Heißsporn verliert die Kontrolle

48 Spiele Sperre! Amateur-Kicker rastet auf dem Platz aus - „Ich zeige euch, was strafbar ist“

Ein Schiedsrichter zeigt die Rote Karte.
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Für Vorkommnisse wie in Bregenz wurde die Rote Karte erfunden.

Platzverweis mit drastischen Folgen: In Österreich wurde ein Amateurkicker für eine Tätlichkeit besonders hart bestraft. Er brach seinem Gegenspieler die Nase.

Bregenz - Unschöne Szenen erlebten die Zuschauer beim Spiel Viktoria Bregenz gegen die SPG Göfis/Satteins in der neunten österreichischen Liga. Es war keine „normale“ Tätlichkeit, für die ein Bregenzer Spieler vom Platz geschickt wurde.

Wie mehrere österreichische Medien berichten, wurde der Akteur für einen angedeuteten Kopfstoß mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. Der Schiedsrichter erklärte, dass schon der Versuch strafbar sei. Daraufhin brannten dem Kicker offenbar alle Sicherungen durch.

Bregenz: Fußballer bricht seinem Gegenspieler die Nase und wird für 48 Spiele gesperrt

Er soll „Ich zeige euch, was strafbar ist“ gesagt haben, dann auf den gegnerischen Spieler losgegangen sein und ihm mit einem „richtigen“ Kopfstoß das Nasenbein gebrochen haben.

Der Vorarlberger Fußballverband sprach ihm dafür die laut Satzung höchstmögliche Strafe aus: 48 Spiele Sperre. Zudem nahm sich die Polizei des Vorfalls an und brachte ihn zur Anzeige vor Gericht. Viktoria Bregenz zog ebenfalls Konsequenzen. „Die Viktoria steht für Integration, aber solche Vorfälle können wir natürlich nicht dulden. Wir haben Arkanusaev (Name des Spielers, Anm. d. Red.) aus unserem Verein ausgeschlossen“, so Obmann Christian Gojo.

Brutalo-Kicker darf nach Tätlichkeit zwei Jahre nicht mehr spielen

Der Übeltäter darf nun bis Herbst 2023 in Österreich kein Spiel mehr bestreiten. „Wir haben die umliegenden Verbände über die Sperre von Arkanusaev informiert und wollen damit verhindern, dass er irgendwo als neu angemeldeter Spieler die Sperre umgehen und wieder kicken kann“, sagt Horst Elsner, Geschäftsführer des Vorarlberger Fußballverbandes.

Das Opfer wurde operiert und muss mehrere Wochen pausieren. Ob der Fall auch an die Fußballverbände der umliegenden Länder weitergegeben wurde, ist nicht bekannt. Möglichkeiten, woanders unterzukommen, gäbe es für den Brutalo-Kicker reichlich. Bregenz liegt schließlich im Dreiländereck, Deutschland und die Schweiz sind nur einen Katzensprung entfernt. Hoffen wir das Beste.

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