsdossier mit futuristischen und klimatisierten Stadien für drei Milliarden Dollar wirft Fragen auf.“ © Getty
“Basler Zeitung“: “Nichts ist unmöglich. Vor allem nicht, wenn es um Macht und Geld geht - um das geht es beim Weltfußballverband eigentlich immer. Russland die WM 2018, Katar jene 2022: Gezielt haben die Mitglieder des Exekutivkomitees jenen Ländern den Vorzug gegeben, die von allen Bewerbern am meisten in Stadien und Infrastruktur investieren müssen und gleichzeitig am intensivsten mit Geldscheinen gewedelt haben. ..." © Getty
... "Dass der Verband der Spur des Geldes folgt, darf nun niemanden mehr überraschen. Und doch stockt einem immer wieder der Atem ob der Art, mit der auf dem Zürcher Sonnenberg Politik betrieben wird.“ © Getty
SPANIEN: “El País“: “Das Geld der großen russischen Magnaten und die Aussicht auf die Erschließung neuer Märkte verhelfen Russland zur WM 2018.“ © Getty
“El Mundo“: “Russland und Katar, Erdgas und Öl: Die WM entfernt sich von den Traditionsländern des Fußballs wie Spanien und Portugal, Holland und Belgien oder England. Stattdessen begibt sie sich in Staaten, in denen es noch nie eine Weltmeisterschaft gab und die eines gemeinsam haben, nämlich das Geld.“ © Getty
“El Periódico“: “Spanien kann eine WM auf dem grünen Rasen gewinnen, aber nicht in den Amtsstuben. Die FIFA kehrt der fußballerischen Klasse der Iberer den Rücken und wendet sich lieber der wirtschaftlichen Macht Russlands zu.“ © Getty
“Marca“: “Das Geld der Russen macht den Traum der Iberer zunichte. Die FIFA richtet sich nach der Macht der Wirtschaft.“ © Getty
PORTUGAL: “Diario de Noticias“: “Die FIFA entscheidet über die WMs mit dem Blick aufs Geschäft. Die russischen Rubel haben die iberischen Euros von Portugal und Spanien bezwungen und die WM 2018 bekommen. Das Erdöl der 800 000 Einwohner von Katar hat die WM 2022 erhalten. Das ist der Sieg des Fußballs als Geschäft.“ © Getty
“Público“: “Die FIFA hat für 2018 und 2022 die Petrodollars aus Russland und Katar gewählt.“ © Getty
“O Jogo“: “Die Rubel waren entscheidend.“ © Getty
“A Bola“ “Iberien vom russischen Geld bezwungen. Die Fifa macht die Kandidatur von Portugal und Spanien zunichte und vergibt die Weltmeisterschaft an Russland. Katar bekommt trotz technischer Vorbehalte das Turnier von 2022.“ © Getty
“Primeiro de Janeiro“: “Das Leben geht weiter ... in Russland.“ © Getty
ÖSTERREICH: “Österreich“: “Nächster Skandal nach Olympia-Betrug: Russen kauften auch WM. Das werden zwei irre Fußball-Feste.“ © Getty
“Kronenzeitung“: “Russland und Katar - WM betritt Neuland! Der Fußball-Weltverband FIFA hat Geschichte geschrieben - und wird wohl auch viel, viel Geld kassieren!“ © Getty
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“24 Tschassa“: “Der Milliardär Roman Abramowitsch triumphierte gestern, nachdem Russland zum Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 gewählt wurde. Die darauffolgende WM 2022 wurde an Katar vergeben. Damit werden erstmals in der Geschichte Fußball- Weltmeisterschaften in einem slawischen und in einem arabischen Land ausgetragen. Zudem wird nach den Kunststoff-Spielfeldern in den USA von 1994 in Katar 2022 in klimatisierten Stadien gespielt werden, weil während der WM die Temperaturen in Doha über 40 Grad steigen.“ © Getty
ENGLAND: “Daily Mirror“: “Verkauft - der Fußball kommt nicht nach Hause. Die beste Bewerbung hat verloren. Russlands milliardenschwere Oligarchen und die Öl-Milliardäre aus Katar haben gewonnen.“ © Getty
“Daily Mail“: “War die WM-Vergabe ein abgekartetes Spiel? Das gedemütigte England verliert, während der wütende Premierminister Russland die Gratulation verweigert.“ © Getty
“The Sun“: “Die WM-Vergabe entpuppte sich als Schiebung, nachdem sich abzeichnete, dass Russland das Ergebnis schon 24 Stunden vor der Bekanntgabe wusste.“ © Getty
“The Guardian“: “Kopf hoch, Becks, immerhin ist England nicht im Elfmeterschießen ausgeschieden.“ © Getty

dpa

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