"Wurde 2011 eine Dreiviertelstunde bekniet"

Beinahe-Comeback! Meyer verrät Geheimnis

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Hans Meyer

Jena - Hans Meyer hätte vor rund zwei Jahren beinahe ein großes Comeback gefeiert. Das hat der Kult-Coach jetzt ausgeplaudert - und nennt auch Details.

Der frühere Bundesligatrainer Hans Meyer stand im März 2011 kurz vor einem Engagement beim VfL Wolfsburg, entschied sich aber gegen eine Rückkehr auf die große Fußballbühne. „Zwei Tage, bevor Felix Magath zum zweiten Mal zum VfL Wolfsburg gegangen ist, hat mich der Vorstandschef Winterkorn von VW eine Dreiviertelstunde im Telefonat bekniet, doch den Job zu übernehmen“, sagte Meyer der Ostthüringer Zeitung bei einem Termin in Jena. Dort hatte Meyer 1971 seine Trainerkarriere begonnen und war mit Carl Zeiss 1981 ins Europapokalfinale der Pokalsieger (1:2 gegen Dinamo Tiflis) eingezogen.

2009 beendete Meyer seine Laufbahn als Coach bei Borussia Mönchengladbach, sitzt dort aber seit 2011 im Präsidium. Mittlerweile lebt der 70-Jährige in Nürnberg und fliegt nach eigenen Angaben sieben Mal im Monat nach Mönchengladbach.

Er blickt auf insgesamt 1016 Fußballspiele als Trainer und Spieler zurück. „Im Gegensatz zu Jupp Heynckes habe ich die fast alle als Trainer gesammelt. Meine 30 Erstligapartien als Spieler kann man vernachlässigen“, sagt Meyer.

sid

Hans Meyers beste Sprüche: "Beim Geschlechtsverkehr dürft Ihr mich immer stören"

"Wir mussten das Training eine halbe Stunde unterbrechen, weil die Spieler sich so gefreut haben. Einige haben sogar geweint.“ (nach seiner Vertragsverlängerung in Mönchengladbach) © Getty
"Der Butterkuchen hier ist wirklich ausgezeichnet. Den hat bestimmt Frau Demuth gebacken.“ (auf einer Pressekonferenz in St. Pauli, Trainer der Hamburger war Dietmar Demuth) © Getty
"Er lernt jetzt auch schon seit zwei Jahren die deutsche Sprache und kann schon guten Tag sagen.“ (über seinen ghanaischen Stürmer Lawrence Aidoo) © Getty
"Das kann ich jetzt nicht sagen. Sonst bekomme ich Probleme, wenn meine Frau an Heiligabend mit dem Päckchen mit der Feinripp-Unterwäsche ankommt.“ (auf die Frage, ob das Remis bei den Bayern das schönste Weihnachtsgeschenk sei) © Getty
"Wenn ich eine ganze Flasche Rotkäppchen getrunken habe, wurde meine Frau danach regelmäßig schwanger.“ © Getty
"Ich bin nun als Pokalsieger in der DDR und im Westen in die Geschichte eingegangen. Wurde auch Zeit, so viele gibt“s nicht mehr von uns." © Getty
"Sie werden sich noch schwarz ärgern, wenn wir wirklich aufsteigen. Dann guckt nämlich keine Sau mehr Ihre Sendung.“ (zu Gladbacher Zweitliga-Zeiten zu einem DSF-Reporter) © Getty
"Ab nächsten April werde ich nicht mehr in den Urlaub fahren, mich täglich duschen, weiterbilden und auf den entscheidenden Anruf warten. Denn, das hat die Saison gezeigt, der Trend geht zum Eintagstrainer.“ © Getty
"Hören Sie, ich bin von Haus aus Kommunist, das heißt, ich bin von Haus aus arm.“ (bei seinem Dienstantritt in Mönchengladbach) © Getty
"Bei solch klarem Votum hatte ich nicht die Möglichkeit, die Wahl zu manipulieren. Wenn es jedoch diametral zu meinen Vorstellungen ausgegangen wäre, hätte ich behauptet, dass es nur eine Probewahl war.“ (zur Wahl Tomas Galaseks zum FCN-Kapitän) © Getty
"Der Fußball hat bei uns einen Stellenwert, der gar nicht statthaft ist - für das bisschen Arschwackeln.“ © Getty
"Natürlich sind da welche richtig sauer auf mich. Denken Sie, der zwölfte Mann oder die, die auf die Tribüne müssen, kommen jeden Tag zu mir und bringen mir ein Körbchen Eier und wir treffen uns und küssen uns?“ (auf die Frage nach der Stimmung in der Mannschaft) © Getty
"Ich musste lesen, dass sich der Meyer für klassische Musik interessiert. Da lachen sich ja alle, die mich kennen, halbkrank! Fürs Kulturelle ist eher meine Frau zuständig.“ © Getty
"Von 25 Journalisten in Gladbach haben vielleicht zwei den Wert von Tomas Galasek erkannt. Der schießt zwar kaum Tore und ist auch kein Marko Marin, der auf drei Quadratmetern vier Mann ausspielt, worauf die Fans zu Recht vor Freude zu onanieren beginnen. Aber er verfügt über die Qualität, seine Mitspieler glänzen zu lassen.“ © Getty
"Meine Frau hat mich nicht mehr in den Garten gelassen, weil ich die Rosen nicht vom Blumenkohl unterscheiden konnte.“ (über seine Rückkehr in die Bundesliga) © Getty
"Ihr wisst ja, beim Geschlechtsverkehr dürft Ihr mich immer stören, aber bei der Fresserei ist es einfach scheiße!“ (zu Nürnberger Fans) © Getty
"Bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass 3000 unserer Fans in St. Pauli waren. Und davon waren höchstens 2000 wegen der Reeperbahn da.“ (nach seinem ersten Spiel als Borussia-Trainer) © Getty
"Torwart Jörg Stiel sagte mal, ich wäre sein bester Trainer gewesen. Später erfuhr ich, dass er nur zwei hatte.“ © Getty

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