Auch der HSV ist dabei

Geheimtreffen wegen der Zukunft des deutschen Fußballs - Vier Bundesligisten sind nicht eingeladen

Bayern-Boss Karl-Heinz-Rummenigge kümmert sich um die Zukunft des deutschen Fußballs.
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Bayern-Boss Karl-Heinz-Rummenigge kümmert sich um die Zukunft des deutschen Fußballs.

Die Beletage der Bundesliga will in einem Geheimtreffen die Zukunft des deutschen Fußballs planen. Vier Bundesligisten sind nicht erwünscht.

  • Die Top-Klubs der Bundesliga kommen am Mittwoch in Frankfurt zu einem Geheimtreffen zusammen.
  • 14 Bundesligisten, darunter der FC Bayern und Borussia Dortmund, wollen die Zukunft des deutschen Fußballs planen.
  • Pikant: Die restlichen vier Bundesligisten Mainz, Augsburg, Bielefeld und Stuttgart wurden nicht eingeladen.

Frankfurt - Die Bundesligisten positionieren sich. Bei einem Geheimtreffen geht es um nicht weniger als die Zukunft des deutschen Fußballs.

Geheimtreffen in Frankfurt: Bundesligisten planen Zukunft des deutschen Fußballs

Im Fußball ist viel Geld im Spiel. Jeder Verein will sich bestmöglich aufstellen, um im Konzert der Großen mit zu schwimmen. Deshalb wollen die Profiklubs schon frühzeitig die Voraussetzungen für die Zukunft legen. Im Frankfurter Airport-Club kommt es nun am Mittwoch zu einem brisanten Geheimtreffen, das die Zukunft des deutschen Fußballs entscheidend beeinflussen könnte. Es ist eine Zusammenkunft, wie es sie in dieser Form noch nie gegeben hat.

Gerade in Zeiten von Corona muss vorgesorgt werden und jeder Schritt durchgeplant sein. Nach Ausbruch der Pandemie im Frühjar zeigten sich die deutschen Klubs der Champions League solidarisch, als sie 20 Millionen Euro für einen Corona-Solidartopf der 1. und 2. Liga zur Verfügung gestellt hatten. Beim Treffen in Frankfurt geht es um mehr. Die Ausrichtung in den nächsten Jahren wird diskutiert. 14 Vereine aus der Bundesliga und der Hamburger SV aus der 2. Liga nehmen an der Zusammenkunft teil. Die Bosse werden sogar persönlich anreisen, die DFL ist nicht dabei. Das berichtet alles die „Bild am Sonntag“.

Geheimtreffen in Frankfurt: Vier Bundesligisten sind unerwünscht

Die Topklubs FC Bayern und Borussia Dortmund, die am Samstag im Klassiker aufeinander trafen, sowie die Spitzenteams aus Leipzig, Gladbach und Leverkusen haben sich mit den anderen Vereinen organisiert. Pikant: Die vier Bundesligisten Mainz, Augsburg, Bielefeld und Stuttgart sind nicht eingeladen. Sie haben sich mit den Zweitligisten zusammengetan und fordern eine massive Umverteilung der TV-Gelder, die den kleineren Klubs zugute kommen soll. Die künftige Verteilung der TV-Gelder soll angeblich aber nur am Rande thematisiert werden. Das Vertrauen in das DFL-Präsidium, das darüber entscheidet, sei groß, erfuhr BamS aus dem Kreis der Teilnehmer.

Auf der Agenda für das Treffen steht die Diskussion über den Nachfolger von DFL-Boss Christian Seifert. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, der den deutschen Profifußball so erfolgreich und besonnen durch die Corona-Krise manövriert hat, hört im Sommer 2022 auf. Möglicherweise kommt sein Nachfolger sogar aus dem Kreis der Anwesenden. 

Zudem wollen sich die Vereine im Umgang mit der Corona-Krise besser organisieren. Das Zuschauer-Verbot im November ist vielen Klubs ein Dorn im Auge. Die Kommunikation und der Umgang mit der Politik soll diskutiert werden. Auch der Streit an der DFB-Spitze zwischen Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius soll zur Sprache kommen.

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