Aufregung nach Medienbericht, aber Verfahren eingestellt

München - Die Aufregung um einen Medienbericht, laut dem die UEFA seit zwei Jahren wegen der Niederlage des FC Bayern im UEFA-Cup-Halbfinal-Rückspiel gegen St. Petersburg ermittelt, ist unbegründet.

Das Internetportal "Stern.de" berichtete am Montag, dass die UEFA schon seit zwei Jahren wegen des 0:4 des FC Bayern gegen Zenit. St. Petersburg am 1. Mai 2008 ermittelt. Das Hinspiel war 1:1 ausgegangen.

Ein Sprecher der UEFA sagte der Münchener tz am Montagvormittag auf wiederholte Nachfrage aber, dass das Verfahren bereits eingestellt worden sei. Der damalige Verdacht hat sich demnach nicht erhärtet.

Auch der russische Club wies die aktuell aufgekommenen Bestechungsvorwürfe zurück. “Das ist absoluter Blödsinn“, sagte ein Vereinssprecher. Die Untersuchung sei schon lange abgeschlossen. Er wundere sich, “warum jetzt das Thema wieder hochgekocht wird“. Vom FC Bayern war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Die Geschichte kochte jetzt noch einmal hoch, weil die UEFA laut "Stern.de" ihre Bemühungen, Licht ins Dunkel zu bringen, erhöhte: "Unsere Ermittlungen haben sich deutlich intensiviert", zitiert "Stern.de" ein Mitglied der UEFA-Disziplinarkommission.

Dem Internetportal der Zeitschrift sowie der spanischen Zeitung "ABC" liegen angeblich Dokumente der spanischen Staatsanwaltschaft vor, die in dem Fall ermittelt. In diesen Unterlagen stehe: "13/5/08, 13:41:52 Uhr. Inhalt des Gesprächs: Man hat Bayern München 50 Millionen bezahlt."

50 Millionen - die Währung, Rubel, Dollar oder Euro, wurde dabei offenbar nicht genannt.

Das protokollierte Telefonat, um das es sich dabei handelt, soll ein russischer Mafiaboss, Gennadi Petrow, geführt haben. Petrow führt von St. Petersburg aus eine international operierende Verbrecherorganisation.

In besagtem Gespräch soll immer wieder von "50" und einer Wettmanipulation die Rede sein.

Als im Oktober 2008 die ersten Verdachtsmomente öffentlich wurden, leitete die Staatsanwaltschaft München kein Ermittlungsverfahren ein. Der FC Bayern sagte damals: "Wir werden versuchen, jegliche etwaige Informationen zu diesem Vorgang zu erhalten."

Jetzt hat der FC Bayern Gewissheit. Die Verdächtigungen sind unberechtigt.

tz

Rubriklistenbild: © Getty

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