Medien: Deutscher im Ausland auf Antrag der Türkei festgenommen

Medien: Deutscher im Ausland auf Antrag der Türkei festgenommen

Nicht mehr exklusiv bei Sky

Bundesliga im TV und Live-Stream: Das ändert sich ab der Saison 2017/2018 

+
Vergabe der Bundesliga-Rechte: Hier sehen Sie, wo Sie ab 2017 Spitzenfußball sehen können.

München - Sky verliert die exklusiven Übertragungsrechte, dafür steigen Eurosport und Amazon ein. Wir zeigen Ihnen die neuen Möglichkeiten, die Bundesliga ab der Saison 2017/18 im TV und Live-Stream zu sehen.

Wer kennt diese Gedanken nicht: „Die Bundesliga läuft bei Sky. Wer sie sehen will, muss bezahlen. Wer das nicht will, muss auf die Sportschau warten.“ Dieses Naturgesetz galt in den vergangenen Jahren. Zur Bundesliga-Saison 2017/2018 wird sich aber so Einiges ändern, was Spielzeiten und Übertragungen im TV und per Live-Stream angeht.  

Grund dafür ist eine neue Rechtelage, die ab der Saison 2017/18 gilt. Die Deutsche Fußball Liga, kurz DFL, ist traditionell für die Vergabe der Übertragungsrechte an der 1. und 2. Bundesliga zuständig. Für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 hatte die DFL insgesamt acht Pakete für die 1. Liga im Angebot. Eins davon sicherte sich die Discovery-Tochter Eurosport - somit verlor Sky seine exklusiven Übertragungsrechte. 

Wie bisher bleibt, dass nur zwei Bundesliga-Spiele im Free-TV laufen werden. Das Saison-Eröffnungsspiel und das erste Spiel der Rückrunde zeigt zukünftig aber nicht mehr die ARD, sondern das ZDF. Dort laufen auch der sportlich unbedeutende Supercup sowie die Relegation zur 2. Bundesliga.

Auch im Bereich der Audio-Übertragung im Internet ist ein neuer Anbieter eingestiegen: Internethändler Amazon hat hierfür die entsprechenden Rechte erworben. Außerdem können Kunden von Amazon Prime die von Eurosport gezeigten Spiele im Live-Stream verfolgen.

Was die Anstoßzeiten angeht, werden die Fußballfans ihre langjährigen Gewohnheiten ebenfalls etwas ändern müssen. Am Sonntag wird es nun fünfmal ein drittes Spiel geben, das um 13.30 Uhr angepfiffen wird. Diese Neuerung wurde vor allem von Amateurfußballern kritisiert, denn die stehen in der Regel um diese Zeit selbst auf dem Platz. Ab der Spielzeit 2017/18 wird es außerdem insgesamt fünf Montagsspiele geben, die jeweils um 20.30 Uhr angepfiffen werden. Die neuen Anstoßzeiten sollen die Vereine entlasten, die donnerstags in der Europa League spielen. 

In der folgenden Übersicht zeigen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen noch einmal im Überblick. 

Bundesliga 2017/18: Die wichtigsten Änderungen im Überblick

  • Neue Anstoßzeiten: Zu den gewohnten Spielen am Freitag (20.30 Uhr), Samstag (15.30 und 18.30 Uhr) sowie am Sonntag (15.30 und 17.30 Uhr) kommen zwei neue Anstoßzeiten. Über die Saison verteilt werden je fünf Spiele am Sonntag am 13.30 Uhr sowie montags um 20.30 Uhr stattfinden
  • Sky verliert die exklusiven Übertragungsrechte im TV und muss diese künftig mit Eurosport teilen
  • Amazon sichert sich die Audio-Übertragungsrechte im Internet und zeigt Eurosports Spiele im Live-Stream für Prime-Kunden
  • Sport1 verliert das Spitzenspiel der 2. Bundesliga
  • Insgesamt lassen Medienkonzerne für die Übertragung der Saisons 2017/2018 bis 2020/2021 die Summe von 4,64 Milliarden Euro springen. Die DFL und Vereinsvertreter freut das.

All die genannten Änderungen führen den geneigten Fußball-Fan zur alles entscheidenden Frage: „Wo kann ich die Bundesliga in der kommenden Saison verfolgen?“ Wir haben die Optionen für Sie aufgeschrieben:

Bundesliga 2017/2018 im TV: Pay-TV-Angebote von Sky und Eurosport 

Sky überträgt weiterhin die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga. Allerdings nicht mehr exklusiv. Der Münchner Pay-TV-Sender muss sich die Reche zukünftig mit Eurosport teilen. Der Tochtersender der US-Gruppe Discovery sicherte sich ein Paket mit 43 Live-Spielen aus der Bundesliga. Dazu gehören alle Freitagsspiele (20.30 Uhr), fünf Spiele, die am Sonntag zur neuen Anstoßzeit um 13.30 Uhr stattfinden und die fünf Montagspartien (20.30 Uhr). Die Relegationsspiele der 1. und 2. Liga sicherte sich der Sportsender ebenfalls.

Die restlichen Live-Spiele werden weiterhin bei Sky gezeigt. Hier ändert sich nichts. Das heißt: Sky-Kunden sehen die Spiele in der Konferenz und einzeln, ergänzt um entsprechende Vor- und Nachberichte, sowie Zusammenfassungen mit Highlights und Interviews.

Eurosport zeigt diese 45 Spiele über das kostenpflichtige Streaming-Angebot "Eurosport Player" (Tagespass 9,99 Euro). Wenn Sie ein Jahres-Abo vor dem 31. August abschließen, kostet Sie dieses 29,99 Euro - danach 59,99 Euro. Aber Achtung bei der Nutzung des Streaming-Angebots: Hier benötigen Sie auch eine schnelle und stabile Internet-Leitung und idealerweise einen Smart-TV, um dort die Spiele über die App auf dem großen Bildschirm zu verfolgen. Ansonsten müssen Sie zum PC, Laptop oder Tablet greifen. Nutzen Sie die Streaming-Lösung, müssen Sie sich darauf einstellen, die Spiele mit einer gewissen Verzögerung zu sehen. Im Stadion kann also bereits abgepfiffen worden sein, während im Online-Stream noch die Schlussphase läuft.

Doch Eurosport zeigt die Bundesliga auch in seinem Eurosport-Paket bei HD+ live im Pay-TV. Um dieses empfangen zu können, müssen Sie das Eurosport-Paket inklusive HD+Sender-Paket buchen. Dieses besteht aus dem Sender Eurosport 2 HD Extra, auf dem der Sportsender die Bundesliga-Spiele zeigen wird, sowie einem Zugang zum Eurosport-Player und einem HD-Sender-Paket, das 23 private und 50 frei empfangbare Sender in HD+ Qualität beinhaltet. Dieses Paket kostet Sie 10,75 Euro im Monat. Um das Eurosport-Paket empfangen zu können, benötigen Sie Satelliten-Empfang für Ihr TV-Gerät, einen HD+Receiver, ein HD+Modul oder einen HD+TVkey. 

Einen Experten hat Eurosport auch schon bekannt gegeben: Matthias Sammer, ehemaliger Sportdirektor des FC Bayern. Zudem wurde Jan Henkel als Moderator und Marco Hagemann und Matthias Stach als Kommentatoren verpflichtet. 

Bundesliga 2017/2018 im TV: kostenpflichtige Live-Streams von Sky und Eurosport

Sky-Kunden, die das Bundesliga-Paket abonniert haben, können die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga weiterhin wie gewohnt auch über Sky Go verfolgen. Dazu muss man sich lediglich mit der E-Mail-Adresse oder Kundennummer sowie der vierstelligen Sky-PIN auf dem Portal anmelden und anschließend den entsprechenden Live-Stream anklicken. Der ist über jeden gängigen Webbrowser auf dem PC, Laptop, Smartphone oder Tablet aufrufbar.

Die Bundesligaspiele können auch von Unterwegs auf den mobilen Endgeräten problemlos verfolgt werden. Denn in den App-Stores gibt es die SkyGo-App - speziell für Tablets und Smartphones - zum kostenlosen Download. Apple-Kunden finden die Applikation bei iTunes, Android-Nutzer im Google Play Store. Allerdings ist sie nicht mit allen Android-Geräten kompatibel. Eine Übersicht, auf welchen Geräten die App von Sky Go funktionieren sollte, finden Sie hier.

Alle Begegnungen werden im kostenpflichtigen Eurosport Player gezeigt werden. Normalerweise kostet ein Monatsabo des Players 6,99€ und ein Jahresabo 59,99€. Für manche Sportveranstaltungen bietet Eurosport aber immer wieder spezielle Tarife an. Zur leichteren Bedienung auf Smartphones und Tablets gibt es den Eurosport Player ebenfalls als App, die Installation ist dabei wie gewohnt gratis. Wie üblich steht die App für Android-Geräte im Google Play Store und für Apple-Geräte bei iTunes zum Download bereit. 

Wichtig: Das Streamen von Fußball-Spielen verbraucht eine sehr hohe Datenmenge. Es ist deshalb zu empfehlen, bei der Nutzung auf eine stabile WLAN-Verbindung zurückzugreifen. Ansonsten könnte das Kontingent Ihres Mobilfunkvertrags sehr schnell aufgebraucht sein.

Bundesliga 2017/18: kostenpflichtiger Live-Stream bei Amazon Prime

Eurosport hat noch einen weiteren Weg gefunden, um seine Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga zu vertreiben. Der Sender aus Unterföhring wird das vor allem aus den Freitagsspielen der Bundesliga bestehende Pay-TV-Paket auch für Amazon-Prime-Kunden zugänglich machen. 

„Für 4,99 Euro pro Monat, ohne Vertrag und jederzeit kündbar, können Prime-Mitglieder Bundesliga-Spiele und weiteren Premiumsport zu einem günstigen Preis flexibel und einfach auf dem Bildschirm und allen Wiedergabegeräten sehen“, sagte Alex Green, Geschäftsführer von Amazon Channels Europe.

Das eröffnet Ihnen weitere Möglichkeiten, wie Sie die Bundesliga auf Ihrem Fernseher verfolgen können. Über Amazon-Fire-TV-Geräte oder auch dessen Video-App, die auf vielen Smart-TVs von Drittherstellern verfügbar ist, können Sie die Bundesliga in voller Größer auf dem Bildschirm genießen. Sollten Sie den Live-Stream über Amazon Prime auf mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet verfolgen wollen, so empfiehlt sich auch hier die Nutzung der hauseigenen Prime-Video-App. Diese steht hier im iTunes-Store für Apple-Kunden, und hier im Google Play Store für Android-Nutzer zum Download bereit.

Bundesliga 2017/2018 im TV: kostenfreie Live-Streams aus dem Internet

Auch für die Spiele der Bundesliga-Saison 2017/2018 wird es wieder jede Menge kostenloser Live-Streams geben. Doch Vorsicht: Ihnen sollte bewusst sein, dass die Gefahr besteht, sich Computer-Viren oder andere Malware einzufangen, die den Rechner oder die mobilen Endgeräte beschädigen. Speziell dann, wenn diese nicht mit einem Antiviren-System ausgestattet sind. Darüber hinaus können solche Live-Streams nicht gerade mit einer guten Bild- und Tonqualität glänzen, sind meist mit einem ausländischen Kommentar versehen und werden regelmäßig durch lästige Werbeeinblendungen unterbrochen.

Aber Achtung: Wir raten dringend davon ab, auf ein solches Live-Stream-Angebot zurückzugreifen. Nach dem letzten Urteil des Europäischen Gerichtshofs machen Sie sich bei der Nutzung solcher Streams strafbar. Wer deshalb auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich hier wie gewohnt über kostenfreie und legale Streams informieren.

Bundesliga 2017/2018: kostenpflichtiges Live-Radio bei Amazon Prime

Einen Paukenschlag gab es auch beim Webradio: Amazon luchste Sport1 die exklusiven Übertragungsrechte ab. Ab der Saison 2017/2018 umfasst das Angebot insgesamt 615 Spiele, die sich Amazon-Prime-Kunden live via Stream anhören können. Amazon tritt damit zum ersten Mal als Anbieter von Live-Übertragungen der deutschen Bundesliga auf. Zum genauen Ablauf der Übertragungen machte das Unternehmen bisher zwar keine Angaben, klar ist aber schon jetzt: Um in den Genuss von Bundesliga-Fußball bei Amazon zu kommen, müssen Nutzer ein kostenpflichtiges Amazon-Prime-Konto besitzen.

Bundesliga 2017/2018: kostenfreies Live-Radio der ARD

Für den UKW-Radioempfang sicherte sich die ARD die Übertragungsrechte der DFL. Wie gewohnt berichten die Regionalprogramme live aus den Stadien. Eine Übersicht finden Sie hier.

Bundesliga 2017/2018: Zusammenfassungen im TV und Live-Stream bei ARD, ZDF, RTL, Sport1 und DAZN

Die gute Nachricht für alle Fußball-Nostalgiker: Die TV-Urgesteine „Sportschau“ (ARD) und „Das aktuelle Sportstudio“ (ZDF) bleiben uns erhalten. Beide zeigen am Samstag Spielzusammenfassungen und liefern zudem Hintergründe und Interviews. Für den Sonntag sicherte sich erneut Sport1 die Rechte der Nachverwertung bis 15.00 Uhr. Dazu darf das ZDF das Eröffnungsspiel, die Eröffnung der Rückrunde und ein Spiel am 17. Spieltag übertragen. Außerdem neu ist die Sonntags-Zusammenfassung im „Blickpunkt-Sport“ des BR ab 21.45 Uhr.

Erstmals seit 1992 zeigt der Privatsender RTL ebenfalls wieder Zusammenfassungen der Bundesligaspiele. Auf dem Sender RTL Nitro wird es ab Sommer 2017 eine Bundesliga-Sendung mit den Highlights des Spieltags geben. Die Moderatoren sind bekannte Gesichter aus der Sportberichterstattung: Thomas Wagner (bisher Sky) und Laura Wontorra (bisher Sport1) werden die neue Sendung präsentieren. 

Außerdem sicherte sich die Perform Media Group, die das Portal Spox.com und den Streaming-Dienst DAZN betreibt, weitere Rechte zur Übertragung von Zusammenfassungen der 1. und 2. Bundesliga im Internet. Wie die entsprechenden Angebote aussehen werden, ist bislang ebenfalls unklar. Derzeit kostet ein Abo beim „Netflix des Sports“ 9,99 Euro im Monat. 

Bundesliga 2017/2018: im Live-Ticker von tz.de

Wir sind natürlich auch zur neuen Fußball-Saison wieder für Sie am Ball: Unsere Online-Redaktion berichtet auch in der Saison 2017/2018 umfassend von der Bundesliga, insbesondere über die Partien des FC Bayern München und des TSV 1860 München. Wie Sie es schon aus den vergangenen Jahren gewohnt sind, finden Sie Live-Ticker zu den Spielen der beiden Münchner Vereine, Analysen, Interviews und Noten in unserem Portal auf tz.de.

Bundesliga 2017/2018: Das neue Fußball-Wochenende in der Übersicht

Freitag: Die Spiele der 2. Bundesliga werden wie gewohnt bei Sky in der Einzelspieloption und in der Konferenz übertragen. Dazu kommt ein Bundesliga-Spiel, das um 20.30 Uhr bei Eurosport und bei Amazon-Prime übertragen wird.

Samstag: Alle Spiele (15.30 Uhr und 18.30 Uhr) der 1. und 2. Bundesliga werden bei Sky im Einzelspiel und in der Konferenz übertragen.

Sonntag: Es werden über die ganze Saison verteilt fünf Spiele der 1. Bundesliga schon um 13.30 Uhr angepfiffen. Diese werden bei Eurosport übertragen und sind auch über Amazon-Prime zu sehen. Die Partien um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr laufen weiterhin bei Sky. Alle Spiele der zweiten Liga und die Konferenz werden live bei Sky zu sehen sein.

Montag: Fünf Spiele finden ab der neuen Saison auch am Montagabend. Anstoß: 20.15 Uhr. Die Spiele werden ebenfalls von Eurosport übertragen und sind auch bei Amazon Prime zu sehen.

So sehen Sie die 3. Bundesliga ab der Saison 2017/18 live im TV und Live-Stream. Wie Sie die Bekanntgabe des Bundesliga-Spielplans für die Saison 2017/2018 live im TV und im Livestream verfolgen können, erfahren Sie hier.

mae/sr/sdm

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Mainzer Angreifer Onisiwo kugelt sich Schulter aus
Mainzer Angreifer Onisiwo kugelt sich Schulter aus
Norwegen siegt - Ødegaard beendet deutsche U21-Serie
Norwegen siegt - Ødegaard beendet deutsche U21-Serie
Norwegen fügt deutscher U21 erste Quali-Niederlage seit 2010 zu
Norwegen fügt deutscher U21 erste Quali-Niederlage seit 2010 zu
Sportvorstand Reschke erwartet bei VfB 20-Millionen-Transfer
Sportvorstand Reschke erwartet bei VfB 20-Millionen-Transfer

Kommentare