Frankfurt-Boss ätzt

Bruchhagen: "Dann soll Boateng zuhause bleiben"

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Heribert Bruchhagen (l.) findet, Jerome Boateng müsse sich mehr dem Teamgeist unterordnen.

München - Was steckt denn hinter dieser Attacke? Eintracht Frankfurts Heribert Bruchhagen hat im Sport1-Doppelpass scharfe Kritik an den Aussagen von Jerome Boateng geübt.

Hoppla, da scheint Heribert Bruchhagen wohl etwas auf den Magen geschlagen zu haben. Im "Sport1-WM-Doppelpass" zeigte sich der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt genervt von den Aussagen von Jerome Boateng, Innenverteidiger in Diensten des FC Bayern München und derzeit bei der Nationalmannschaft für den Posten des Rechtsverteidigers vorgesehen.

"Wenn er sich als Rechtsverteidiger nicht wohl fühlt, soll er zuhause bleiben"

Heribert Bruchhagen im WM-Doppelpass.

Boateng hatte zuletzt in einem Interview mit der "Bild" gesagt: "„Ich habe jetzt in den Tests gegen Kamerun und Armenien zweimal hinten rechts gespielt. Der Bundestrainer weiß, dass ich lieber innen spielen möchte." Gegen Portugal im Auftaktspiel der Deutschen am Montag wird es Boateng mit Superstar Cristiano Ronaldo zu tun bekommen - und fühlt sich der Aufgabe nicht allein gewachsen. "Ich weiß: Alleine ausschalten kann ich Ronaldo über 90 Minuten sowieso nicht. Das kann kein Verteidiger. Das kann eine Mannschaft nur im Verbund", erklärte er. Vor allem Boatengs erste Aussage kam bei Heribert Bruchhagen nicht gut an. "Mich stört die Aussage von Jerome Boateng: Wenn er sich als Rechtsverteidiger nicht wohl fühlt, soll er zuhause bleiben! Er hat die Verpflichtung sich der Mannschaftsräson zu unterwerfen - es kann nicht jeder auf seiner Lieblingsposition spielen." Dabei hatte Boateng im selben Interview noch gesagt: "Aber wenn Löw überzeugt ist, dass ich der Mannschaft außen am besten helfen kann, spiele ich das natürlich und stelle mich voll in den Dienst der Mannschaft."

Bonhof: "...dann ist er fehl am Platz"

Mit der Aussage über Ronaldo kommt hingegen Rainer Bonhof, Weltmeister von 1974, nicht ganz klar. "Wenn ich nicht brenne, dann weiß ich nicht, warum ich da bin! Wenn er sich das alleine nicht zutraut, ist er fehl am Platz!", sagte Bonhof im "WM-Doppelpass". Statt Boateng würde Bonhof "Lahm hinten rechts spielen lassen. Er hat dort die Erfahrung. Er ist dort in seiner besten Position".

So ganz nachvollziehbar ist die Bonhof-Kritik allerdings nicht. Schließlich stellt jeder Trainer der Welt, dessen Mannschaft gegen Ronaldo spielen muss, mindestens zwei Akteure ab, um den Weltfußballer zu stoppen.

dh

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