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3. Spieltag der Bundesliga

Leipzig düpiert HSV - Bayern wieder Erster

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Die Leipziger jubeln.

Hamburg/München - Der RB Leipzig hat dem Hamburger SV einen nächsten Dämpfer verpasst. Der FC Bayern hat sich unterdessen wieder an die Tabellenspitze gesetzt.

Der FC Bayern München hat mit dem dritten Sieg im dritten Saisonspiel die Führung in der Fußball-Bundesliga zurückerobert. Nach frühem Rückstand setzte sich der Titelverteidiger am Samstag vor heimischer Kulisse mit 3:1 gegen den FC Ingolstadt durch. Die Münchner verdrängten den 1. FC Köln (7 Punkte) wieder vom ersten Platz. Neuer Zweiter ist sogar nun Aufsteiger RB Leipzig, der beim Hamburger SV 4:0 gewann. Dahinter machte Borussia Dortmund als nun Vierter seine Ambitionen mit einem 6:0 gegen den SV Darmstadt 98 deutlich. Der VfL Wolfsburg kam bei 1899 Hoffenheim nicht über ein 0:0 hinaus, Eintracht Frankfurt besiegte Bayer 04 Leverkusen 2:1.

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 4:1 (4:0)

Borussia Mönchengladbach hat nach einer Woche zum Vergessen mit einem Offensiv-Feuerwerk zurück in die Erfolgsspur gefunden und Tabellenschlusslicht Werder Bremen regelrecht vorgeführt. Nach der verkorksten Champions-League-Reise zu Manchester City siegten die Fohlen daheim 4:1 (4:0) und meldeten sich nach zwei Pflichtspiel-Pleiten eindrucksvoll zurück. Bei den desolaten und weiterhin punktlosen Bremern wird die Luft für Trainer Viktor Skripnik immer dünner. Die überragenden Thorgan Hazard (11./17.) und Raffael (21., Foulelfmeter/41.) trafen gegen von Beginn an chancenlose Gäste für die Borussia, die sich gegenüber dem 0:4 bei ManCity und dem vorangegangenen 1:3 in der Liga beim SC Freiburg um mehrere Klassen verbessert zeigte und mit sechs Punkten nach drei Spielen im Soll liegt. Bremens Olympia-Held Serge Gnabry (73.) gelang mit einem sehenswerten Volleyschuss Ergebnis-Kosmetik. In der 81. Minute sah Bremens Aron Johannsson wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte.

FC Bayern München - FC Ingolstadt 3:1 (1:1)

Erste Chance der Gäste und gleich ein Tor - der erste Gegentreffer der Münchner in dieser Saison. Dario Lezcano spielte den Ball frech durch die Beine von Nationalkeeper Manuel Neuer, nach gerade mal acht Minuten musste der deutsche Rekordmeister einem Rückstand hinterherlaufen. Nur vier Minuten nach der Führung der Ingolstädter gelang Torjäger Robert Lewandowski aber mit einem tollen Heber über FCI-Keeper Örjan Nyland der Ausgleich. Für die Entscheidung sorgten Xabi Alonso mit einem wuchtigen Schuss aus 20 Metern (50.) und Rafinha (84.).

Borussia Dortmund - SV Darmstadt 6:0 (1:0)

Mario Götze durfte nicht von Beginn an ran, die Borussen trafen trotzdem früh. Ein tolles Kombinationsspiel schloss Gonzalo Castro in der 7. Minute erfolgreich ab - und alles deutete bereits darauf hin, dass die Borussen auch ihr fünftes Pflicht-Heimspiel gegen die „Lilien“ gewinnen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Adrian Ramos (48.) per Abstauber, sechs Minuten später legte Christian Pulisic nach. Nach dem 6:0-Sieg bei Legia Warschau fertigte der BVB die Darmstädter mit demselben Resultat ab. Peter Niemeyer sah in der 57. Minute Gelb-Rot. Erneut Castro (79.), Sebastian Rode (84.) und Emre Mor (88.) schlugen auch noch zu - nur Götze hatte keinen Anteil daran, er kam nicht mehr in die Partie.

Hamburger SV - RB Leipzig 0:4 (0:0)

Das Duell der vermeintlich so gegensätzlichen Teams - Bundesliga-Dino gegen Neuling - kam erst nach dem Seitenwechsel richtig in Fahrt. Grund dafür war das Foul von René Adler an Timo Werner im Strafraum der Hamburger. Den Elfmeter verwandelte Emil Forsberg (66.). Nur kurz danach wurde die Miene von HSV-Coach Bruno Labbadia noch düsterer: Die Leipziger erhöhten durch Willi Orban auf 2:0 (72.), Werner (78.) und Davie Selke (90.+2) legten nach. Hamburg ist nun 16., wartet weiter auf den ersten Sieg und droht auch noch auf einen der beiden letzten Ränge abzurutschen. Leipzig, der ungeschlagene Aufsteiger, steht nach zwei Siegen und einem Remis zunächst auf dem zweiten Tabellenplatz.

1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 0:0

Die Chancen waren da: Für Mario Gomez, für Julian Draxler. Aber die beiden Nationalspieler konnten das erste 0:0 im 17. Duell auch nicht verhindern. Hoffenheim wartet damit weiter auf den ersten Saisonsieg, ist allerdings nach nun drei Unentschieden auch noch unbesiegt. Die Wolfsburger kamen zum zweiten Mal nicht über ein Remis hinaus, und rutschten in der Tabelle auf den siebten Rang ab.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen 2:1 (0:0)

Wer sonst? Alexander Meier brachte die Frankfurter in Führung (53.). Nach einer torlosen ersten Halbzeit hatten die Fans der Eintracht endlich Grund zum Jubeln, schließlich hatten sie auch noch die bittere Niederlage im Hessen-Derby gegen Darmstadt im Hinterkopf. Allzulange freuen konnten sie sich aber auch gegen die Bayer-Mannschaft nicht. Nach einer Stunde stand es 1:1, Torschütze für die Gäste war Javier Hernandez. Doch die Eintracht setzte sich am Ende durch und kletter auf Platz sechs: Marco Fabian sei Dank. Der Mexikaner sorgte elf Minuten vor dem Ende für den Sieg. Bayer-Profi Hernandez vergab zwei Minuten vor dem Ende mit einem Elfmeter an den Pfosten den erneuten Ausgleich.

dpa

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