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Bode verteidigt Bierhoff: „Wird zum Sündenbock gemacht“

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Marco Bode
Verteidigt Oliver Bierhoff und fordert eine fachliche Diskussion: Marco Bode. © Sina Schuldt/dpa

Ex-Profi Marco Bode fordert mehr Milde mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem frühen WM-Aus. Besonders deutlich stellt er die massive Kritik an Oliver Bierhoff infrage.

Bremen - Ex-Spieler Marco Bode hat mehr Nachsicht mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und DFB-Direktor Oliver Bierhoff gefordert.

„Er ist ein vernünftiger Mensch, der innovativ denkt - und der jetzt zum Sündenbock gemacht wird. Das ist so nicht okay“, sagte Bode in einem Interview des Portals „Deichstube“. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende von Werder Bremen, der 40 Spiele für die Nationalmannschaft absolvierte, und Bierhoff kennen sich seit der U21 und gewannen 1996 mit dem Nationalteam die Europameisterschaft.

Der DFB müsse laut Bode „fachlich diskutieren“, ob es notwendig sei, mit einem neuen Trainer und Sportgeschäftsführer in Richtung der EM 2024 in Deutschland zu gehen. „Es gibt aus meiner Sicht sehr wohl Argumente, das mit Hansi Flick und auch mit Oliver Bierhoff zu tun“, bekräftigte der 53-Jährige. Aber er wolle nicht falsch verstanden werden, denn er „sehe viele Dinge auch kritisch“.

„Zufall spielte eine bedeutende Rolle“

Das Vorrunden-Aus der DFB-Elf bei der WM in Katar sei „unglücklich zustande“ gekommen. „Der Zufall spielte eine bedeutende Rolle“, sagte Bode auch hinsichtlich eines umstrittenen Treffers der Japaner. „Es gab einen 4:2-Sieg über Costa Rica. Sicher: Es war ein wildes Spiel und keine wirklich gute Leistung. Aber nur weil Spanien gegen Japan verloren hat, reichte dieses 4:2 nicht. Danach ist die Welt dann medial auf den Kopf gestellt worden. Das ist typisch für den Fußball. Und es zeigt, wie weit er sich in der Spitze von der Realität entfernt hat“, fügte der ehemalige Bremer Spieler hinzu.

In Richtung des Sky-Experten und Ex-Mitspielers Dietmar Hamann, der den Rauswurf von Bundestrainer Flick forderte, sagte Bode: „Er spricht von einem Debakel und nennt die Performance auf und abseits des Platzes "jämmerlich". Ich bin verwundert über derart pauschale Urteile in dieser Kürze. Und ich weiß gar nicht, was Didi da geritten hat. So kenne ich ihn gar nicht.“ dpa

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