Flexibel auf dem linken Flügel

Nico Schulz: Alle Infos zum BVB-Profi und deutschen Nationalspieler - Karriere, Stationen, Erfolge

Bundesliga, 17. Spieltag, 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund, PreZero-Arena. Dortmunds Nico Schulz reagiert nach dem Spiel enttäuscht
+
Nico Schulz, linker Flügelspieler bei Borussia Dortmund

Nico Schulz ist einer der teuersten Spieler, die Borussia Dortmund je gekauft hat. Verletzungen sorgten jedoch dafür, dass er bislang nur Ersatzspieler ist.

  • Nico Schulz kam im Sommer 2019 für 25,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund.
  • Mit dem BVB holte der Flügelspieler 2019 den deutschen Supercup.
  • Mit Hertha BSC gewann er 2011 und 2013 die Meisterschaft der zweiten Bundesliga.

Nico Schulz kam im Sommer 2019 als Nationalspieler zu Borussia Dortmund. Trotzdem hat er bislang Schwierigkeiten, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Geboren wurde Schulz am 1. April 1993 in Berlin. Sein erster Fußballverein war der BSC Rehberge 1945. Dort wurde er im Jahr 2000 von Scouts von Hertha BSC entdeckt und in den Jugendbereich aufgenommen. Als Jugendlicher hatte er die Chance, zum FC Liverpool zu gehen, verzichtete jedoch darauf. Stattdessen rückte er im Sommer 2010 zu den Profis der Hertha auf, die zu dieser Zeit in der zweiten Bundesliga spielten.

Sein Debüt gab er Mitte August 2010 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den SC Pfullendorf. In der Saison 2010/2011 kam er zu einem weiteren Pokalspiel sowie auf 21 Partien in der zweiten Liga. Dabei stellte der Flügelspieler seine Flexibilität unter Beweis, da er auf beiden Außenbahnen und auf rechts sowohl im Mittelfeld als auch in der Verteidigung agieren konnte. Im Sommer 2011 feierten die Berliner die Meisterschaft in der zweiten Liga und damit den Aufstieg ins Oberhaus.

Flügelspieler Nico Schulz: Über Gladbach und Hoffenheim zum BVB

Eine Erkrankung an Pfeifferschem Düsenfieber sowie eine Oberschenkelverletzung sorgten im Herbst 2011 dafür, dass Nico Schulz den Anschluss an die erste Mannschaft von Hertha BSC verlor. So musste er mit Einsätzen für das zweite Team und die A-Junioren Vorlieb nehmen. Nachdem die Hertha im Sommer 2012 erneut abgestiegen war, kam Schulz in der darauffolgenden Zweitliga-Saison auf 20 Spiele. Inzwischen hatte sich der Flügelspieler auf die linke Seite spezialisiert, wurde dort aber mal im Angriff, mal im Mittelfeld und mal in der Defensive aufgestellt. Die Saison 2012/2013 beendeten die Berliner abermals mit der Meisterschaft in der zweiten Liga und somit dem Aufstieg.

Im Sommer 2015 wechselte Schulz zu Borussia Mönchengladbach, kam dort unter anderem wegen eines Kreuzbandrisses aber nur auf 18 Pflichtspiele in zwei Jahren. Zur Saison 2017/2018 ging er zur TSG Hoffenheim. Bei den Kraichgauern absolvierte er in zwei Jahren 71 Partien. Im September 2018 spielte er zudem erstmals für die deutsche Nationalmannschaft. Im Sommer 2019 verließ Schulz Hoffenheim und schloss sich Borussia Dortmund an.

Borussia Dortmund: Nico Schulz kämpft mit Verletzungen

Nico Schulz kostete Borussia Dortmund 25,5 Millionen Euro, wodurch der Flügelspieler zu einem der teuersten Transfers in der Geschichte des Clubs wurde. Sein erstes Spiel für den BVB war der deutsche Supercup im August 2019, den er mit seinem Team prompt gewann.

In der Folgezeit hatte Schulz jedoch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Bis Ende 2020 setzten ihn die folgenden gesundheitlichen Probleme jeweils wochenlang außer Gefecht:

  • September/Oktober 2019: Fußverletzung
  • Mai/Juni 2020: Muskelverletzung
  • September 2020: Wadenverletzung
  • Oktober/November 2020: Muskelfaserriss

Daher kam er in der Saison 2019/2020 nur auf 18 Pflichtspiele für den BVB, wobei er einen Treffer erzielte. Bis Ende 2020 kamen acht weitere Einsätze hinzu. Für die deutsche Nationalmannschaft stand er Anfang Oktober 2020 gegen die Türkei auf dem Platz, Mitte November 2020 folgte die Begegnung gegen Tschechien. In den anschließenden Partien in der Nations League gab Bundestrainer Joachim Löw hingegen Philipp Max den Vorzug gegenüber Schulz auf der linken defensiven Außenbahn.

Von Alexander Kords

Auch interessant

Kommentare