Der Schweizer Erfolgstrainer

Lucien Favre: Alle Infos zum ehemaligen Trainer von Borussia Dortmund - seine Karriere, Stationen und Erfolge

 Bundesliga, FC Augsburg - Borussia Dortmund, 24. Spieltag in der WWK-Arena. Der Trainer von Dortmund, Lucien Favre, verzieht das Gesicht
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Lucien Favre, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund

Lucien Favre gewann fast zwei Drittel seiner Pflichtspiele als Trainer von Borussia Dortmund. Trotzdem wurde er im Dezember 2020 nach gut zwei Jahren entlassen.

  • Lucien Favre war von Sommer 2018 bis Dezember 2020 Trainer bei Borussia Dortmund.
  • Mit den Westfalen holte er 2019 den deutschen Supercup.
  • In seiner Schweizer Heimat gewann Favre als Coach jeweils zwei Mal die Meisterschaft und den Pokalsieg.

Bis Mitte Dezember 2020 war Lucien Favre Trainer von Borussia Dortmund. Seine Karriere im Fußball begann der am 2. November 1957 in Saint-Barthélemy VD geborene Schweizer als Kind beim FC Oulens. Im Jahr 1972 schloss er sich dem FC Lausanne-Sport an. Für diesen spielte er 1976 erstmals im Profibereich. Als aktiver Fußballer gehörte Favre folgenden Vereinen an:

  • 1976 bis 1979: FC Lausanne-Sport
  • 1979 bis 1981: Neuchâtel Xamax
  • 1981 bis 1983: Servette FC
  • 1983/1984: FC Toulouse
  • 1984 bis 1991: FC Servette

Mit Servette gewann er 1985 die Schweizer Meisterschaft. Zudem war er zwischen 1981 und 1989 Nationalspieler der Schweiz und absolvierte 24 Länderspiele. Nach seinem Karriereende als Fußballer 1991 wurde Favre zunächst Trainer im Nachwuchsbereich des FC Echallens. 1993 verhalf er den Profis des Clubs zum Aufstieg in die zweitklassige Nationalliga B. Von Dezember 1996 bis Juni 2000 war Favre Trainer vom FC Yverdon-Sport und stieg mit dem Verein 1999 in die Nationalliga A, die höchste Schweizer Spielklasse, auf.

Trainer Lucien Favre: Erfolge in der Schweiz und Schritt in die Bundesliga

Im Sommer 2000 übernahm Lucien Favre seinen ehemaligen Club FC Servette als Trainer. Schon die erste Saison beendete er mit dem Pokalsieg. Im Frühling 2003 ging Favre zum FC Zürich, mit dem er 2005 den Schweizer Pokal und 2006 sowie 2007 die Meisterschaft gewann. Sowohl 2006 als auch 2007 wurde Favre zudem zum Schweizer Trainer des Jahres ernannt. Zu seiner ersten Station in Deutschland wurde im Sommer 2007 Hertha BSC. Sein größter Erfolg bei den Berlinern war der vierte Platz in der Saison 2008/2009. Da die nachfolgende Spielzeit mit sechs Niederlagen in Serie begann, wurde Favre jedoch Ende September 2009 bei der Hertha entlassen.

Im Februar 2011 übernahm er die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Diese rettete er zunächst vor dem drohenden Abstieg. Die Saison 2011/2012 beendete Gladbach auf Rang vier und erreichte damit erstmals die Champions-League-Qualifikation. Ein weiterer großer Erfolg Favres in Mönchengladbach war der dritte Platz in der Spielzeit 2014/2015. Im September 2015 trat der Trainer jedoch von seinem Amt zurück. Nach einem zweijährigen Engagement bei OGC Nizza wurde Favre im Sommer 2018 Coach von Borussia Dortmund.

Trainer Lucien Favre: Zwei Vizemeisterschaften mit dem BVB

In der Saison 2018/2019, seiner ersten bei Borussia Dortmund, stand Favre mit seinem Team zwischen dem sechsten und dem 24. Spieltag ununterbrochen an der Tabellenspitze. Dabei wies der BVB zwischenzeitlich einen Vorsprung von neun Punkten auf den FC Bayern München auf. Im Schlussspurt der Saison gaben die Dortmunder dieses Polster jedoch aus der Hand und mussten sich im Sommer 2019 mit der Vizemeisterschaft zufriedengeben. Zumindest gewannen sie im August 2019 den Supercup gegen die Bayern, wodurch Favre seinen ersten Titel in Deutschland holte.

Die Saison 2019/2020 beendete Borussia Dortmund ebenfalls auf dem zweiten Tabellenrang. Die dabei erzielten 82 Treffer bedeuteten einen Rekord in der Bundesliga-Geschichte des BVB. Nachdem die Borussia nach elf Partien in der Saison 2020/2021 schon vier Niederlagen und ein Unentschieden auf dem Konto hatten, wurde Favre Mitte Dezember 2020 entlassen.

In seiner Amtszeit in Dortmund gewann er fast 62 Prozent der Pflichtspiele und wies einen Schnitt von 2,01 Punkten pro Match auf. Damit ist er zumindest statistisch einer der besten Trainer, die je beim BVB tätig waren.

Von Alexander Kords

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