Roland Benschneiders große Pläne: Vertragsverlängerung und Comeback

Big Ben: So schnell haut mich nichts um

Big Ben im Luftkampf gegen Mohamadou Idrissou
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Big Ben im Luftkampf gegen Mohamadou Idrissou

Augsburg - "Nur noch leichte Schwellungen und Blutergüsse. Die Narben schmerzen noch": Roland Benschneider ist nach seiner Horror-Verletzung, Kreuzbandriss plus Knorpelschaden, auf "einem ganz guten Weg"

So schnell wirft „Big Ben“ nichts um!

Er jammert nicht, sondern hat sich damit abgefunden. „Solche Verletzungen gehören im Fußball dazu“, ist der 28-Jährige überzeugt: „Ich bin nicht der Erste, der das hat.“

Am Mittwoch vor knapp zwei Wochen hat der Zwei-Meter-Abwehrriese seine zweite Operation gut überstanden, die am Kreuzband. „Schon ein bisschen hart“, sagt der Verteidiger über den erlittenen Schicksalsschlag: „Aber das war es jetzt.“

Benschneider ist optimistisch geblieben. Er hat große Pläne: In drei bis vier Wochen will er wieder ohne Krücken richtig laufen. In fünf bis sechs Monaten könne er dann vielleicht wieder für den FC Augsburg auf dem Platz stehen – also noch in der Rückrunde. Außerdem will er noch in dieser Woche seinen Vertrag beim FCA um ein Jahr verlängern. Das Papier liegt zu Hause und wartet nur auf seine Unterschrift. „Ich kann mir alle Zeit der Welt nehmen“, weiß Benschneider: „Der Druck wurde mir vom Verein genommen.“

So kann er wesentlich befreiter am Comeback arbeiten. Täglich schuftet „Big Ben“ drei bis vier Stunden in der Augsburger Hessingpark-Clinic. Danach geht’s zu Hause in der Motorschiene weiter. Noch einmal drei bis vier Stunden Reha, damit „das Gelenk wieder geschmeidig“ wird. Zur Ablenkung liest Benschneider, sieht fern, surft im Internet. An größere Aktionen ist noch nicht zu denken, aber einen Kaffee trinken oder Essen gehen und Freunde treffen, das hilft ihm, den Kopf frei zu bekommen.

An die verhängnisvolle Szene im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn denkt er nicht mehr zurück: „Ein-, zweimal habe ich es mir noch angeschaut.“ Es sei, wie alle anderen gesagt haben, „eine eher harmlose Aktion“ gewesen, meint Benschneider und erinnert sich auf Nachfrage dann doch noch einmal an den 9. August: „Nach einem Luftduell bin ich mit dem ganzen Gewicht auf dem rechten Fuß aufgekommen. Von meinem Gegenspieler habe ich noch einen kleinen Schubser bekommen und den Fuß dadurch ein bisschen verdreht. In dem Moment habe ich schon gemerkt, dass etwas kaputt ist.“ Gedanken an ein mögliches Karriereende hat er deswegen aber keinen einzigen verschwendet: „Überhaupt nicht. Keine Spur“, sagt Benschneider voller Überzeugung.

FC-Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat ihm Mut gemacht. Er habe gemeint, dass Benschneider nach der OP wieder hundertprozentig einsatzfähig sein werde. Er kenne viele ähnliche Verletzungsfälle – wie beim ehemaligen Bayern-Stürmer Giovane Elber. „Bei ihm ging es schnell. Er hat nach sieben Monaten wieder gespielt und hatte nach der OP seine beste Zeit“, erinnert sich Benschneider: „Warum soll das bei mir nicht genauso sein?“

Mit so viel Optimismus vollgetankt bereitet ihm momentan nur sein Verein ein wenig Sorgen. „Ein bisschen schmerzhaft“ sei es, die Niederlagen zu Hause am Fernseher zu verfolgen. „Aber wir können nur nach vorne schauen“, sagt Benschneider: „Weiter runter geht’s ja nicht.“

Quelle: tz

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