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Schiedsrichter ins Auge gespuckt: Zweitliga-Kicker für sieben Monate gesperrt

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Von: Jonas Raab

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Ein Zweitligaprofi muss sieben Monate lang von der Tribüne aus zuschauen, weil er einen Schiedsrichterassistenten bespuckt hat. Er beteuert weiterhin seine Unschuld.

Aue - Clemens Fandrich schaute ziemlich ungläubig, als ihm Schiedsrichter Nicolas Winter am 22. Oktober beim Zweitliga-Spiel zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem FC Ingolstadt die Rote Karte zeigte. Dann kam es für den Aue-Mittelfeldspieler noch dicker. Weil Fandrich den Schiedsrichter-Assistenten Roman Potemkin angespuckt haben soll, wurde die Rote Karte am Donnerstag (4. November) vor dem DFB-Sportgericht verhandelt. Jetzt steht das Urteil fest.

Eine Tätlichkeit gegen Schiedsrichter oder Assistenten zieht laut Paragraf 8 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung eine Sperre „von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, in leichteren Fällen eine Sperre von mindestens acht Wochen“ nach sich. Fandrich wurde für sieben Monate gesperrt, hat aber noch eine Woche Zeit, beim DFB-Bundesgericht Berufung einzulegen.

Aue-Profi Clemens Fandrich sieben Monate gesperrt – „Das Gericht hatte keinen Zweifel“

„Das Gericht hatte keinen Zweifel an der Darstellung des Schiedsrichter-Assistenten Roman Potemkin, der aussagte, dass ihm der Spieler in der 89. Minute des Zweitligaspiels gegen den FC Ingolstadt am 22. Oktober 2021 auf das rechte Auge gespuckt habe, was Fandrich selbst bestreitet“, heißt es in einer Mitteilung des DFB. Der Bewegungsablauf in der Szene unterstütze die Darstellung Potemkins.

„Das war leider ein ernüchterndes Erlebnis. Das Sportgericht geht von einer Tätlichkeit aus und hat eine Strafe, wo der Strafrahmen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren ist, sieben Monate Sperre verhängt. Mit dem Ergebnis bin ich in keiner Weise einverstanden“, sagte Aues Vorstandsmitglied und Rechtsanwalt Kay Werner. Es sei ein absolut inakzeptables Strafmaß und man werde „die uns zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen“.

FC Erzgebirge Aue: Fandrich nach Spuckvorfall gesperrt - war es Absicht oder nicht?

Fandrich bestreitet vehement, den Assistenten absichtlich angespuckt zu haben. Der Mittelfeldspieler hatte Aue in der 2. Bundesliga bereits beim 1:1 in Hannover gefehlt. Werner hatte bei Tag24 angekündigt: „Bei einem Strafmaß oberhalb der Sperre, die Clemens Fandrich gegen Hannover abgesessen hat, erwägen wir bis vor das DFB-Bundesgericht oder notfalls ein ordentliches Gericht zu ziehen.“ Er kündigte am Donnerstag umgehend den Gang vor das Bundesgericht an. (jo/dpa)

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