Ekel-Attacke bei Gladbach

Thuram-Eklat mit drastischen Folgen! DFB brummt Borussia-Star Mega-Strafe auf

Übler Vorfall in der Bundesliga: Gladbach-Star Marcus Thuram spuckt seinen Gegenspieler an und fliegt vom Platz.

Update vom 21. Dezember, 16.45 Uhr: Gladbachs Marcus Thuram bekommt nach seiner Spuckattacke vom Wochenende wie erwartet eine lange Sperre aufgebrummt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verurteilte den 23 Jahre alten Franzosen am Montag zu einer Sperre von sechs Spielen, wie der DFB mitteilte. Das sechste Spiel wird bis zum 21. Dezember 2021 zur Bewährung ausgesetzt. Mit einer ähnlichen Strafe hatte der DFB im April 2019 den damaligen Stuttgarter Santiago Ascacibar belegt, der den damaligen Leverkusener Kai Havertz angespuckt hatte.

Gladbachs Marcus Thuram hat seinen Gegenspieler angespuckt.

Thuram soll zudem eine Geldstrafe von 40.000 Euro zahlen. Die Strafe gilt sowohl für Ligaspiele als auch für Pokalpartien. Der Angreifer ist damit auch am Dienstagabend in Elversberg nicht spielberechtigt. Trainer Marco Rose hatte schon zuvor angekündigt, dass er Thuram so oder so nicht mit zum Pokal nimmt. Zudem würden der Verein und Thuram jede Strafe des DFB akzeptieren. Weil das sechste Spiel bis zum 21. Dezember 2021 auf Bewährung ausgesetzt ist, ist Thuram am 22. Januar gegen Borussia Dortmund wieder spielberechtigt.

Gladbachs Sportdirektor Eberl: „In größter Erregung unwillkürlich gespuckt“

Update vom 20. Dezember, 13.51 Uhr: Borussia Mönchengladbach hat eine Rekord-Strafe für Marcus Thuram festgelegt, wie der Vereinshomepage zu entnehmen ist.

Die Mitteilung von Borussia Mönchengladbach im Wortlaut

„Ich hatte heute Morgen ein längeres Gespräch mit Marcus, in dem er sich nochmal bei mir und damit beim Verein für sein Verhalten entschuldigt hat“, so Borussias Sportdirektor Max Eberl. „Wir kennen Marcus nun schon seit fast zwei Jahren, wir kennen sein Umfeld, wir kennen sein Elternhaus und das alles passt überhaupt nicht zu dem, was gestern passiert ist. Marcus ist am Boden zerstört und er hat mir glaubhaft versichert, dass er Stefan Posch nicht absichtlich angespuckt hat“.

Er hat mir gesagt, dass er bei einem Disput mit Stefan Posch mehrfach auf Französisch geschimpft und dabei im Zuge eines Wortschwalls und in größter Erregung unwillkürlich gespuckt hat. Und er weiß, dass das die Sache nicht ändert, dass die Bilder für sich sprechen und der Platzverweis absolut in Ordnung war. Ich glaube ihm das, was er sagt, denn ich habe ihn als einen reflektierten Menschen mit einem tadellosen Benehmen kennengelernt. Er hat es getan, aber er hat es nicht mit Absicht getan.

Wir werden ihn als Verein für sein Verhalten, das zum Platzverweis geführt hat, mit einer Strafe in Höhe eines Monatsgehalts belegen, die einem sozialen Zweck zugutekommen wird. Er hat das akzeptiert und von sich aus angeboten, sich auch darüber hinaus für einen sozialen Zweck zu engagieren. Marcus hat sich bereits gestern Abend bei Stefan Posch, bei der TSG Hoffenheim, bei seinen Mannschaftskameraden, beim Trainerstab und bei den Gladbach-Fans entschuldigt und ich möchte dies stellvertretend für Borussia Mönchengladbach an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich tun. Marcus hat einen großen Fehler gemacht, für den er bestraft wird. Marcus bleibt der Mensch, den wir kennen und wir lassen ihn nicht fallen.“

Die Bild spekuliert sein Jahresgehalt bei um die 1,8 Millionen Euro was einem Monatsgehalt von 150.000 Euro entspräche. Ex-Gladbacher Raul Bobadilla hielt den Rekord mit angeblichen 50.000 Euro für eine Beleidigung eines Unparteiischen.

Bundesliga-Star spuckt Gegenspieler ins Gesicht: Nun meldet er sich zu Wort

Update vom 20. Dezember, 10.18 Uhr: Marcus Thuram bedauert seine Spuckattacke gegen die TSG Hoffenheim und ist bereit, die Konsequenzen dafür zu tragen. „Ich entschuldige mich bei jedem, bei Stefan Posch, bei meinen Gegenspielern, bei meinen Teamkameraden, bei meiner Familie und all jenen, die meine Reaktion gesehen haben“, schrieb der Stürmer von Borussia Mönchengladbach am späten Samstagabend bei Instagram.

Der 23 Jahre alte französische Nationalspieler hatte am Samstag beim 1:2 (1:1) gegen Hoffenheim seinem Gegenspieler Posch ins Gesicht gespuckt und dabei beim Stand von 1:1 die Rote Karte gesehen. Trainer Marco Rose hatte sich bereits nach dem Spiel „im Namen des Vereins“ entschuldigt. Rose und einige Mitspieler Thurams hatten auch den Platzverweis als Grund für die erste Heimniederlage dieser Saison genannt.

„Heute ist etwas passiert, das nicht meinem Charakter entspricht und niemals hätte passieren dürfen“, schrieb der Sohn des früheren Weltmeisters Lilian Thuram selbst. „Natürlich werde ich alle Konsequenzen für mein Gebärden akzeptieren.“

Widerliche Aktion! Bundesliga-Star spuckt Gegenspieler ins Gesicht - Mitspieler tierisch sauer: „Echt ein bisschen asozial“

Update vom 19. Dezember, 18.08 Uhr: Die hässlich Aktion von Marcus Thuram erhitzte natürlich auch nach Schlusspfiff die Gemüter. So war sogar Mitspieler Christoph Kramer richtig sauer auf den Franzosen.

„Spucken ist eine Unart von uns Fußballern. Das sieht uncool aus und ist echt ein bisschen asozial, muss man sagen“, sagte der Weltmeister von 2014 bei Sky. „Wir haben uns das Spucken als Fußballer angewöhnt und wenn wir es uns wieder abgewöhnen könnten, wäre das nicht schlecht. Das ist nicht die beste Vorbildaktion.“

Kramer knöpfte sich seinen Teamkollegen dann auch noch verbal vor: „Die Aktion von Thuram geht natürlich nicht, darüber müssen wir nicht reden. Das sieht sehr sehr bitter aus. So eine Aktion ist natürlich schwer zu erklären.“

Erstmeldung vom 19. Dezember: Mönchengladbach - Es ist wohl eines der schäbigsten Dinge, die man auf dem Fußballplatz machen kann. Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach spuckte seinem Gegenspieler Stefan Posch (TSG Hoffenheim) ins Gesicht.

Schiedsrichter Frank Willenborg sieht die Aktion zuerst nicht - der Videoassistent weist ihn darauf hin. Thuram fliegt nach Sichtung der Bilder sofort vom Platz. Der Vorfall ereignete sich in der 77. Minute beim Stand von 1:1. Thuram reklamierte schon am Boden liegend wegen eines ausbleibenden Freistoßpfiffs. Daraufhin geriet er mit Posch aneinander und spuckte ihm aus kürzester Distanz ins Gesicht.

So oder so war es ein gebrauchter Tag für die Borussia: Ein Treffer von Ryan Sessegnon in der 86. Minute besiegelte die Niederlage für die Fohlen-Elf. (epp)

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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