BVB – Fußballwunder aus Dortmund

Borussia Dortmund: Gründung, Erfolge, Stadion – alle Infos zum BVB

Das Stadion des BVB ist das größte Deutschlands
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Das Stadion des BVB ist das größte Deutschlands

Der BVB ist und bleibt einer der legendärsten deutschen Fußballklubs. Alles, was Fans rund um die Gründung, Erfolge und Spielpläne wissen müssen, gibt es hier.

  • Borussia Dortmund entstand 1909 aus einer katholischen Jugendgruppe heraus.
  • Mit über 80.000 Plätzen ist das Stadion des BVB das größte Fußballstadion Deutschlands.
  • Borussia Dortmund konnte bereits acht Mal den deutschen Meisterschaftstitel und vier Mal den DFB-Pokal sowie einmal die Champions League gewinnen.

Dortmund – Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund, besser bekannt als Borussia Dortmund oder BVB, ist einer der traditions- und erfolgreichsten deutschen Fußballmannschaften. Die Borussia aus Dortmund konnten bereits acht Mal die deutsche Meisterschaft und vier Mal den DFB-Pokal gewinnen. Größte internationale Erfolge waren der Gewinn der Champions League, dabei holten sie sie auch den Europapokal nach Dortmund.

Mit einer Zuschauerkapazität von über 80.000 Plätzen ist der Signal Iduna Park, das Stadion von Borussia Dortmund, das größte Fußballstadion Deutschlands. Die Stehtribüne mit den eingefleischten BVB-Fans genießt weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen legendären Ruf. Borussia Dortmund ist außerdem an der Börse gelistet.

BVB: Gründung von Borussia Dortmund

Die Wiege des Fußballvereins Borussia Dortmund liegt in der Jugendgruppe der katholischen Dreifaltigkeitsgemeinde im Dortmunder Nordosten. Diese beteiligte sich nicht nur an kirchlichen Aktivitäten der Gemeinde, sondern konnte sich auch sportlich beweisen. Seit 1906 wurde auf den Wiesen rund um den Dortmunder Borsigplatz regelmäßig Fußball gespielt. Der im selben Jahr ernannte Vorsitzende der Jugendgruppe, Kaplan Dewald, war jedoch ein energischer Gegner des Fußballspiels. In den Augen des Kaplans war das rohe und wilde Treiben auf dem Platz eine zutiefst unchristliche Angelegenheit. Mit allen Mitteln versuchte er, das Spiel zu unterbinden.

Der schwelende Konflikt zwischen den Mitgliedern der Jugendgruppe und dem Vorsitzenden gipfelte am 19. Dezember 1909 in der Gründung des neuen Vereins Borussia Dortmund. Die Vereinsgründung in der Gastwirtschaft „Zum Wildschütz“ war eine äußerst turbulente Angelegenheit: Kaplan Dewald versuchte persönlich, die Gründung der Borussia zu verhindern, doch der Zutritt wurde ihm und seinen Gefolgsleuten verweigert. 18 „Borussen“ verteidigten standhaft ihren Willen und gründeten an diesem vierten Adventsonntag den heute legendären BVB.

Borussia Dortmund: Name, Vereinsfarben und Trikots

Obwohl vielfach angenommen, hat der Name „Borussia“ keinen Bezug zur latinisierten Bezeichnung von Preußen. Die Namenswahl des BVB ist deshalb nicht als bewusster Ausdruck eines preußisch-deutschen Nationalstolzes zu verstehen, sondern hat vielmehr einen zufälligen Grund. Da die Gründung des Vereins sehr spontan und dementsprechend unvorbereitet ablief, hatten die Gründungsmitglieder bei der Versammlung keine Namensvorschläge parat. Einer Anekdote zufolge hing an der Wand der Gastwirtschaft „Zum Wildschütz“, in der die Gründungsversammlung stattfand, eine Werbetafel der Borussia-Brauerei, die unweit entfernt ihren Sitz hatte. So wurde die Brauerei spontan namensgebend für den Fußballverein.

Ursprünglich zeigten sich die Vereinsfarben von Borussia Dortmund in den blau-weiß gestreiften Trikots mit einer roten Schärpe und einer schwarzen Hose. Erst im Zuge des Beitritts der benachbarten Sportclubs Britannia, Rhenania und Deutsche Flagge wurden die Vereinsfarben in das heute so legendäre Schwarz-Gelb geändert.

Borussia Dortmund hat das größte Stadion Deutschlands

Das Stadion von Borussia Dortmund, der sogenannte „Signal Iduna Park“, beherbergt an Spieltagen bis mit bis zu 81.365 Zuschauerplätzen so viele Fans wie kein anderes Fußballstadion in Deutschland. Bei internationalen Wettbewerben, wie beispielsweise Länderspielen oder Begegnungen der Champions und Europa League, wird das Stadion auf eine Zuschauerkapazität von rund 66.000 Plätzen verkleinert. Das Stadion an der Dortmunder Strobelallee ist nicht nur wegen seiner imposanten Größe, sondern auch wegen seiner Architektur mit markanten gelben Pylonen eines der Wahrzeichen der Stadt Dortmund.

Das Stadion wurde in den Jahren 1971 bis 1974 für die in Deutschland ausgetragene Fußballweltmeisterschaft 1974 errichtet. Das seinerzeit „Westfalenstadion“ genannte Stadion hatte eine Zuschauerkapazität von 54.000 Plätzen. Eröffnet wurde das Westfalenstadion am 2. April 1974 mit einem Benefizspiel zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04, dem ewigen Lokalrivalen aus dem Ruhrgebiet.

Im Laufe seiner Geschichte war das Stadion des BVB bereits mehrfach Austragungsort internationaler Fußballturniere. Auf dem Platz fanden unter anderem Spiele der Fußballweltmeisterschaften 1974 und 2006 sowie zahlreiche Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft statt. Die Geschichte der Mannschaft lässt sich im Deutschen Fußballmuseum am Dortmunder Hauptbahnhof sowie im „Borusseum“ – dem eigenen Museum des BVB – bestaunen. Eine Anfahrt erfolgt über Google Maps besonders einfach.

Trainerhistorie von Borussia Dortmund: Die BVB-Trainer

Die Trainerhistorie von Borussia Dortmund ist geprägt von vielen Trainerwechseln, aber auch von längeren Perioden der Zusammenarbeit mit legendären Trainerpersönlichkeiten. Ein Trainername, der wahrscheinlich auf ewig mit dem BVB verbunden bleiben wird, ist Jürgen Klopp. Klopp trainierte die Borussia im Zeitraum von 2008 bis 2015 und gewann mit dem Verein zwei Mal die deutsche Meisterschaft (2011 und 2012) sowie 2012 den DFB-Pokal. Der größte Erfolg blieb ihm und dem BVB jedoch verwehrt, als die Mannschaft im Champions League Finale 2013 scheiterte.

Was Klopp nicht schaffte, gelang im Jahre 1997 seinem ebenso legendären Trainerkollegen Ottmar Hitzfeld. Er konnte mit Borussia Dortmund die Champions League gewinnen. Außerdem holte Hitzfeld während seiner Zeit als Trainer zwei Mal die den Meisterschaftstitel mit dem BVB.

Im Laufe seiner Geschichte saßen viele bekannte Namen wie Udo Lattek (*16.01.1935, †31.01.2015), Erich Ribbeck und Otto Rehhagel auf der Trainerbank von Borussia Dortmund. Die große Geschichte und Tradition des BVB lockt immer wieder Startrainer aus dem In- und Ausland nach Dortmund. Aktueller Trainer von Borussia Dortmund ist der Schweizer Lucien Favre, der die Mannschaft seit Juli 2018 trainiert.

BVB: So hat Favre die Mannschaft 2020 aufgestellt:

  • Tor: Roman Bürki
  • Innenverteidigung: Lukasz Piszczek, Mario Götze, Mats Hummels, Manuel Akanji
  • Außenverteidigung: Achraf Hakimi, Raphael Guerreiro
  • Zentrales Mittelfeld: Thomas Delaney, Emre Can, Mahmoud Dahoud, Axel Witsel
  • Offensives Mittelfeld: Thorgan Hazard, Giovanni Reyna, Julian Brandt, Jadon Sancho
  • Sturm: Erling Braut Haaland

Borussia Dortmund: Die Erfolge und Titel des BVB

Borussia Dortmund zählt zu den erfolgreichsten Fußballvereinen Deutschlands. In seiner über 100-jährigen Geschichte konnte der BVB jede Menge Titel gewinnen, darunter acht Mal die deutsche Meisterschaft (1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011 und 2012) und vier Mal den DFB-Pokal (1965, 1989, 2012 und 2017).

Größter Erfolg auf internationaler Ebene war der Gewinn der Champions League im Jahre 1997. Ein zweiter Sieg in der Königsklasse des europäischen Fußballsports blieb den Borussen im Jahr 2013 jedoch verwehrt, als die Mannschaft im Finale scheiterte. Der erste große internationale Erfolg von Borussia Dortmund war der Sieg im Europapokal der Pokalsieger im Jahre 1966. Der BVB war damit der erste deutsche Verein überhaupt, der im Europapokal den Titel gewinnen konnte.

Weitere große sportliche Erfolge stellen der Weltpokal-Sieg im Jahre 1997 sowie der siebenfache Sieg im deutschen Superpokal dar. In der ewigen Tabelle der deutschen Bundesligisten belegt der BVB den zweiten Platz hinter Bayern München.

Borussia Dortmund an der Börse: Die Aktie

Im Jahre 1998 beschloss der BVB die Umwandlung großer Vereinsteile in eine börsennotierte Gesellschaft. Ein Jahr später stimmte die Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung zu. Am 31. Oktober 2000 feierte Borussia als erster und nach wie vor einziger deutscher Bundesligist das Debüt an der Börse.

Die BVB-Aktien wurden damals zu einem Kurs von elf Euro ausgegeben. Durch die Platzierung von 13,5 Millionen Aktien an der Börse erzielte Borussia Dortmund einen Emissionserlös in Höhe von 130 Millionen Euro. Glücklich wurden die Aktionäre des BVB an der Börse zunächst jedoch nicht. In den ersten zehn Jahren nach dem Börsengang kannte der Kurs der Aktie eigentlich nur eine Richtung – und zwar nach unten. 2010 waren die Aktien des Vereins zum Schnäppchenpreis von rund einem Euro zu haben. Seitdem hat sich der Kurs, nicht zuletzt aufgrund der sportlichen Erfolge der letzten Jahre, wieder signifikant erholt.

Borussia Dortmund: Die Top-Transfers

Borussia Dortmund ist bekannt für seine spektakuläre Transferpolitik. Die sportliche Leitung des BVB hat in den vergangenen Jahren in vielen Fällen eine gute Hand in Bezug auf den Kauf und Verkauf von Spielern bewiesen.

Der Top-Transfer im BVB-Kader war die Rückkehr von Mats Hummels im Sommer 2019 nach drei Jahren beim FC Bayern München. Diese ließ sich der Verein 31 Millionen Euro kosten. Zuvor war André Schürrle der Rekordtransfer des BVB. Er kam im Sommer 2016 vom VfL Wolfsburg für 30 Millionen Euro nach Dortmund. Der drittgrößte Transfer in der Geschichte von Borussia Dortmund war der von Abdou Diallo, der dem BVB im Sommer 2018 satte 28 Millionen Euro wert war.

Noch größere Summen konnte die Borussia durch den Verkauf von Spielern erzielen. Die folgenden drei Spielertransfers erzielten die höchsten Verkaufssummen:

  • Ousmane Dembélé wechselte für 125 Millionen Euro zum FC Barcelona
  • Christian Pulisic ging für 64 Millionen Euro zum FC Chelsea
  • Pierre-Emerick Aubameyang ließ sich der FC Arsenal 64 Millionen Euro kosten

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