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Blatter: Hoeneß-Mitschuld an Olympia-Scheitern

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FIFA-Präsident Sepp Blatter

Zürich - FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß eine entscheidende Mitschuld am Scheitern von Münchens Olympia-Bewerbung für 2018 gegeben.

„Uli Hoeneß und Co. haben im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika derart gelästert, dass es kaum mehr zu steigern war“, sagte Blatter in einem Interview mit dem kicker. Er habe Münchens Oberbürgermeister Christian Ude darauf hingewiesen, dass schon „Paris bei der Vergabe der Sommerspiele 2012 gegen London verloren hat, weil man die afrikanischen Stimmen nicht einbezogen hatte“.

"Die Wahl fiel aufs Geld": Pressestimmen zur Olympia-Vergabe

Klicken Sie sich hier durch internationale Pressestimmen, garniert mit Bildern der Enttäuschung von München-Befürwortern. © Getty
SÜDKOREA: “JoongAng Ilbo“: “Zwölf Jahre der Hoffnungen, Träume und mühevollen Arbeit wurden in der vergangenen Nacht belohnt, als Pyeongchang nach zwei vergeblichen Bewerbungen das Austragungsrecht für die Olympischen Winterspiele 2018 erhielt.“ © Getty
“The Korea Times“: “Yes! Am Ende doch, ein Fall von 'Aller guten Dinge sind drei'.“ © Getty
“Chosun Ilbo“: “Pyeongchang hat schließlich seinen Traum realisiert, Gastgeberstadt der Olympischen Winterspiele zu sein. Was dieses Mal den Unterschied machte, war, dass das ganze Land hinter der Bewerbung stand.“ © Getty
“Hankyoreh“: “Pyeongchang hat mit seinem Motto 'Neue Horizonte' auf die Herzen der IOC-Mitglieder gezielt.“ © Getty
“Da wir das einzige geteilte Land der Welt sind, werden wir weltweit mehr Aufmerksamkeit bekommen. Und wenn es hilft, eine friedvolle Atmosphäre zwischen Süd- und Nordkorea zu schaffen, wird das mehr wert sein als jeder wirtschaftliche Profit.“ © Getty
RUSSLAND: “Sport Express“: “Erstens war ein Austragungsort in Europa nicht zu erwarten, zweitens war die - bereits dritte - Bewerbung der koreanischen Stadt sehr überzeugend. Zielstrebigkeit und Geduld haben sich ausgezahlt.“ © Getty
“Kommersant“: “Die Präsentationen in Durban mögen eindrucksvoll gewesen sein - aber es ist doch recht naiv anzunehmen, dass die erwachsenen Menschen vom IOC ohne feste Meinung angereist sind. Und hier hat sich - in positivem Sinn - die Hartnäckigkeit der Koreaner mit ihrer dritten Bewerbung ausgezahlt.“ © Getty
SCHWEDEN: “Dagens Nyheter“: “Die Entscheidung für Pyeongchang war zu erwarten. Auch wenn es nur eine Stadt mit weniger als 50 000 Einwohnern ist. Mit den Milliarden-Investitionen der Südkoreaner konnten München und das französische Annecy nicht mithalten.“ © Getty
NORWEGEN: “Aftenposten“: “Für München ist diese Niederlage schwer zu verdauen. Die Deutschen hatten knallhart gesetzt und viel Geld investiert. Bei ihnen und im französischen Annecy stand das meiste ja schon parat. In Pyeongchang muss eine neue Olympia-Stadt gebaut werden.“ © Getty
ITALIEN: “La Gazzetta dello Sport“: “Südkorea hat das Rennen gemacht und die Chancen für Rom 2020 erhöht. Man sagt, dass Thomas Bach außer sich war, weil ihm einige den Rücken gekehrt haben, die ihn unterstützen wollten. Das war ein Zeichen für die bevorstehende Präsidentenwahl.“ © Getty
“Corriere dello Sport“: “Pyeongchangs Sieg ist für uns ein schöner Erfolg. Die Spiele 2018 in Südkorea geben Rom 2020 einen Schub.“ © Getty
“Il Messaggero“: “Mit den Spielen in Asien rückt Rom 2020 näher.“ © Getty
“La Repubblica“: “Rom bejubelt den Zuschlag für Pyeongchang: Jetzt steigen die Chancen für Rom 2020.“ © Getty
“Corriere della Sera“: “Pyeongchang holt die Spiele 2018 und stärkt Rom 2020.“ © Getty
ÖSTERREICH: “Salzburger Nachrichten“: “Das höchste Budget hat den Ausschlag gegen München und gegen Annecy gegeben. Für das IOC war es in Durban eine richtungsweisende Wahl. Entscheidet man sich für Gigantismus oder für die Rückkehr zu einfacheren Spielen. Die Antwort gab es im ersten Wahlgang klar und deutlich: Das Moderne (Milliarden) besiegte die Tradition.“ © Getty
“Österreich“: “Die Wahl fiel wieder einmal nicht auf das beste Konzept (München), sondern aufs Geld.“ © Getty
“Kronenzeitung“: “Nichts wurde aus den Olympischen Winterspielen 2018 vor den Toren Österreichs.“ © Getty
TSCHECHIEN: “Hospodarske Noviny“ (Wirtschaftsblatt): “Mit der Wahl des koreanischen Pyeongchang nach zwei erfolglosen Versuchen haben die Veranstalter der Winterspiele 2018 eines deutlich gemacht: Das Internationale Olympische Komitee will auf neuen Märkte expandieren und wählt deshalb Kandidaten mit starken staatlichen und finanziellen Garantien im Rücken.“ © Getty

Blatter berichtete weiter, der afrikanische Fußball-Präsident Issa Hayatou habe Franz Beckenbauer vor der Olympia-Vergabe gesagt: „Du kannst auf keine einzige afrikanische Stimme zählen. Die Art und Weise, wie ihr versucht hattet, die afrikanische WM kaputt zu machen, haben wir nicht vergessen.“ Blatters Fazit: „So kam es. Ohne die zwölf afrikanischen Stimmen kriegt man keine Olympischen Spiele.“

Auf die ständige Kritik aus München angesprochen, versicherte der 75-Jährige, er habe mit Hoeneß „nicht direkt zu tun“. Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge unterstellte er allerdings indirekt Scheinheiligkeit. Dessen Aussagen, Blatter sei „wie ein Aal“, berührten ihn angeblich nicht („Ein Aal ist ein Fisch, und ich bin in diesem Sternzeichen geboren.“), doch sagte Blatter weiter: „Bei persönlichen Begegnungen haben wir ein gutes Verhältnis. Auge in Auge gehts. Ist Rummenigge in München, kommt wieder etwas.“

Blatter stellte zudem noch einmal klar, dass es bei der nächsten Fußball-WM 2014 in Brasilien sicher die Torlinien-Technologie gebe und ganz sicher nur Profi-Schiedsrichter. „Der deutsche Schiedsrichter darf immer pfeifen, wo er will. Aber wenn er 2014 zur Weltmeisterschaft kommen will, muss er einen Status als Profi haben“, sagte Blatter und setzte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der Einführung des Profitums für die Unparteiischen weiter unter Druck: „Der DFB muss ein System aufbauen, in dem der Schiedsrichter als Angestellter des Verbandes vertraglich gebunden ist.“

In Sachen Torkamera stellte der Schweizer klar: „Wir werden in Brasilien die Torlinien-Technologie haben. Wir können uns doch nicht noch einmal eine solche Schmach leisten wie bei dem nicht erkannten Tor der Engländer gegen Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2010. Ich war wie gelähmt, als ich das gesehen habe.“

Eine Verlegung der WM 2022 in Katar in den Winter sei dagegen derzeit kein konkretes Thema. „Die FIFA hat die WM unter der Voraussetzung vergeben, dass im Juni und Juli gespielt wird“, sagte Blatter: „Wenn daran etwas geändert werden sollte, müsste Katar eine Anfrage an die FIFA richten. Diese Anfrage gibt es nicht.“

Das neue FIFA-Exko-Mitglied Theo Zwanziger, noch amtierender DFB-Präsident, bat Blatter bei seinem Vorpreschen gegen eine WM in Katar um Zurückhaltung. „Er war bei der Entscheidung noch nicht in der Exekutive“, erklärte der FIFA-Boss: „Dort habe ich jetzt gesagt: Wir sind eine Einheit. Wir sind solidarisch mit dem Entscheid.“

Hoeneß feiert 60. Geburtstag mit vielen Freunden und Stars

Mit Hunderten geladenen Gästen feierte Uli Hoeneß seinen 60. Geburtstag. Hier sehen Sie die Bilder. © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Martin Winterkorn © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Oliver Kahn und Svenja Kahn © Getty/Pool
Lothar Matthäus mit Joanna Tuczynska. "Matthäus wird bei uns nicht mal Greenkeeper", sagte Hoeneß einst über ihn. Doch das ist vergessen. © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Oliver Kahn und Svenja Kahn © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Rene Obermann und Maybritt Illner © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Jupp Heynckes und Iris Heynckes © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Edmund und Karin Stoiber © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Edmund und Karin Stoiber © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Christian Seifert © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Michael Ballack © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Michael Ballack © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Oliver Bierhoff © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Bixente Lizarazu © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Günter Netzer und Edmund Stoiber © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Stefan Effenberg © Getty/Pool
Edmund Stoiber © Getty/Pool
Nach so viel Begrüßung ... © Getty/Pool
... geht es in den Saal des Postpalastes in der Arnulfstraße © Getty/Pool
Thomas Gottschalk © Getty/Pool
Die Show-Legende ... © Getty/Pool
... huldigt der Fußball-Legende Uli Hoeneß © Getty/Pool
Dann ist Karl-Heinz Rummenigge dran © Getty/Pool
Uli Hoeneß freut sich ... © Getty/Pool
... und applaudiert ... © Getty/Pool
... un d hört zu. © Getty/Pool
60 Jahre Uli Hoeneß! © Getty/Pool
Dazu hat sich Karl-Heinz Rummenigge einiges zu sagen © Getty/Pool
Man beachte auch ... © Getty/Pool
... das tolle Ambiente © Getty/Pool
Alle lauschen gebannt © Getty/Pool
Dann ist die Rede beendet © Getty/Pool
Ein Handschlag © Getty/Pool
Und eine herzliche Umarmung © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Wolfgang Niersbach und Clemens Tönnies © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Wolfgang Niersbach und Clemens Tönnies © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Jupp Heynckes und Iris Heynckes © Getty/Pool
Herzlichen Glückwunsch! © Getty

Mit etwas Sorge sieht Blatter den vollen Terminkalender des Fußballs, der, wie er betonte „nicht von der FIFA allein gemacht wird. Daran arbeiten auch die Generalsekretär der Konföderationen mit“. Das Problem: „Beim Terminkalender geht es um Differenzen zwischen den Interessen der Klubs und der Verbände wie auch denen der Nationalmannschaften. Und man vergisst dabei die Spieler.“

sid

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