„Das ist eine große Sauerei“

Horror-Foul! Bundesliga-Star bricht sich den Rücken - war das Foul ein Rache-Akt?

Exequiel Palacios liegt nach einem brutalen Tritt in seinen Rücken schwer verletzt auf dem Rasen.
+
Der Leverkusener Exequiel Palacios verletzte sich schwer am Rücken.

Leverkusens Exequiel Palacios verletzte sich nach einem brutalen Foul schwer am Rücken. Der Übeltäter wollte wohl seinen Zwillingsbruder rächen.

  • Exequiel Palacios spielte mit Argentinien in der WM-Qualifikation gegen Paraguay.
  • Nach einem brutalen Einsteigen verletzte sich der Leverkusener schwer am Rücken und fällt mehrere Monate aus.
  • Es handelte sich wohl um eine Art Revanche-Foul mit einer Vorgeschichte aus der argentinischen Liga.

Buenos Aires - In der WM-Qualifikation zwischen Argentinien und Paraguay ereignete sich ein brutales Horror-Foul. Nicht mal eine halbe Stunde war in Buenos Aires gespielt, da musste Exequiel Palacios schon unter Tränen ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Leverkusens Palacios wird ins Krankenhaus getreten

Palacios war erst im Januar von River Plate zu Bayer Leverkusen gewechselt und hatte sich nach Anlaufschwierigkeiten zuletzt immer besser zurechtgefunden. Im WM-Quali-Spiel mit Argentinien sprang ihm der Paraguayer Angel Romero rücksichtslos mit dem Knie in den Rücken und trat Palacios krankenhausreif. Laut Bayer erlitt der 22-Jährige Frakturen dreier Querfortsätze im Bereich der Lendenwirbelsäule und fällt voraussichtlich drei Monate lang aus.

Ausgerechnet Übeltäter Romero hatte Paraguay zuvor per Elfmeter in Führung gebracht. Kurz vor der Pause erzielte der Stuttgarter Nicolas Gonzalez immerhin noch den Ausgleich zum 1:1. Fast hätte es für die Argentinier noch zum Sieg gereicht - doch das verhinderte ausgerechnet der VfB-Stürmer selbst. Das vermeintliche Siegtor durch Superstar Lionel Messi wurde nämlich wegen eines Foulspiels von Gonzalez 27 Sekunden zuvor noch in eigener Hälfte nach Videobeweis aberkannt.

Palacios bleibe zur weiteren Behandlung in Buenos Aires, teilte der Bundesligist mit. „Exequiel ist in guten Händen, und unsere Ärzte halten engen Kontakt. Wir werden ihn aber schnellstmöglich nach Leverkusen holen, damit er seine Reha in unserer ‚Werkstatt‘ durchführen kann, wo wir die besten Möglichkeiten für seine baldige Genesung haben“, sagte Sportdirektor Simon Rolfes. „Für uns, aber natürlich besonders für Exequiel selbst, ist das ein harter Schlag.“ Leverkusen liegt in der Bundesliga nur drei Punkte hinter Tabellenführer FC Bayern München.

Horror-Foul: Nehmen argentinische Zwillingsbrüder Rache an Palacios?

In argentinischen Medien wird nun darüber spekuliert, ob der Brutalo-Tritt von Angel Romero gegen Palacios ein Rache-Foul war. Palacios hatte in seinem letzten Spiel für River Plate im Dezember 2019 gegen San Lorenzo in der 77. Minute die Rote Karte gesehen, als er an der Seitenlinie Oscar Romero umgrätschte. Oscar ist der Zwillingsbruder von Angel Romero, der damals bei San Lorenzo ebenfalls auf dem Platz stand und nach dem Palacios-Foul nach einer Rudelbildung die Gelbe Karte sah.

Nach seinem Wechsel zu Leverkusen gab es für Palacios nun das Wiedersehen mit den Romero-Zwillingen. Angel rächte mit seinem fiesen Tritt seinen Bruder Oscar, der das komplette Spiel auf der Bank verbrachte. Bitter: Angel Romero sah für sein Einsteigen auch nach Videobeweis nur den Gelben Karton.

Verletzungs-Schock: Rudi Völler platzt der Kragen

„Ein furchtbarer Schock, für den Jungen ist es ganz schlimm. Wir hoffen, dass er schnell wieder gesund wird“, meinte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler zu Bild. „Das ist eine sehr ungewöhnliche Verletzung.“ Für Leverkusen ist es der nächste Ausfall eines seiner Südamerikaner. In der letzten Länderspielpause im Oktober verletzten sich Charles Aranguiz und Santiago Arias. Der Kolumbianer Arias fällt mit Wadenbeinbruch und Sprunggelenksverletzung womöglich für den Rest der Saison aus.

Der Chilene Aranguiz hat seit Wochen mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen. Bei Völler hat sich eine Riesen-Wut auf den chilenischen Fußball-Verband aufgestaut. „Was die Chilenen machen, ist sehr ärgerlich. Da werden die Spieler verschlissen, das geht schon lange so. Die nehmen keine Rücksicht auf Vereine. Auch wenn Spieler angeschlagen sind, müssen sie kommen und spielen. Das ist eine große Sauerei. Da fühlt man sich verarscht“, polterte Völler.

Auch interessant

Kommentare