Bundesliga: Die Spiele vom Samstag

Auftaktsiege für Bayern, Fortuna und VfL

+
Zum ersten Spieltag hat der FC Bayern bei Greuther Fürth einen Auftakt nach Maß hingelegt

München - Während unter anderem Bayern, Aufsteiger Düsseldorf und Wolfsburg einen Auftakt nach Maß in die Bundesliga-Saison erwischt haben, muss der HSV eine Niederlage verkraften: die Partien vom Samstag.

Der FC Bayern München ist mit einem ungefährdeten Auftaktsieg in die 50. Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Den geplanten Angriff auf Double-Gewinner Borussia Dortmund leitete der deutsche Rekordmeister am Samstag mit einem 3:0 (1:0) über die SpVgg Greuther Fürth ein. Nach dem Pokalaus machte der Hamburger SV beim 0:1 (0:0) vor eigenem Publikum gegen den 1. FC Nürnberg den alptraumhaften Beginn der neuen Spielzeit perfekt.

Auch Bayer Leverkusen kassierte mit dem 1:2 (1:0) bei Eintracht Frankfurt am ersten Spieltag eine überraschende Niederlage. Borussia Mönchengladbach bezwang 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0), Aufsteiger Fortuna Düsseldorf feierte mit dem 2:0 (0:0) beim FC Augsburg eine gelungene Rückkehr. Der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 trennten sich 1:1 (0:0). Am Samstagabend kam der VfL Wolfsburg in letzter Minute zu einem 1:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart. Meister Dortmund hatte am Freitagabend die Jubiläumsspielzeit mit einem glücklichen 2:1-Heimsieg gegen Werder Bremen eröffnet.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes musste im Duell mit dem 52. Bundesliga-Neuling Fürth auf Franck Ribéry (Grippe) verzichten und ließ zunächst den später eingewechselten Bastian Schweinsteiger auf der Bank. Stattdessen standen in Xherdan Shaqiri, Mario Mandzukic und Dante drei Neuzugänge in der Startelf. Von frischem Schwung war aber zunächst nichts zu sehen. Gegen ein gut verteidigendes Heimteam fiel dem Rekordmeister wenig ein - erst in der 43. Minute drückte Thomas Müller den Ball in Abstaubermanier zum 1:0 über die Linie (43.).

Nach der Pause erhöhte Mandzukic (59.) als Vertreter des verletzten Nationalstürmers Mario Gomez mit seinem vierten Treffer im dritten Pflichtspiel. Der Fürther Thomas Kleine (79.) sorgte mit einem Eigentor für den Endstand. Vor der Partie hatte Heynckes betont, dass er noch nicht über einen möglichen Rückzug beim FCB zum Ende dieser Saison entschieden habe und nahm damit Bezug auf Reaktionen auf ein Interview mit ihm in der „Süddeutschen Zeitung“.

Sein Team habe „einiges gutzumachen“, meinte Hoffenheims Trainer Markus Babbel wegen des 0:4-Pokaldebakels beim Berliner AK mit Blick auf den Ligaauftakt. Auch die Gladbacher wollten ihr jüngstes 1:3 im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew vergessen machen. Und die Borussia setzte ihr Vorhaben zunächst besser um: Per Kopf erzielte Mike Hanke (33.) die Führung. Trotz einer lange Zeit ernüchternden Hoffenheimer Vorstellung traf Roberto Firmino (66.) zum Ausgleich, bevor Juan Arango (79.) einen Freistoß in die Torwartecke von Tim Wiese verwandelte.

Nach einem skurrilen Fehlschuss von Vedad Ibisevic bescherte Stürmer Bas Dost den Wolfsburgern einen glücklichen Erfolg in Stuttgart. Ibisevic vergab erst in der 88. Minute einen Foulelfmeter und verpasste dann nochmals aus kurzer Distanz, ehe der Niederländer Dost (90.) mit einem Kopfball den Auswärtserfolg für die Niedersachsen herstellte.

Im Duell der Pokal-Verlierer war zunächst sowohl Hamburg als auch Nürnberg die Verunsicherung durch den verpatzten Pflichtspielstart anzumerken. In einer chancenarmen Partie erzielte Hanno Balitsch (68.) den Siegtreffer aus kurzer Distanz und sorgte beim HSV für Ernüchterung.

Die Meistertipps der 18 Bundesliga-Trainer

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): „Wer am Ende oben steht? Ich weiß es nicht. Ich glaube, die anderen wissen es auch nicht. Es gibt nur einen Verein, für den es die einzige Möglichkeit ist, erfolgreich zu sein, das ist Bayern München. Sie haben die besten Voraussetzungen. Das ist auch okay so. Aber mir ist es persönlich auch wurscht um ehrlich zu sein. Ich freue mich einfach darauf, dass wir dabei sind.“ © dpa
Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): „Wenn eine Mannschaft zweimal hintereinander Meister wird, kann sie die Favoritenrolle nicht abstreiten. Aber natürlich werden wir Borussia Dortmund attackieren und alles daran setzen, dass wir wieder den Titel nach München holen.“ © dpa
Trainer Huub Stevens (Schalke 04): „Die ersten beiden Plätze sind an Borussia Dortmund und Bayern München vergeben. Auf einen Meistertipp will ich mich nicht festlegen.“ © dpa
Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): „Für mich kommen zwei Klubs in Frage - Dortmund und Bayern.“ © dpa
Teamchef Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen, Foto): "Ich glaube an die Meisterschaft von Bayern München.“) Trainer Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): „Ich tippe auf eine Titelverteidigung von Borussia Dortmund.“ © 
Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): „Borussia Dortmund und der FC Bayern München sind wohl die heißesten Anwärter auf den Titel, doch vielleicht gibt es ja auch in dieser Saison wieder ein Team, das überrascht und oben mitspielt.“ © dpa
Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): „Zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund sehe ich einen engen Zweikampf, der möglicherweise erst kurz vor Schluss im direkten Duell entschieden wird. Ich meine, dass die Bayern knapp vorne liegen werden.“ © dpa
Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): „Der FC Bayern wird Meister.“ © dpa
Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): „Die Klubs, die in der Vorsaison vorne standen, zählen auch diesmal zum Kreis der Favoriten.“ © dpa
Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): „Ich habe mich auf Dortmund festgelegt. Bei den Bayern wird es interessant sein zu beobachten, wie die Entwicklung weitergeht. Sie haben die Qualität, Dortmund wieder vom Thron zu stoßen, aber ich sehe in München einfach mehr Spannungsfelder. Insgesamt hoffe ich, dass die beiden nicht irgendwann ihre eigene Liga bilden. Das wäre für die Bundesliga nicht gut, wenn der Rest nur noch die Plätze 3 bis 18 ausspielt.“ © dpa
Trainer Markus Babbel (1899 Hoffenheim): „Trotz der vielen Verletzten ist und bleibt mein Tipp Bayern. Sie haben mit Matthias Sammer eine absolute Top-Verpflichtung getätigt. Von der Qualität sind sie sowieso die beste Truppe. Sie werden es auch bis zum Schluss durchziehen.“ © dpa
Trainer Christian Streich (SC Freiburg): „Dortmund, die Bayern, Gladbach oder Schalke.“ © dpa
Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): „Ich möchte mich nicht festlegen, aber vielleicht wird ja ein Außenseiter Meister.“ © dpa
Trainer Markus Weinzierl (FC Augsburg): „Ich glaube, dass Bayern München wieder an der Reihe ist. Sie werden alles dafür tun, um Dortmund wieder zu verdrängen.“ © dpa
Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): „Mein Meister-Tipp ist nach drei zweiten Plätzen der FC Bayern.“ © dpa
Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): „Ich möchte mich nicht festlegen.“ © dpa
Trainer Mike Büskens (SpVgg Greuther Fürth): „Nach zwei Jahren ohne Titel werden die Bayern wieder alles daran setzen, die Meisterschaft zu holen. Der BVB ist nach dem Reus-Transfer aber ebenso gut aufgestellt, um den Titel zu verteidigen. Und natürlich gibt es als Dritten auch den großen Unbekannten, wobei ich nichts dagegen hätte, wenn dieser Unbekannte blau-weiße Trikots trägt.“ © dpa
Trainer Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): „Ich gebe keine Tipps ab!“ © dpa

Nach mehr als 15 Jahren Bundesliga-Abstinenz meldete sich Düsseldorf mit einem Start nach Wunsch zurück. Dani Schahin (68./79.) vermasselte mit seinem Doppelpack Markus Weinzierl das Erstliga-Debüt als Trainer der Augsburger.

Wie die Fortuna sorgte auch Frankfurt gleich beim Bundesliga-Comeback für Aufsehen. Leverkusens Stefan Kießling (29.) bewies in der ersten Halbzeit seinen Torinstinkt - zudem zog Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer mit einem verwehrten Strafstoß für die Eintracht den Unmut der Heimfans auf sich. Doch Stefan Aigner (57.) und Martin Lanig (82.) bescherten den Frankfurtern den verdienten Erfolg.

Nach einer zähen ersten Halbzeit verpasste Freiburg trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause den ersten Sieg zum Bundesliga-Auftakt seit elf Jahren. Bei einem Konter im eigenen Stadion nutzte Max Kruse (49.) einen überlegten Steilpass von Karim Guedé zur Führung, per Foulelfmeter glich der Mainzer Andreas Ivanschitz (65.) aus.

SpVgg Greuther Fürth - Bayern München 0:3 (0:1)

Fürth: Grün - Nehrig, Mavraj, Kleine, Schmidtgal - Fürstner, Prib - Sararer - Tyrala (69. Stieber), Klaus - Fall (62. Azemi). - Trainer: Büskens

München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Luiz Gustavo, Toni Kroos (88. Timoschtschuk) - Thomas Müller, Shaqiri (72. Schweinsteiger), Robben - Mandzukic (81. Pizarro). - Trainer: Heynckes

Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen) Tore: 0:1 Thomas Müller (43.), 0:2 Mandzukic (59.), 0:3 Kleine (79., Eigentor) Zuschauer: 18.000 (ausverkauft) Beste Spieler: Nehrig, Prib - Dante, Robben Gelbe Karten: Fall, Kleine - Luiz Gustavo, Boateng

SC Freiburg - FSV Mainz 05 1:1 (0:0)

Freiburg: Baumann - Höhn, Ginter, Diagne, Sorg - Schuster, Makiadi (46. Flum) - Schmid, Putsila (79. Ezequiel) - Guede (73. Freis), Kruse. - Trainer: Streich

Mainz: Wetklo - Bungert (77. Pospech), Kirchhoff, Noveski, Marco Caligiuri - Baumgartlinger, Soto - Nicolai Müller (88. Risse), Ivanschitz (71. Ede), Choupo-Moting - Szalai. - Trainer: Tuchel

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach) Tore: 1:0 Kruse (49.), 1:1 Ivanschitz (65., Foulelfmeter) Zuschauer: 22.500 Beste Spieler: Diagne, Guede - Nicolai Müller, Ivanschitz Gelbe Karten: - Nicolai Müller, Kirchhoff

FC Augsburg - Fortuna Düsseldorf 0:2 (0:0)

Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Sankoh, Sebastian Langkamp, Ostrzolek - Baier, Ottl - Musona (83. Petrzela), Moravek (46. Sio), Koo (74. Oehrl) - Bance. - Trainer: Weinzierl

Düsseldorf: Giefer - Levels, Malezas, Langeneke, van den Bergh - Bodzek, Oliver Fink - Kruse (83. Garbuschewski), Bellinghausen - Rafael (60. Schahin), Woronin (90.+2 Juanan). - Trainer: Meier

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg) Tore: 0:1 Schahin (68.), 0:2 Schahin (79.) Zuschauer: 30.401 Beste Spieler: Bance, Sio - Langeneke, Schahin Gelbe Karten: Moravek, Ostrzolek, Sio - Bodzek, Schahin

Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0)

Hamburg: Adler - Diekmeier, Bruma, Mancienne, Aogo - Westermann, Skjelbred (70. Beister) - Sala (58. Tesche), Jansen - Berg, Son (71. Rudnevs). - Trainer: Fink

Nürnberg: Raphael Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Balitsch, Simons - Frantz (76. Gebhart), Kiyotake, Esswein (90. Mak) - Polter (64. Pekhart). - Trainer: Hecking

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb) Tor: 0:1 Balitsch (68.) Zuschauer: 50.123 Beste Spieler: Adler - Kiyotake, Balitsch Gelbe Karten: Westermann, Beister, Jansen, Tesche - Pinola, Balitsch

Borussia Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0)

Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Brouwers, Daems - Nordtveit, Xhaka - Ring (64. Herrmann), Arango - Hanke (74. Hrgota), de Jong (81. de Camargo). - Trainer: Favre

Hoffenheim: Wiese - Beck, Delpierre, Compper, Johnson - Weis (82. Salihovic), Rudy - Vukcevic, Firmino (69. Usami) - Volland, Derdiyok (80. Schipplock). - Trainer: Babbel

Schiedsrichter: Peter Sippel (München) Tore: 1:0 Hanke (33.), 1:1 Firmino (66.), 2:1 Arango (79.) Zuschauer: 50.146 Beste Spieler: Hanke, Nordtveit - Wiese, Delpierre Gelbe Karten: Jantschke, Xhaka -

Borussia Dortmund - Werder Bremen 2:1 (1:0)

Dortmund: Weidenfeller - Kirch (82. Perisic), Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan (71. Leitner), Kehl - Blaszczykowski, Reus, Großkreutz (78. Götze) - Lewandowski. - Trainer: Klopp

Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Ignjovski (66. Petersen) - Fritz - Arnautovic, Junuzovic, Hunt (87. Füllkrug), Elia - De Bruyne. - Trainer: Schaaf

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin) Tore: 1:0 Reus (11.), 1:1 Gebre Selassie (75.), 2:1 Götze (81.) Zuschauer: 80.645 (ausverkauft) Beste Spieler: Blaszczykowski, Reus - Mielitz, Arnautovic Gelbe Karten: Gündogan, Kehl - Ignjovski, Junuzovic

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 2:1 (0:1)

Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode (77. Lanig) - Aigner (88. Köhler), Meier, Inui (76. Celozzi) - Occean. - Trainer: Veh

Leverkusen: Leno - Schwaab, Wollscheid, Toprak, Kadlec - Reinartz (84. Junior Fernandes) - Lars Bender, Rolfes - Bellarabi (69. Castro), Schürrle - Kießling. - Trainer: Lewandowski

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne) Tore: 0:1 Kießling (29.), 1:1 Aigner (57.), 2:1 Lanig (82.) Zuschauer: 27.950 Beste Spieler: Aigner, Inui - Schwaab, Kießling Gelbe Karten: Anderson - Schwaab, Kießling

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)

Stuttgart: Ulreich - Hoogland, Tasci, Maza, Boka - Kvist (90.+1 Niedermeier), Gentner - Harnik, Hajnal (46. Torun), Traore (63. Cacau) - Ibisevic. - Trainer: Labbadia

Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Pogatetz, Rodriguez - Knoche (63. Polak), Marcel Schäfer - Dejagah (67. Vieirinha), Diego, Olic - Dost (90.+1 Kjaer). - Trainer: Magath

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden) Tore: 0:1 Dost (90.) Zuschauer: 48.280 Beste Spieler: Kvist, Maza - Dejagah, Rodriguez Gelbe Karten: Tasci Besonderes Vorkommnis: Benaglio hält Foulelfmeter von Ibisevic (88.)

dpa/sid

Auch interessant

Meistgelesen

UEFA Supercup: Pechvogel Adrián wird zum Helden im Elfmeterschießen 
UEFA Supercup: Pechvogel Adrián wird zum Helden im Elfmeterschießen 
Neuer Fußball-Chef in Deutschland: Dieser Mann soll bald DFB-Präsident werden
Neuer Fußball-Chef in Deutschland: Dieser Mann soll bald DFB-Präsident werden
Adriáns "Sahnehäubchen" macht Klopp glücklich
Adriáns "Sahnehäubchen" macht Klopp glücklich
DFB-Pokal: Auslosung der 2. Runde heute live im TV und im Live-Stream
DFB-Pokal: Auslosung der 2. Runde heute live im TV und im Live-Stream

Kommentare