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Brutales Kung-Fu-Foul läutet die wildeste WM-Schlussphase ein - Iran-Trainer hat „keine Worte“

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Von: Patrick Freiwah

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Wales unterliegt Iran: Keeper Hennessey erhält bei der WM nach einem wüsten Kung-Fu-Tritt die Rote Karte
Wales unterliegt Iran: Keeper Hennessey erhält bei der WM nach einem wüsten Kung-Fu-Tritt die Rote Karte. © IMAGO/Heuler Andrey

Rüde Attacke und fulminante Treffer: Die Partie Wales gegen Iran hatte die wohl bislang wildeste Schlussphase der WM in Katar. Trainer Queiroz spricht über Liebe und die Fans.

Doha - Wer dachte, abseits der politischen Kontroverse sei die iranische Nationalmannschaft in Gruppe B der Fußball-WM nur mit Außenseiter-Chancen ausgestattet, sieht sich eines Besseren belehrt: Die Auswahl der asiatischen Großmacht feierte gegen Wales einen späten, aber verdienten 2:0 (0:0)-Sieg und darf sich berechtigte Hoffnungen auf das Achtelfinale machen.

Zur tragischen Figur avancierte im zweiten Gruppenspiel Wales-Keeper Wayne Hennessey, der kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit aufgrund eines Kung-Fu-Tritts gegen Porto-Stürmer Mehdi Taremi die Rote Karte kassierte. Bereits zuvor war der Iran im Ahmed bin Ali Stadium auch ohne Überzahl die bessere Mannschaft und ließ einige Chancen ungenutzt bzw. hatte Aluminium-Pech.

Iran schlägt Wales - Wilde Schlussphase mit zahlreichen Highlights

In den Minuten nach dem Platzverweis stürmte die Auswahl der islamischen Republik energisch auf das Tor der Waliser, in der achten Minute der Nachspielzeit sollte es schließlich soweit sein: Roozbeh Cheshmi sorgte mit einem sehenswerten Weitschuss für die verdiente Führung, ehe Ramin Rezaeian kurz vor Abpfiff alles klar machte. Es war die wohl wildeste Nachspielzeit der bisherigen WM-Partien, die mittlerweile kaum weniger als 100 Minuten Spielzeit beinhalten.

Die Landeshymne vor dem Anpfiff hatten Irans Fußballer diesmal mitgesungen, wenngleich zögerlich - beim Jubel über die sportliche Erlösung und dem dritten WM-Sieg überhaupt wurde dann ekstatisch gejubelt. Der portugiesische Trainer Carlos Queiroz sagte: „Ich habe keine Worte für meine Spieler, sie sind unglaublich (...) Diese Jungs lieben es, Fußball zu spielen, und sie haben für die Fans gespielt.“

WM in Katar: Iran bereit für politisch aufgeladenes Duell gegen USA

Im letzten Gruppenspiel kommt es zum politisch brisanten Aufeinandertreffen mit den USA. Die Nationalmannschaft des Iran hat Lust auf mehr bekommen. „Wir brauchen unsere Fans hier und im Iran für diese positive Energie“, ließ Torjäger Taremi wissen und fordert auch für das Duell gegen die Vereinigten Staaten einen Triumph.

Und Gareth Bale? Der frühere Champions-League-Sieger und jetzige Profi in der nordamerikanischen MLS tauchte gegen den Iran über weite Strecken ab. Um überhaupt noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben, muss Wales im letzten Gruppenspiel gegen Rivale England (zum Spielplan) gewinnen. Nicht gerade ein einfaches Unterfangen. (PF)

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