Auch DFB zeigt sich gnädig

Bisher keine Anzeige gegen Großkreutz

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Kevin Großkreutz.

Sankt Leonhard - Nach dem Eklat zeigt sich Kevin Großkreutz kleinlaut. Der DFB zeigt sich gnädig, auch Anzeige liegt nach dem Vorfall von Berlin bisher keine Anzeige gegen ihn vor.

Kevin Großkreutz (25) saß Sonntag Mittag während des Medientages im Mannschaftshotel Amadeus an einem extra großen Tisch. Ein DFB-Mitarbeiter stand direkt neben ihm. Großkreutz sah verloren aus, blickte ängstlich um sich. Dann ein Erklärungsversuch.

„Ich hatte einen Blackout“, begann er mit leiser Stimme. „Ich war gefrustet, weil wir das Pokalfinale gegen Bayern München 0:2 verloren haben. Ich stehe zu dem Fehler, der mir unterlaufen ist. Das alles tut mir unheimlich leid. Das wird mir nicht mehr passieren.“ Dann fügte er an: „Abgehakt. Jetzt konzentriere ich mich voll auf die WM.“

Innerhalb weniger Wochen geriet der Dortmunder Profi zweimal in unrühmliche Affären. Erst der Dönerwurf von Köln, nun das: Nach der Pokalpleite gegen die Bayern war er stark angetrunken. Gegen 6 Uhr morgens pöbelte er im Hotel Berlin, Berlin und pinkelte in der Lobby gegen eine Säule. Ein Gast rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, war Großkreutz nicht mehr aufzufinden. Nach tz-Informationen gibt es gegen Großkreutz noch keine Anzeige. Der BVB verhängte gegen seinen Spieler eine Geldstrafe. Von 20 000 Euro ist die Rede.

Beim DFB musste er bei Bundestrainer Löw und Manager Bierhoff zum Rapport antanzen, erhielt seine letzte Verwarnung. „Wir haben ihm gesagt, dass wir so etwas bei der Nationalmannschaft nicht tolerieren.“ Aber, so der DFB-Manager, man dürfe ihn jetzt nicht ans Kreuz schlagen. „Wir sollten ihn nicht zu sehr fertigmachen.“

lop

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