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Wenige Tage vor WM-Start: Bier-Streit eskaliert – Katar hält sich offenbar nicht an Absprachen

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Von: Patrick Mayer

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Kurz vor dem Start der Fußball-WM lässt Gastgeber Katar offenbar eigenmächtig Bier-Verkaufsstände an den Stadien wieder abbauen. Die Brauerei reagiert.

München/Katar - Die Fußball-WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) steht an, und offenbar droht Ärger wegen des Bier-Ausschankes. Weil sich der Gastgeber der WM 2022 nicht an Absprachen hält?

Fußball-WM 2022: Bier-Ärger kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft

Denn: Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft hat das streng islamische Emirat seine Strategie in Bezug auf den Alkoholausschank während der WM-Spiele geändert. Nach Medienberichten wurden die Stände, die schon rund um die Stadien aufgebaut waren, wieder abgebaut und sollen nun an anderen Stellen aufgestellt werden. Wie die Bild berichtet, würden die Katarer weiterhin auf ein Verbot drängen, der Fußball-Weltverband Fifa und ihr Bier-Sponsor hielten aber dagegen.

„Wir arbeiten mit der Fifa zusammen, um sicherzustellen, dass die Fans den bestmöglichen Zugang zu unseren Produkten haben“, teilte die Brauerei und Unternehmensgruppe Anheuser-Busch InBev, ein Großsponsor des Weltverbandes Fifa, mit. Das Unternehmen schenkt die Marke Budweiser aus, welche Bier-Sponsor der Weltmeisterschaft ist. Man sei am Samstag (12. November) informiert worden und arbeite mit der Fifa zusammen, „um die Verkaufsstellen an die gewünschten Orte zu verlegen. Unser Fokus liegt darauf, unter den neuen Bedingungen das bestmögliche Kundenerlebnis zu bieten“.

Vorgesehen war, dass die Fans während des Turniers innerhalb der Stadionbereiche in bestimmten Zonen alkoholhaltiges Bier kaufen dürfen – jedoch nicht direkt in den Arenen sowie nur vor und nach den Spielen der WM 2022.

In den Stadien werde alkoholfreies Bier ausgeschenkt. Am Abend ist der Ausschank zudem auf dem offiziellen Fanfest zentral in der Hauptstadt Doha gestattet.

Fußball-WM 2022: Strenge Alkohol-Regeln in Katar während der Weltmeisterschaft

Alkohol ist in Katar nicht gänzlich verboten, wird aber nur sehr eingeschränkt ausgeschenkt – etwa in Bars oder Restaurants bestimmter Hotels. Ausländer, die eine Aufenthaltsgenehmigung haben, können ihn auch in einem Geschäft kaufen, müssen aber älter als 21 Jahre sein und brauchen dafür eine Erlaubnis. Abzuwarten bleibt, wie die Fans der verschiedenen Teams bei der WM 2022 mit den vergleichsweise strengen Alkoholregeln umgehen werden. (pm/dpa)

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