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Novum in der 2. Bundesliga: Ungeimpfter Trainer muss mit Maske coachen

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Von: Felix Durach

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Paderborn-Trainer Lukas Kwasniok muss aufgrund seines Immunisierungsstatus am Spielfeldrand eine Maske tragen.
Paderborn-Trainer Lukas Kwasniok muss aufgrund seines Immunisierungsstatus am Spielfeldrand eine Maske tragen. © Daniel Reinhardt/dpa

Lukas Kwasniok vom SC Paderborn muss beim Heimspiel am Sonntag mit Maske coachen. Der 40-jährige Fußballehrer ist noch ungeimpft.

Paderborn - Die vierte Welle des Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Diskussion um Infektionsschutz, Lockdown und Impfpflicht stehen wieder an der politischen Tagesordnung und machen auch vor dem Fußball keinen Halt. Bayern-Superstar Joshua Kimmich wurde nach wochenlanger Impfdiskussion unter der Woche positiv auf das Coronavirus getestet. Am Wochende zuvor wurde darüber hinaus Markus Anfang von Werder Bremen entlassen, nachdem gegen ihn wegen des Verdachts auf einen gefälschten Impfnachweis ermittelt wurde.

2. Bundesliga: Paderborn-Trainer Kwasniok muss mit Maske coachen

Und auch am Sonntag wird es für die Fans zu einem ungewohnten coronabedingten Bild kommen. Dann trifft in der 2. Bundesliga der SC Paderborn auf den FC Hansa Rostock. Lukas Kwasniok, der Trainer der Paderborner, wird dann als erster deutscher Trainer in den Top-Ligen ein Spiel mit Mund-Nasenschutz coachen müssen. Grund dafür sind die aktuell geltenden Regularien des Landesportbunds in Nordrhein-Westfalen in Kombination mit Kwasnioks Immunisierungsstatus: Der 40-Jährige ist nicht geimpft.

Für ungeimpfte Trainer schreibt der Landesportbund seit neustem eine Maskenpflicht im Spiel- und Trainingsbetrieb vor. Auch bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag präsentierte sich der SCP-Coach deshalb mit einer Maske.  „Bitte nicht wundern, die neue Corona-Schutzverordnung sieht vor, dass aufgrund des Immunisierungsstatus unser Cheftrainer mit Maske auf der Pressekonferenz dabei ist“, erklärte Pressesprecher Matthias Hack vor der PK den zugeschalteten Journalisten.

Kwasniok verzichtet auf Impfung - SCP-Coach muss Maske bei Kontakt mit Spieler tragen

Kwasniok übernahm im Sommer in Paderborn und steht mit seinem Team aktuell auf einem aussichtsreichen vierten Tabellenplatz. Der 40-Jährige hatte sich bereits vor einigen Wochen zum Thema Impfung geäußert. „Die Diskussion ist emotional sehr aufgeladen. Ich habe recht wenig Angst vor einer Impfung, genauso aber auch vor der Infektion. Ich bin sehr wohl für das Impfen bei Risikogruppen, da gibt es keine zwei Meinungen. Nur ein junger, gesunder Mensch sollte das auch für sich entscheiden dürfen, in Anbetracht der Tatsache, dass das Übertragen des Virus auch im Fall einer Impfung möglich ist“, erklärte der SCP-Coach Anfang November bei Bild TV.

Das RKI und die Ständige Impfkommission empfiehlt jedoch auch jungen, gesunden Menschen eine Impfung, da die Wahrscheinlichkeit von Impfschäden deutlich niedriger ist, als die Wahrscheinlichkeit im Falle einer Infektion einen schweren Covid-19-Verlauf zu erleiden. Sollte Kwasniok an seiner Einstellung festhalten, wird man sich wohl in den kommenden Monaten an das Bild eines Trainers mit Maske gewöhnen müssen. (fd)

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